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Paragraph 667 Nikomachische Ethik / Chapter 122 2 67 In der brüderlichen Freundschaft finden sich alle Eigenschaften der hetärischen, besonders wenn die Brüder gleichmäßig brav und sich auch sonst ähnlich sind. Denn Brüder stehen si…
Paragraph 668 Nikomachische Ethik / Chapter 122 1 8 Analog liegt das Freundschaftsverhältnis unter den sonstigen Verwandten.
Paragraph 669 Nikomachische Ethik / Chapter 122 11 246 Zwischen Mann und Frau scheint von Natur aus ein Verhältnis der Freundschaft oder der Liebe zu bestehen. Denn der Mensch ist von Natur noch mehr zur ehelichen als zur bürgerlichen…
Paragraph 670 Nikomachische Ethik / Chapter 123 1 92 Da es, wie im Eingang gesagt worden, drei Arten der Freundschaft gibt, und in jeder die Freunde einander entweder gleich oder überlegen sind – denn es können ebensowohl gleich Gut…
Paragraph 671 Nikomachische Ethik / Chapter 123 10 230 Daß aber Klagen und Vorwürfe entweder ausschließlich oder doch vorwiegend in der Interessenfreundschaft vorkommen, ist leicht verständlich. Diejenigen, die ihre Tugend zu Freunden…
Paragraph 672 Nikomachische Ethik / Chapter 123 7 241 Man darf aber annehmen, daß, wie es ein doppeltes Recht gibt, ein ungeschriebenes und ein gesetzliches, so auch die Interessenfreundschaft teils ethischer teils legaler Natur ist.…
Paragraph 673 Nikomachische Ethik / Chapter 123 5 158 Wer also kann, muß nach dem Werte des Empfangenen vergelten, und zwar freiwillig, weil man niemanden zumuten darf, einem wider Willen Freund und Wohltäter zu sein. Man tue also li…
Paragraph 674 Nikomachische Ethik / Chapter 123 6 161 Hier entsteht der Zweifel, ob man die Gegenleistung nach dem Nutzen, den die Leistung für den Empfänger hatte, bemessen und einrichten soll, oder nach dem Werte, den die Leistung …
Paragraph 675 Nikomachische Ethik / Chapter 123 2 31 Bei Freundschaften, die auf der Tugend beruhen, gibt es keine Klagen und gilt als Maßstab die Absicht des Gebers. Denn bei der Tugend und Sittlichkeit liegt das Entscheidende in d…
Paragraph 676 Nikomachische Ethik / Chapter 124 7 162 Zu Differenzen kommt es auch in den auf Überlegenheit beruhenden Freundschaften. Jeder verlangt da, mehr zu bekommen, und wenn das geschieht, löst sich die Freundschaft auf. Der B…
Paragraph 677 Nikomachische Ethik / Chapter 124 12 263 (1163b) Hier kann man nun den Anspruch beider Teile für begründet ansehen und sagen, daß jeder auf Grund des Freundschaftsverhältnisses dem anderen mehr leisten muß; aber der Gege…
Paragraph 678 Nikomachische Ethik / Chapter 124 7 159 Darum muß es auch als unstatthaft gelten, daß ein Sohn sich von seinem Vater lossagt, wohl aber darf ein Vater sich von seinem Sohne lossagen. Denn wer schuldet, muß bezahlen, der…
Paragraph 679 Nikomachische Ethik / Chapter 124 1 5 So viel über diese Dinge.
Paragraph 680 Nikomachische Ethik / Chapter 127 18 355 In allen ungleichartigen Freundschaften stellt wie gesagt das Verhältnißmäßige den Ausgleich her und erhält die Freundschaft; so empfängt auch im bürgerlichen Verkehr der Schuster…
Paragraph 681 Nikomachische Ethik / Chapter 127 8 195 Indessen kommt es auch zu Zerwürfnissen, wenn einem der Freunde statt dessen, was er begehrt, etwas anderes zuteil wird. Denn erlangt er nicht was er wünscht, so ist es, wie wenn …
Paragraph 682 Nikomachische Ethik / Chapter 127 14 241 Wer von beiden hat aber den Lohn festzusetzen, derjenige, der zuerst gibt, oder derjenige, der zuerst empfängt? Wer zuerst gibt, scheint damit gewiß die Vergütung dem anderen anhe…
Paragraph 683 Nikomachische Ethik / Chapter 127 15 356 Wo aber keine Verständigung über die Dienstleistung stattfindet, da kommt es, wie schon bemerkt worden ist, in dem Falle, daß der eine Teil dem anderen in ganz uneigennütziger Abs…
Paragraph 684 Nikomachische Ethik / Chapter 128 7 235 Schwierig sind auch Fragen wie die folgenden, ob man seinem Vater alles gewähren und ihm in allem folgen müsse, oder ob man in Krankheitsfällen dem Arzte folgen und bei der Wahl e…
