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Paragraph 767 Nikomachische Ethik / Chapter 147 7 109 Auch scheint das glückselige Leben ein tugendhaftes Leben zu sein. Dieses aber ist ein Leben ernster Arbeit, nicht lustigen Spiels. Das Ernste nennen wir ja besser als das Scherzh…
Paragraph 768 Nikomachische Ethik / Chapter 148 2 79 Ist aber die Glückseligkeit eine der Tugend gemäße Tätigkeit, so muß dieselbe natürlich der vorzüglichsten Tugend gemäß sein, und das ist wieder die Tugend des Besten in uns. Mag …
Paragraph 769 Nikomachische Ethik / Chapter 148 2 28 Daß diese Tätigkeit theoretischer oder betrachtender Art ist, haben wir bereits gesagt. Man sieht aber auch, daß das sowohl mit unseren früheren Ausführungen wie mit der Wahrheit …
Paragraph 770 Nikomachische Ethik / Chapter 148 2 32 Denn zunächst ist diese Tätigkeit die vornehmste. Der Verstand oder die Vernunft ist nämlich das Vornehmste in uns, und die Objekte der Vernunft sind wieder die vornehmsten im gan…
Paragraph 771 Nikomachische Ethik / Chapter 148 2 18 Sodann ist sie die anhaltendste. Anhaltend betrachten oder denken können wir leichter, als irgend etwas Äußerliches anhaltend tun.
Paragraph 772 Nikomachische Ethik / Chapter 148 3 61 Ferner geht die gemeine Meinung dahin, daß die Glückseligkeit mit Lust verpaart sein muß. Nun ist aber unter allen tugendgemäßen Tätigkeiten die der Weisheit zugewandte eingestand…
Paragraph 773 Nikomachische Ethik / Chapter 148 3 103 Auch was man Selbstgenüge nennt, findet sich am meisten bei der Betrachtung. Was zum Leben erforderlich ist, dessen bedarf auch der Weise und der Gerechte und die Inhaber der ande…
Paragraph 774 Nikomachische Ethik / Chapter 148 2 40 Und, von ihr allein läßt sich behaupten, daß sie ihrer selbst wegen geliebt wird. Sie bietet uns ja außer dem Denken und Betrachten sonst nichts; vom praktischen Handeln dagegen h…
Paragraph 775 Nikomachische Ethik / Chapter 148 25 565 Und, die Glückseligkeit scheint in der Muße zu bestehenHierzu macht Stahr S. 379 die folgende treffende Anmerkung: »In der Muße, d. h. in der von keiner Lebensnot verkümmerten Fre…
Paragraph 776 Nikomachische Ethik / Chapter 148 6 153 Aber das Leben, in dem sich diese Bedingungen erfüllen, ist höher, als es dem Menschen als Menschen zukommt. Denn so kann er nicht leben, insofern er Mensch ist, sondern nur insof…
Paragraph 777 Nikomachische Ethik / Chapter 148 8 161 Man darf aber nicht jener Mahnung Gehör geben, die uns anweist, unser Streben als Menschen auf Menschliches und als Sterbliche auf Sterbliches zu beschränken, sondern wir sollen, …
Paragraph 778 Nikomachische Ethik / Chapter 149 1 13 An zweiter Stelle ist dasjenige Leben glückselig, das der sonstigen Tugend gemäß ist.
Paragraph 779 Nikomachische Ethik / Chapter 149 20 296 Denn, die dieser sonstigen Tugend entsprechenden Tätigkeiten sind menschlicher Art. Gerechtigkeit, Mut, und die anderen Tugenden üben wir gegeneinander im geschäftlichen Verkehr, …
Paragraph 780 Nikomachische Ethik / Chapter 149 9 265 Auch bedarf das Leben nach dem Geiste und die entsprechende Glückseligkeit der äußeren Güter nur wenig oder doch weniger als das Leben gemäß den sittlichen Tugenden. Mögen beide d…
Paragraph 781 Nikomachische Ethik / Chapter 149 21 337 Aber auch aus folgendem mag man sehen, daß die vollkommene Glückseligkeit eine Denktätigkeit ist. Von den Göttern glauben wir, daß sie die glücklichsten und seligsten Wesen sind. …
Paragraph 782 Nikomachische Ethik / Chapter 149 4 121 Ein Zeichen dessen ist endlich, daß die übrigen Sinnenwesen an der Glückseligkeit keinen Anteil haben, weil sie der gedachten Tätigkeit vollständig ermangeln. Das Leben der Götter…
Paragraph 783 Nikomachische Ethik / Chapter 150 2 40 Der Glückselige wird aber als Mensch auch in äußeren guten Verhältnissen leben müssen. Denn die Natur genügt sich selbst zum Denken nicht; dazu bedarf es auch der leiblichen Gesun…
