Paragraph 762

So leuchtet denn ein, daß man die anerkannt schimpflichen Arten der Lust nicht als Lust gelten lassen darf, außer für verderbte Naturen. Dagegen erhebt sich nun bezüglich der als sittlich geltenden Arten von Lust die Frage, welche oder was für eine man für die dem Menschen eigentümliche Lust erklären soll. Die Tätigkeiten werden uns darüber Aufschluß geben müssen; nach ihnen richtet die Lust sich ja. Mag es nun der Tätigkeiten des vollkommenen und glückseligen Mannes nur eine oder mehrere geben, so wird die sie vollendende Lust es sein, die man für die eigentlich und vorzüglich menschliche Lust zu erklären hat. Die übrigen Arten von Lust können dafür erst an zweiter und weiterer Stelle gelten, entsprechend den TätigkeitenAr. führt uns fast unvermerkt von der Lust zur geistigen Tätigkeit als menschlicher Bestimmung. Die Lust ist das Verlangen aller Wesen, weil sie alle nach Tätigkeit begehren. Die Tätigkeit ist die natürliche Vollendung des Tätigen, weil sie alles, was es der Anlage nach in sich hat, zur Entfaltung bringt. Darum schöpft alles aus der Tätigkeit Lust, weil es sich seiner natürlichen Vollendung freut. Und darum begehrt alles, Mensch und Tier, nach Lust, Ende des 4. und Anfang des 5. Kapitels. Es gibt aber Unterschiede in den Lüsten je nach der Bestimmung der einzelnen Wesen, weil nach der Bestimmung sich die Tätigkeit richtet, die jegliches zur Vollendung bringt, und nach der Tätigkeit die Lust. So gilt es denn die Tätigkeit zu ermitteln, die den Menschen zur Vollendung bringt. Sie wird seine Bestimmung ausmachen und ihm die vollkommene Lust gewähren, 5. Kap. .

Sentences

  1. So leuchtet denn ein, daß man die anerkannt schimpflichen Arten der Lust nicht als Lust gelten lassen darf, außer für verderbte Naturen.
  2. Dagegen erhebt sich nun bezüglich der als sittlich geltenden Arten von Lust die Frage, welche oder was für eine man für die dem Menschen eigentümliche Lust erklären soll.
  3. Die Tätigkeiten werden uns darüber Aufschluß geben müssen; nach ihnen richtet die Lust sich ja.
  4. Mag es nun der Tätigkeiten des vollkommenen und glückseligen Mannes nur eine oder mehrere geben, so wird die sie vollendende Lust es sein, die man für die eigentlich und vorzüglich menschliche Lust zu erklären hat.
  5. Die übrigen Arten von Lust können dafür erst an zweiter und weiterer Stelle gelten, entsprechend den TätigkeitenAr.
  6. führt uns fast unvermerkt von der Lust zur geistigen Tätigkeit als menschlicher Bestimmung.
  7. Die Lust ist das Verlangen aller Wesen, weil sie alle nach Tätigkeit begehren.
  8. Die Tätigkeit ist die natürliche Vollendung des Tätigen, weil sie alles, was es der Anlage nach in sich hat, zur Entfaltung bringt.
  9. Darum schöpft alles aus der Tätigkeit Lust, weil es sich seiner natürlichen Vollendung freut.
  10. Und darum begehrt alles, Mensch und Tier, nach Lust, Ende des 4.
  11. und Anfang des 5.
  12. Kapitels.
  13. Es gibt aber Unterschiede in den Lüsten je nach der Bestimmung der einzelnen Wesen, weil nach der Bestimmung sich die Tätigkeit richtet, die jegliches zur Vollendung bringt, und nach der Tätigkeit die Lust.
  14. So gilt es denn die Tätigkeit zu ermitteln, die den Menschen zur Vollendung bringt.
  15. Sie wird seine Bestimmung ausmachen und ihm die vollkommene Lust gewähren, 5.
  16. Kap.
  17. .