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Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 98 / Paragraph 553 22 Endlich verübt niemand mit Trauer Frevel und Unrecht; jeder aber, der im Zorn handelt, handelt mit Trauer, dagegen der Frevler mit Lust.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 98 / Paragraph 554 33 So haben wir denn gesehen, daß die Unenthaltsamkeit des Lüstlings schimpflicher ist als die des Zornmütigen, und daß die Enthaltsamkeit und die Unenthaltsamkeit es mit den körperl…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 98 / Paragraph 555 33 Wie anfangs gesagt worden, sind die Begierden und Lüste teils nach Art und Grad menschlich und natürlich, teils sind sie tierischer Art oder endlich drittens auch Folgeerscheinung…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 98 / Paragraph 556 10 Vertiertheit ist im Vergleich zur Schlechtigkeit ein Minus, aber furchtbarer.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 557 59 Zu den auf dem Gefühl und dem Geschmack beruhenden Arten von Lust und Unlust, Begehren und Fliehen, die weiter oben als die Sphäre der Unmäßigkeit und der Mäßigkeit bezeichnet wor…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 558 82 Da aber die verschiedenen Arten der Lust teils notwendig sind teils nicht, und die notwendigen es bis zu einem gewissen Grade sind, während das Übermaß und der Mangel es nicht ist…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 559 39 Jedermann aber hält den für schlimmer, der ohne Begierde oder mit schwacher Begierde Schändliches tut, als den, der es im Zustande heftiger Begierde tut, und den, der ohne Zorn sc…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 560 14 Von den Unterarten dieser Klasse ist die eine mehr weichlich, die andere mehr unenthaltsam.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 561 32 Auch der ausgelassen Lustige ist scheinbar unmäßig; in Wirklichkeit ist er weichlich, da die Lustigkeit als Erholung eine Art der Ausspannung ist und das Zuviel in letzterer eben …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 562 7 Die Unenthaltsamkeit ist teils Übereilung, teils Schwäche.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 563 13 Vorzüglich trifft man die Unenthaltsamkeit aus Übereilung bei den cholerischen und melancholischen Charakteren.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 564 7 Der Unmäßige fühlt, wie gesagt, keine Reue.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 565 29 (1151a) Unter den Unenthaltsamen selbst sind wieder die, die sofort aus dem Lot kommen, besser oder nicht so schlimm als die, die überlegen und an ihrem Entschlüsse nicht festhalt…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566 15 Daß also die Unenthaltsamkeit nicht Schlechtigkeit ist, leuchtet ein, sie möchte es jedoch beziehungsweise sein.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567 45 Mancher wird auch leidenschaftlich wider die rechte Vernunft erregt, den die Leidenschaft zwar so weit beherrscht, daß er nicht nach der rechten Vernunft handelt, aber nicht auch …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 568 16 So sieht man denn hieraus, daß das eine der gute, das andere der schlechte Habitus ist.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 569 58 Ist nun, wie oben in den Aporien gefragt wurde, enthaltsam wer an der wie immer beratenen Vernunft und an jedem wie immer beschaffenen Vorsatz festhält, und hinwieder unenthaltsam…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 570 55 Es gibt auch einige, die an ihrer Meinung festhalten, die man starrköpfisch nennt, weil sie schwer zu überzeugen und nicht leicht umzustimmen sind; sie haben wohl eine gewisse Ähn…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 571 21 Einige gibt es auch, die an ihrer Meinung und Absicht nicht festhalten nicht aus Unenthaltsamkeit, wie Neoptolemus im Philoktet des Sophokles.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 572 36 Da es auch Leute gibt, die weniger für die körperliche Lust empfänglich sind, als sie sollten, und als solche der Vernunft nicht treu bleiben, so steht der Enthaltsame in der Mitt…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 573 24 Da aber die Sprache vieles nach der Ähnlichkeit benennt, so kommt es auch von der Ähnlichkeit, daß man von einer Enthaltsamkeit des Mäßigen spricht.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 574 10 Derselbe Mensch kann ferner nicht zugleich klug und unenthaltsam sein.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 575 19 Der Unenthaltsame ist auch nicht wie einer, der weiß und denkt, sondern wie einer, der schläft oder betrunken ist.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 576 9 »die Stadt beschloß, die auf Gesetze doch nichts gibt.«
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 577 16 der Schlechte aber einer Stadt, die ihre Gesetze zwar in Vollzug bringt, aber schlechte Gesetze hat.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 578 33 In der Unenthaltsamkeit und Enthaltsamkeit liegt ein Hinausgehen über den Habitus der großen Mehrheit: die eine bleibt ihrem Vorsatze mit mehr Entschiedenheit, die andere mit weni…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 579 21 »Lange, glaube mir, Freund, muß dauern die Übung; sie wird dann Sich als die zweite Natur der Menschen am Ende erweisen.«