Paragraph 784 Nikomachische Ethik / Chapter 150 5 113 (1179a) Indessen darf man, wenn man ohne die äußeren Güter nicht glückselig sein kann, darum nicht meinen, daß dazu viele und große Güter erforderlich wären. Denn daß einer ein vo…
Paragraph 785 Nikomachische Ethik / Chapter 150 12 211 Auch SolonSolon führte diesen Gedanken in seiner Unterredung mit Krösus, König von Lydien, aus. Die bekannte Geschichte steht bei Herodot I, 30. hat die Frage, wer glückselig sei,…
Paragraph 786 Nikomachische Ethik / Chapter 150 17 224 Wer aber denkend tätig ist und die Vernunft in sich pflegt, mag sich nicht nur der allerbesten Verfassung erfreuen, sondern auch von der Gottheit am meisten geliebt werden. Denn w…
Paragraph 787 Nikomachische Ethik / Chapter 151 3 95 Wir haben also nunmehr hierüber und über die Tugenden, sowie auch über die Freundschaft und die Lust das Nötige im Umrisse beigebracht. Sind wir demnach jetzt mit unserem (1179b) …
Paragraph 788 Nikomachische Ethik / Chapter 151 10 224 Wären nun Reden hinreichend, um vortreffliche Menschen zu bilden, so würden sie nach TheognisTheognis, Vers 432–34: Hätte ein Gott verliehn dies des Asklepios Schaar, Daß sie die …
Paragraph 789 Nikomachische Ethik / Chapter 151 8 155 Tugendhaft wird man aber nach einer Meinung von Natur, nach einer anderen durch Gewöhnung und nach einer dritten durch Lehre. Als Naturanlage steht die Tugend offenbar nicht bei u…
Paragraph 790 Nikomachische Ethik / Chapter 151 7 98 Nun ist es aber schwer, von Jugend auf die rechte sittliche Anleitung zu erhalten, wenn man nicht unter entsprechenden Gesetzen erzogen wirdDas Verbum τρέφειν und das Substantiv τ…
Paragraph 791 Nikomachische Ethik / Chapter 151 5 176 (1180a) Vielleicht genügt es aber nicht, in der Jugend die rechte Zucht und Sorge zu erfahren, sondern da man auch als Mann die guten Gewohnheiten und Bestrebungen beibehalten muß…
Paragraph 792 Nikomachische Ethik / Chapter 151 4 130 Wenn aber nun wie gesagt wer tugendhaft werden soll, gut erzogen und gewöhnt sein und sodann edlen Bestrebungen leben muß und schlechtes weder unfreiwillig noch freiwillig tun dar…
Paragraph 793 Nikomachische Ethik / Chapter 151 7 160 Nun hat aber wohl nur im Staate der Lazedämonier und in wenigen anderen der Gesetzgeber für die Erziehung und Lehre der Staatsangehörigen Sorge getragen; in den meisten Staaten da…
Paragraph 794 Nikomachische Ethik / Chapter 151 4 118 Denn, die Fürsorge für das gemeine Wesen vollzieht sich bekanntlich durch Gesetze, gute Fürsorge aber durch (1180b) die guten Gesetze. Ob dieselben aber geschrieben oder ungeschri…
Paragraph 795 Nikomachische Ethik / Chapter 151 11 292 Ferner, die Einzelerziehung ist von der gemeinsamen verschieden, wie dieser Unterschied des Besonderen und des Allgemeinen ja auch in der Heilkunst hervortritt. Dem Fieberkranken …
Paragraph 796 Nikomachische Ethik / Chapter 151 11 275 Haben wir also nach diesem zu untersuchen, wie und woher man sich die Eigenschaften eines Gesetzgebers verschafft, oder lernt man dieselben etwa nach der Analogie auf anderen Gebi…
Paragraph 797 Nikomachische Ethik / Chapter 151 17 383 Was aber diejenigen Sophisten betrifft, die sich anheischig machen, die Staatskunst zu lehren, so sind sie offenbar weit davon entfernt, dies wirklich zu leisten. Sie wissen ja ga…
Paragraph 798 Nikomachische Ethik / Chapter 151 1 46 Da also unsere Vorgänger die Theorie der Gesetzgebung unerforscht gelassen haben, so empfiehlt es sich, daß wir selbst die Untersuchung über sie und so denn über die Staatslehre ü…
Paragraph 799 Nikomachische Ethik / Chapter 151 2 89 Zuerst wollen wir versuchen, zu bestimmen, was die Älteren hin und wieder Richtiges über unseren Gegenstand gelehrt haben, und sodann, aus der Zusammenstellung der verschiedenen V…
Paragraph 800 Nikomachische Ethik / Chapter 151 3 34 So wollen wir denn mit dieser weiteren Darlegung beginnenAr. hat im vorausgehenden Absatz Inhalt und Einteilung seiner Politik angedeutet, mit der die Ethik, wie der Schlußsatz ze…