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Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 753 19 Ob wir aber wegen der Lust das Leben begehren oder wegen des Lebens die Lust, stehe für jetzt dahin.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 754 11 Daher scheinen auch die Lüste der Art nach verschieden zu sein.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 755 16 Man kann das auch daraus abnehmen, daß jede Lust der Tätigkeit, die sie vollendet, verwandt ist.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 756 26 Noch deutlicher aber sieht man das daraus, daß für die eine Art von Tätigkeit eine Lust hinderlich ist, die aus einer anderen Art von Tätigkeit erwächst.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 757 28 Da aber die verwandte Lust die Tätigkeiten schärft, anhaltender und besser macht, fremde Lustgefühle aber sie schädigen, so kann man sehen, wie sehr sie von einander verschieden s…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 758 38 Da sich die Tätigkeiten durch sittliche Güte und Schlechtigkeit unterscheiden, und die einen begehrenswert, die anderen verwerflich, noch andere keins von beidem sind, so ist es e…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 759 19 Das Gesicht ist von dem Gefühl an Reinheit verschieden, (1176a) wie das Gehör und der Geruch von dem Geschmack.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 760 21 Man kann auch sagen, daß jedes Sinnenwesen, wie eine eigene Verrichtung, so eine eigene Lust hat, nämlich die seiner Tätigkeit entsprechende.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 761 9 Nur beim Menschen tritt hier eine große Mannigfaltigkeit hervor.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 762 22 So leuchtet denn ein, daß man die anerkannt schimpflichen Arten der Lust nicht als Lust gelten lassen darf, außer für verderbte Naturen.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 147 / Paragraph 763 33 Unsere Erörterung über die Tugenden, die Freundschaft und die Lust ist nun zu Ende, und so bleibt noch die Glückseligkeit im Umrisse zu behandeln, die uns Ziel und Ende alles mens…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 147 / Paragraph 764 8 Wir haben gesagt, die Glückseligkeit sei kein Habitus.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 147 / Paragraph 765 53 An sich begehrenswert aber sind die Tätigkeiten, bei denen man nichts weiter sucht als die Tätigkeit selbst Diesen Charakter scheinen einmal die tugendgemäßen Handlungen zu haben,…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 147 / Paragraph 766 13 Die Glückseligkeit besteht mithin nicht in den Vergnügungen, nicht in Spiel und Scherz.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 147 / Paragraph 767 10 Auch scheint das glückselige Leben ein tugendhaftes Leben zu sein.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 768 28 Ist aber die Glückseligkeit eine der Tugend gemäße Tätigkeit, so muß dieselbe natürlich der vorzüglichsten Tugend gemäß sein, und das ist wieder die Tugend des Besten in uns.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 769 12 Daß diese Tätigkeit theoretischer oder betrachtender Art ist, haben wir bereits gesagt.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 770 7 Denn zunächst ist diese Tätigkeit die vornehmste.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 771 5 Sodann ist sie die anhaltendste.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 772 14 Ferner geht die gemeine Meinung dahin, daß die Glückseligkeit mit Lust verpaart sein muß.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 773 12 Auch was man Selbstgenüge nennt, findet sich am meisten bei der Betrachtung.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 774 14 Und, von ihr allein läßt sich behaupten, daß sie ihrer selbst wegen geliebt wird.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 775 12 Und, die Glückseligkeit scheint in der Muße zu bestehenHierzu macht Stahr S.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 776 18 Aber das Leben, in dem sich diese Bedingungen erfüllen, ist höher, als es dem Menschen als Menschen zukommt.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 777 51 Man darf aber nicht jener Mahnung Gehör geben, die uns anweist, unser Streben als Menschen auf Menschliches und als Sterbliche auf Sterbliches zu beschränken, sondern wir sollen, …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 149 / Paragraph 778 13 An zweiter Stelle ist dasjenige Leben glückselig, das der sonstigen Tugend gemäß ist.