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 580 21 So wäre denn erklärt, was Enthaltsamkeit und Unenthaltsamkeit, was Abgehärtetheit und Weichlichkeit ist, und wie sich diese Eigenschaften zu einander verhalten.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 581 16 Die Betrachtung über Lust und Unlust aber ist Sache (1152b) dessen, der über die Staatskunst philosophiert.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 582 60 Nun meinen einige Philosophen, keine Lust sei ein Gut, an sich nicht und auch nicht mitfolgend, da Gut und Lust nicht dasselbe sei; andere meinen, gewisse Arten der Lust seien gut…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 583 37 Sie soll überhaupt kein Gut sein, weil jede Lusterregung ein Vorgang ist, durch den etwas in fühlbarer Weise zur Natur wird oder in sie eintritt, kein Werden aber mit den Zwecken …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 584 6 Ferner, der Mäßige fliehe die Lüste.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 585 9 Ferner, der Kluge trachte nach Schmerzlosigkeit, nicht nach Ergötzung.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 586 23 Ferner, die Lustgenüsse behinderten das Denken, und das umsomehr, je intensiver die Lust sei, so beim Geschlechtsgenuß, wobei niemand eines Gedankens fähig sei.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 587 16 Ferner, es gebe kein Kunst der Belustigung, und doch sei jedes Gute ein Werk der Kunst.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 588 9 Und endlich: auch Kinder und Tiere suchten die Lust.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 589 25 Dafür, daß nicht jede Lust gut sei, wird angeführt, daß es auch schändliche, schimpfliche, ja, schädliche Ergötzungen gebe; denn manches Lustbringende habe Krankheiten zur Folge.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 590 25 Dafür endlich, daß die Lust nicht das höchste Gut sei, führt man an, sie sei nicht Ziel und Ende, sondern ein gewisses Werden und Entstehen.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 591 9 Das ist es also etwa, was man gemeinhin vorbringt.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 592 21 Daß sich aber aus diesem mit nichten ergibt, die Lust sei kein Gut oder nicht das höchste Gut, erhellt aus folgendem.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 593 120 Fürs erste, es gibt ein zweifaches Gutes, eines schlechthin und eines beziehungsweise oder für den oder jenen, und hiernach werden sich also die Naturen und die habituellen Bescha…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 594 28 Daß die Lüste schlecht sein sollen, weil manches Lustbringende krank macht, heißt grade so viel, wie wenn manche Kuren darum schlecht sein sollten, weil sie die Kasse angreifen.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 595 42 Daß aber keine Lust ein Werk der Kunst ist, hat seinen guten Grund; denn es gibt auch für sonst keine Tätigkeit eine Kunst, sondern nur für ein Vermögen; immerhin hat scheints die…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 596 31 Für die Einwürfe ferner, daß der Mäßige die Lust fliehe, der Kluge nur nach einem schmerzlosen Leben trachte und Kinder und Tiere der Lust nachgehen, gilt insgesamt eine und diese…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 106 / Paragraph 597 17 (1153b) Es ist aber auch ohne Zweifel zugestanden, daß die Unlust ein Übel und zu fliehen ist.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 106 / Paragraph 598 35 Vielleicht ist es aber auch notwendig, daß, wenn anders es ungehemmte Tätigkeiten eines jeden Habitus gibt, sei nun die ungehemmte Tätigkeit ihrer aller die Glückseligkeit oder di…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 106 / Paragraph 599 26 Auch der Umstand, daß alles, Tier und Mensch, nach der Lust verlangt und strebt, ist ein Zeichen, daß sie in gewissem Sinne das höchste Gut ist.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 106 / Paragraph 600 21 »Nicht kann völlig ersterben die Kunde, welche die Völker Melden von Munde zu Mund.«Hesiod, Werke und Tage, Vers 763 ff.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 106 / Paragraph 601 37 Weil aber nicht dieselbe Natur und derselbe Habitus für alle ohne Unterschied der beste ist oder dafür gehalten wird, so trachten auch nicht alle nach derselben Lust, und doch ist…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 106 / Paragraph 602 21 (1155a) Offenbar könnte auch, wenn Lust und lustbringende Tätigkeit kein Gut wäre, das Leben des Glückseligen nicht mit Lust verbunden sein.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 106 / Paragraph 603 42 In bezug auf die körperlichen Lüste nun aber gilt es acht zu geben, wenn man Wort haben will, daß einige Lüste sehr begehrenswert sind, nämlich die schönen, die sittlich guten, ab…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 107 / Paragraph 604 50 Man muß aber nicht blos die Wahrheit darlegen, sondern auch die Ursache des Irrtums, da das die Glaubhaftigkeit der Behauptungen mehrt; denn wenn man den Grund eingesehen hat, aus…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 107 / Paragraph 605 30 Der erste Grund ist also, daß die körperliche Lust die Unlust vertreibt und man wegen des Übermaßes der Unlust die übermäßige und überhaupt die körperliche Lust als eine Arznei be…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 107 / Paragraph 606 33 Der zweite Grund ist, daß diese Lustgefühle wegen ihrer Stärke oder Heftigkeit von denen erstrebt werden, die sich an anderen Freuden nicht ergötzen können, daher sie sich selbst …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 107 / Paragraph 607 10 Diejenige Lust aber, der keine Unlust gegenübersteht, hat kein Übermaß.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 107 / Paragraph 608 33 Von Enthaltsamkeit und Unenthaltsamkeit also und von Lust und Unlust hätten wir jetzt gehandelt und hätten erklärt, was jedes ihrer ist, und wie das eine darunter ein Gutes, das a…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 109 / Paragraph 609 8 (1155a) Nach diesem kommt die Erörterung der FreundschaftFreundschaft.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 109 / Paragraph 610 7 Ferner ist sie fürs Leben das Notwendigste.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 109 / Paragraph 611 4 »Gehn zwei Männer gesellt .
