dieses in Nikomachische Ethik

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  1. Man sagt nun, die Unlust sei der Mangel einer Sache, die von der Natur gefordert wird, und die Lust der Ausgleich dieses Mangels.
  2. Es hat also seinen guten Grund, daß man auch nach der Lust strebt, da aus ihr einem jeden für das Leben, dieses begehrenswerte Gut, die Vollendung erwächst.
  3. Dieses aber ist ein Leben ernster Arbeit, nicht lustigen Spiels.
  4. Ja, man darf sagen: dieses Göttliche in uns ist unser wahres Selbst, wenn anders es unser vornehmster und bester Teil ist.
  5. Mithin ist dieses Leben auch das glückseligste.
  6. Die Tugenden dieses Ganzen sind aber menschliche Tugenden.
  7. Ebendarum sind auch einige der Ansicht, die Gesetzgeber müßten zwar durch Berufung auf den Wert des Guten zur Tugend ermahnen und antreiben, da dieses Motiv bei denen, die durch Gewöhnung schon zum Guten geneigt wären, seine Wirkung nicht verfehlen werde; allein den Ungehorsamen und den gemeineren Naturen müßten sie Züchtigungen und andere Strafen auferlegen und die Unheilbaren gänzlich beseitigen.
  8. Denn dieses ist es wie gesagt, womit Kunst und Wissenschaft es zu tun hat.