Elftes Kapitel.

Paragraphs

  1. #720 Bedarf man aber der Freunde mehr im Glück oder im Unglück? – In beiden Lagen werden sie gesucht, da die Unglücklichen Hilfe brauchen und die Glücklichen Gesellschafter und solche, denen sie gutes tun…
  2. #721 Notwendiger also ist der Besitz von Freunden im Unglück, weil man da die nützlichen Freunde braucht, sittlich schöner aber im Glück, weil man da nach trefflichen Menschen sucht, da es wünschenswerter…
  3. #722 Deshalb scheint sich die Regel zu empfehlen, daß man die Freunde zur Teilnahme an seinem Glücke bereitwillig und ungesäumt herbeirufe, da es sittlich schön ist, wohltätig zu sein, jedoch nur zögernd …
  4. #723 »Genug, daß ich unglücklich bin.«Vielleicht aus Euripides.
  5. #724 Am ersten noch darf man sie in solchen Fällen in Anspruch nehmen, wo sie uns mit geringer Mühe einen großen Dienst erweisen können. Dagegen dürfte es schicklich sein, ungerufen und ungesäumt zu den F…
  6. #725 Die Gegenwart der Freunde erscheint also in allen Lebenslagen als begehrenswert.

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