Vierzehntes Kapitel.

Paragraphs

  1. #321 Da es im Leben auch eine Erholung gibt und bei dieser eine mit heiterem Scherze verbundene Unterhaltung, so (1128a) scheint es auch hier eine angemessene Art des Verkehrs zu geben, eine Art zu sprech…
  2. #322 Die nun im Scherzen zuviel tun, erweisen sich als Possenreißer und lästige Menschen, indem sie schlechterdings darauf aus sind, Spaß zu machen, und sich mehr Mühe geben, Lachen hervorzurufen, als etw…
  3. #323 Dem mittleren Habitus in dieser Beziehung ist auch die WohlanständigkeitGr. επιδεξιότης, lat. dexteritas. eigentümlich. Es verrät den anständigen Menschen, nur solches zu sagen und anzuhören, was sic…
  4. #324 Wie ist nun der, der auf die rechte Weise spottet, zu bestimmen? Etwa dahin, daß er sage was für einen humanen Mann paßt, oder dahin, daß er den Hörer nicht kränke oder ihn gar ergötze? Oder sollte a…
  5. #325 So also ist der Mann der Mitte beschaffen, mag man ihn nun wohlanständig oder artig nennen.
  6. #326 Der Possenreißer hat eine Schwäche fürs Lächerliche. Er schont weder sich noch andere, wenn er nur die Leute zum Lachen bringen kann, und sagt Dinge, dergleichen ein feiner (1128b) Mann nicht sagen, …
  7. #327 Der steife und griesgrämige Mann ist für solchen Verkehr unbrauchbar. Zur Unterhaltung trägt er nichts bei und nimmt Anstoß an allem. Und doch scheint Erholung und heiterer Scherz für das Leben notwe…
  8. #328 So hätten wir denn von dreien Mitten im geselligen Leben gehandelt, die es sämtlich mit dem Verkehr in bestimmten Reden und Handlungen zu tun haben. Ihr Unterschied liegt darin, daß es sich bei der e…

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