Word: frommt

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  1. Endlich darf da von unfreiwillig keine Rede sein, wo man nicht weiß, was einem frommt.
  2. Und durch die Willenswahl bestimmen wir uns, etwas uns eigen zu machen oder ihm aus dem Wege zu gehen oder zu sonst etwas dergleichen, eine Meinung aber haben wir darüber, was etwas ist, und wem es frommt oder wie; dagegen die Tatsache, daß wir uns etwas aneignen oder es meiden, ist selten Objekt unseres Meinens oder Nachdenkens.
  3. Denn sie tut was anderen frommt, sei es dem Herrscher, sei es dem gemeinen Wesen.
  4. Es gibt Wesen, die kein Zuviel davon haben können, und dies sind vielleicht die Götter, und wieder Andere gibt es, unheilbar Schlechte, denen kein Teil davon frommt, sondern alles schadet, und endlich gibt es solche, denen sie innerhalb bestimmter Grenzen nützlich sind.
  5. So ist denn die richtige Auffassung dessen, was der eigenen Person frommt, wohl sicher eine besondere Art (1142a) der Einsicht, aber die Meinungen über sie sind sehr geteilt.
  6. Wenn demnach wohlberaten zu sein ein Merkmal des klugen Mannes ist, so kann man sagen: die Wohlberatenheit ist Richtigkeit in Bezug auf das, was zu einem Zweck frommt, von dem die Klugheit eine wahre Meinung hat.
  7. in dem Satze: allen Menschen frommt trockene Nahrung; in der zweiten in dem Satze: das ist ein Mensch, oder: diese Speise von dieser konkreten Beschaffenheit ist trockenDas Allgemeine als solches ist nie wirklich, wirklich ist nur das Besondere und Einzelne.
  8. Denn der Nutzen ist das Ziel der Gesetzgeber, und als Recht bezeichnet man was dem gemeinen Wesen frommt.
  9. So ausgestattet bedarf er niemandes und sucht, nicht was ihm, sondern was den Untertanen frommt.
  10. Darum dürfte das einzelne sorgfältiger behandelt werden, wenn ihm eine eigene Fürsorge zu teil wird: dann erhält der einzelne eher was ihm frommt.