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 109 / Paragraph 612 25 heißts bei HomerIn der Ilias X, 224 spricht Diomedes: »Zwei auf dem Marsche vereint, da sieht der eine vorm andern, wie den Erfolg man erreicht.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 109 / Paragraph 613 52 Ja, die Natur selbst scheint sie dem Erzeuger gegen das Erzeugte, und umgekehrt, eingepflanzt zu haben, nicht nur unter den Menschen, sondern auch unter den Vögeln und den meisten…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 109 / Paragraph 614 18 Freundschaft ist es auch, die die Staaten erhält und den Gesetzgebern mehr am Herzen liegt als die Gerechtigkeit.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 109 / Paragraph 615 27 Auch bedarf es unter Freunden der Gerechtigkeit nicht, wohl aber unter Gerechten der Freundschaft als einer Ergänzung der Gerechtigkeit, und das höchste Recht wird unter Freunden …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 109 / Paragraph 616 11 Doch nicht blos notwendig ist sie, auch schön, auch sittlich gut.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 110 / Paragraph 617 8 Es bestehen aber nicht wenige Zweifel über sie.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 110 / Paragraph 618 33 Wir werden die physikalische Seite der Sache, als der gegenwärtigen Untersuchung fremd, aus dem Spiele lassen, dagegen das, was den Menschen angeht und mit der Sinnesweise und den…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 110 / Paragraph 619 18 Vielleicht können wir hierüber ins klare kommen, wenn wir zuvor erkannt haben, was das Liebenswerte istDas Liebenswerte, φιλητόν.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 110 / Paragraph 620 8 Es sind also drei Dinge, derentwegen man liebt.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 110 / Paragraph 621 27 Denjenigen aber, der jemanden in dieser Weise das Gute wünscht, nennt man wohlwollend, wenn nicht seitens des anderen dasselbe geschieht; denn erst gegenseitiges Wohlwollen nennt …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 110 / Paragraph 622 14 Oder muß man noch hinzufügen, daß keinem diese Gesinnung des anderen verborgen bleiben dürfe?