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 149 / Paragraph 779 10 Denn, die dieser sonstigen Tugend entsprechenden Tätigkeiten sind menschlicher Art.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 149 / Paragraph 780 26 Auch bedarf das Leben nach dem Geiste und die entsprechende Glückseligkeit der äußeren Güter nur wenig oder doch weniger als das Leben gemäß den sittlichen Tugenden.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 149 / Paragraph 781 14 Aber auch aus folgendem mag man sehen, daß die vollkommene Glückseligkeit eine Denktätigkeit ist.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 149 / Paragraph 782 22 Ein Zeichen dessen ist endlich, daß die übrigen Sinnenwesen an der Glückseligkeit keinen Anteil haben, weil sie der gedachten Tätigkeit vollständig ermangeln.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 150 / Paragraph 783 13 Der Glückselige wird aber als Mensch auch in äußeren guten Verhältnissen leben müssen.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 150 / Paragraph 784 25 (1179a) Indessen darf man, wenn man ohne die äußeren Güter nicht glückselig sein kann, darum nicht meinen, daß dazu viele und große Güter erforderlich wären.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 150 / Paragraph 785 14 Auch SolonSolon führte diesen Gedanken in seiner Unterredung mit Krösus, König von Lydien, aus.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 150 / Paragraph 786 28 Wer aber denkend tätig ist und die Vernunft in sich pflegt, mag sich nicht nur der allerbesten Verfassung erfreuen, sondern auch von der Gottheit am meisten geliebt werden.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 787 22 Wir haben also nunmehr hierüber und über die Tugenden, sowie auch über die Freundschaft und die Lust das Nötige im Umrisse beigebracht.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 788 42 Wären nun Reden hinreichend, um vortreffliche Menschen zu bilden, so würden sie nach TheognisTheognis, Vers 432–34: Hätte ein Gott verliehn dies des Asklepios Schaar, Daß sie die …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 789 20 Tugendhaft wird man aber nach einer Meinung von Natur, nach einer anderen durch Gewöhnung und nach einer dritten durch Lehre.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 790 37 Nun ist es aber schwer, von Jugend auf die rechte sittliche Anleitung zu erhalten, wenn man nicht unter entsprechenden Gesetzen erzogen wirdDas Verbum τρέφειν und das Substantiv τ…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 791 44 (1180a) Vielleicht genügt es aber nicht, in der Jugend die rechte Zucht und Sorge zu erfahren, sondern da man auch als Mann die guten Gewohnheiten und Bestrebungen beibehalten muß…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 792 52 Wenn aber nun wie gesagt wer tugendhaft werden soll, gut erzogen und gewöhnt sein und sodann edlen Bestrebungen leben muß und schlechtes weder unfreiwillig noch freiwillig tun dar…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 793 50 Nun hat aber wohl nur im Staate der Lazedämonier und in wenigen anderen der Gesetzgeber für die Erziehung und Lehre der Staatsangehörigen Sorge getragen; in den meisten Staaten da…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 794 20 Denn, die Fürsorge für das gemeine Wesen vollzieht sich bekanntlich durch Gesetze, gute Fürsorge aber durch (1180b) die guten Gesetze.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 795 22 Ferner, die Einzelerziehung ist von der gemeinsamen verschieden, wie dieser Unterschied des Besonderen und des Allgemeinen ja auch in der Heilkunst hervortritt.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 796 31 Haben wir also nach diesem zu untersuchen, wie und woher man sich die Eigenschaften eines Gesetzgebers verschafft, oder lernt man dieselben etwa nach der Analogie auf anderen Gebi…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 797 24 Was aber diejenigen Sophisten betrifft, die sich anheischig machen, die Staatskunst zu lehren, so sind sie offenbar weit davon entfernt, dies wirklich zu leisten.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 798 46 Da also unsere Vorgänger die Theorie der Gesetzgebung unerforscht gelassen haben, so empfiehlt es sich, daß wir selbst die Untersuchung über sie und so denn über die Staatslehre ü…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 799 55 Zuerst wollen wir versuchen, zu bestimmen, was die Älteren hin und wieder Richtiges über unseren Gegenstand gelehrt haben, und sodann, aus der Zusammenstellung der verschiedenen V…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 800 9 So wollen wir denn mit dieser weiteren Darlegung beginnenAr.