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 111 / Paragraph 623 20 Da diese Ursachen der Art nach von einander verschieden sind, so sind es folgerichtig auch die Zuneigungen und die Freundschaften.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 111 / Paragraph 624 51 Die sich also des Nutzens wegen lieben, lieben nicht einer den anderen an sich, sondern insofern, als ihnen von einander Gutes widerfährt, und ebenso ist es mit denen, die sich de…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 111 / Paragraph 625 39 Eine derartige Freundschaft kommt wohl zumeist unter alten Leuten vor, da es solchen nicht um das Lustbringende, sondern um das Vorteilhafte zu tun ist, bei reifen Männern und jun…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 111 / Paragraph 626 27 Die Freundschaft der jungen Leute aber scheint auf der Lust zu beruhen; denn die Jugend wird vom Affekt beherrscht und lebt vorwiegend der Freude und der Gegenwart.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 112 / Paragraph 627 12 Vollkommen aber ist die Freundschaft guter und an Tugend sich ähnlicher Menschen.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 112 / Paragraph 628 15 In solchem Freundschaftsverhältnis ist jeder der beiden Freunde schlechthin gut und gut für den Freund.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 112 / Paragraph 629 20 Daß solche Freundschaft beständig ist, hat seinen guten Grund, da in ihr alles zusammentrifft, was unter Freunden vorhanden sein muß.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 112 / Paragraph 630 15 Naturgemäß sind aber derartige Freundschaften selten, da es Männer der bezeichneten Art nur wenige gibt.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 113 / Paragraph 631 33 Diese Freundschaft also ist hinsichtlich der Zeit und der übrigen Bedingungen vollkommen; in ihr wird jedem seitens des anderen in allweg Dasselbe und das Gleiche zu teil, wie es …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 113 / Paragraph 632 35 Um der Lust und des Nutzens willen können auch schlechte Menschen untereinander und gute mit schlechten und die keins von beiden sind, mit jedwedem Freunde sein, um ihrer selbst w…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 113 / Paragraph 633 116 Da nämlich die Leute sowohl diejenigen, die der Nutzen zusammenführt, Freunde nennen, wie dies auch die Staaten tun, die sich doch wohl in ihren Bündnissen durch den Vorteil besti…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 114 / Paragraph 634 44 (1157b) Da die Freundschaft in diese Arten zerfällt, so werden schlechte Menschen der Lust oder des Nutzens wegen Freunde sein, da sie in dem Streben nach diesen Dingen sich gleic…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 114 / Paragraph 635 17 »Oft schon hat die Freundschaft der Mangel an Umgang gelockert.«Man weiß nicht, woher dieser Vers ist.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 114 / Paragraph 636 12 Auch ältliche Leute und mürrische Gemüter erscheinen als wenig zur Freundschaft geeignet.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 115 / Paragraph 637 14 Im höchsten Sinne Freundschaft ist also die der Tugendhaften, wie schon oft gesagt worden.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 115 / Paragraph 638 16 Das Lieben scheint aber den Charakter eines sinnlichen Gefühls, die Freundschaft den eines Habitus zu haben.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 115 / Paragraph 639 28 (1158a) Unter mürrischen Personen aber und ältlichen Leuten werden Freundschaften um so seltener geschlossen, je launenhafter sie sind, und je weniger ihnen der Umgang mit anderen…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 115 / Paragraph 640 21 Freund im Sinne der vollkommenen Freundschaft kann man nicht mit vielen sein, so wenig man gleichzeitig in viele verliebt sein kann.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 115 / Paragraph 641 53 Von diesen zwei Arten der Freundschaft hat wohl die auf der Lust beruhende mehr von eigentlicher Freundschaft an sich, wenn zwei sich gleiches leisten und man an einander oder an …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 115 / Paragraph 642 23 Hochgestellte scheinen zweierlei Freunde zu brauchen: die einen sind ihnen nützlich, die anderen angenehm; beides aber ist nicht oft in einer Person vereint.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 116 / Paragraph 643 19 (1158b) Die bezeichneten Freundschaften beruhen also auf GleichheitAuch die auf Nutzen oder Lust beruhenden Freundschaften erheischen Gleichheit der Leistungen.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 116 / Paragraph 644 63 Es gibt aber noch eine andere Art von Freundschaft, bei der ein Verhältnis der Überlegenheit besteht, so die Freundschaft des Vaters mit dem Sohne und überhaupt eines Älteren mit …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 117 / Paragraph 645 16 Mit der Gleichheit hat es aber nicht die nämliche Bewandtnis im Recht und in der Freundschaft.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 117 / Paragraph 646 51 Eine genaue Bestimmung, wie weit der Unterschied gehen darf, um noch für eine Freundschaft Raum zu lassen, ist freilich nicht möglich: sie kann sich behaupten, wenn ein Teil auch …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 117 / Paragraph 647 19 In der Regel, scheints, will man aus Ehrgeiz mehr geliebt sein als lieben und ist daher der Schmeichelei zugänglich.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 117 / Paragraph 648 9 Sie liegt aber mehr im Lieben als im Geliebtwerden.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 118 / Paragraph 649 43 Da aber die Freundschaft mehr im Lieben liegt und diejenigen Lob ernten, die ihre Freunde lieben, so erscheint als die Tugend der Freunde das Lieben, daher die, bei denen das nach…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 118 / Paragraph 650 30 Unter Personen von entgegengesetzten Verhältnissen und Eigenschaften scheint besonders die auf dem Nutzen beruhende Freundschaft vorzukommen, wie die Freundschaft zwischen dem Rei…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 119 / Paragraph 651 26 Man darf aber, wie wir schon eingangs bemerkt haben, wohl annehmen, daß die Freundschaft es mit denselben Dingen und Personen zu tun hat wie das Recht.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 119 / Paragraph 652 33 Unter Brüdern und solchen, die sich wie Brüder sind, ist alles, unter anderen sind nur bestimmte Dinge gemeinsam, teils ihrer mehr teils weniger, wie ja auch die Freundschaften te…