Paragraph 685 Nikomachische Ethik / Chapter 128 5 183 Wie gesagt nun, im allgemeinen gilt die Regel, daß man vor allem seine Schuld bezahlen muß; wenn aber in einem freiwilligen Dienste das sittlich Schöne oder die Notwendigkeit über…
Paragraph 686 Nikomachische Ethik / Chapter 128 12 296 Daß man nun nicht allen dasselbe schuldet, und auch seinem Vater nicht alles hinzugeben braucht, wie man ja auch dem Zeus nicht alles opfert, unterliegt keinem Zweifel. Da vielmeh…
Paragraph 687 Nikomachische Ethik / Chapter 129 10 233 Man kann auch zweifeln, ob man die Beziehungen zu (1165b) solchen Freunden, die nicht die Alten bleiben, abbrechen darf und soll, oder nicht. Es scheint jedoch der Abbruch der auf…
Paragraph 688 Nikomachische Ethik / Chapter 129 13 222 Wenn man aber jemanden als einem ehrenhaften Charakter seine Freundschaft geschenkt hat, und derselbe dann schlecht wird und sich auch als schlecht zeigt, muß man ihm da die Freun…
Paragraph 689 Nikomachische Ethik / Chapter 129 7 129 Wenn aber der eine Freund der alte bliebe, der andere aber tugendhafter würde und hierin den ersten um vieles überträfe, könnte er ihn da noch fort und fort als seinen Freund beha…
Paragraph 690 Nikomachische Ethik / Chapter 129 7 114 Muß man sich nun in diesem Falle zu dem ehemaligen Freunde etwa gar nicht anders stellen, als wenn er niemals unser Freund gewesen wäre? Gewiß nicht! Einer alten Vertrautheit darf…
Paragraph 691 Nikomachische Ethik / Chapter 131 1 35 Die Art, wie man die Liebe zu den Freunden betätigt, (1166a) und die Merkmale, durch die man den Begriff der Freundschaft bestimmt, scheinen aus dem Verhalten hervorgegangen zu se…
Paragraph 692 Nikomachische Ethik / Chapter 131 3 104 Man bezeichnet als Freund denjenigen, der uns das Gute, oder was so erscheint, um unseretwillen wünscht und tut, oder denjenigen, der uns Sein und Leben um unseretwillen wünscht, …
Paragraph 693 Nikomachische Ethik / Chapter 131 21 419 Alles dieses findet sich nun aber bei dem Tugendhaften im Verhältnis zu sich selbst und in dem gleichen Verhältnisse auch bei den anderen, so weit sie glauben, es zu sein. Denn di…
Paragraph 694 Nikomachische Ethik / Chapter 131 16 347 Die angegebenen Dinge finden sich scheinbar auch bei der großen Menge, mag sie auch schlecht sein. Hat man nun wirklich teil an ihnen, insofern als man an sich selbst Gefallen fin…
Paragraph 695 Nikomachische Ethik / Chapter 132 12 228 Das WohlwollenFreundschaft ist auch Wohlwollen, Wohlwollen aber noch nicht Freundschaft. hat mit der Freundschaft Ähnlichkeit, ohne doch Freundschaft zu sein. Wohlwollen hat man a…
Paragraph 696 Nikomachische Ethik / Chapter 132 6 131 Daher könnte man das Wohlwollen metaphorisch eine untätige Freundschaft nennen, die aber, wenn sie länger dauert und zur Vertrautheit wird, in wirkliche Freundschaft übergeht, ein…
Paragraph 697 Nikomachische Ethik / Chapter 133 20 318 Auch die Eintracht scheint eine Art von Freundschaft zu sein, daher sie nicht mit Gleichheit der Ansichten verwechselt werden darf. Denn diese findet sich auch da, wo man sich gar…
Paragraph 698 Nikomachische Ethik / Chapter 133 9 177 Man kann wohl sagen, daß die Eintracht Freundschaft unter Mitbürgern ist, und so nennt man sie auch. Denn sie bezieht sich auf die Interessen und auf die Erfordernisse des Lebens.…
Paragraph 699 Nikomachische Ethik / Chapter 134 7 159 Der Geber einer Wohltat scheint für den Empfänger derselben mehr Freundschaft und Liebe zu hegen als der Empfänger für den Geber, und man fragt nach dem Grunde dieser paradoxen Er…
Paragraph 700 Nikomachische Ethik / Chapter 134 10 226 Aber der Grund der Sache dürfte natürlicher sein und mit der Erklärung, die man von dem Gläubiger und seinem Schuldner hernimmt, nichts zu tun haben. Denn was der Gläubiger gegen …
Paragraph 701 Nikomachische Ethik / Chapter 134 7 145 Zugleich ist es für jemanden, der sich um einen anderen verdient gemacht hat, schön und ehrenvoll, das getan zu haben, und darum hat er seine Freude an dem Gegenstande der das Gef…
Paragraph 702 Nikomachische Ethik / Chapter 134 2 28 Ferner gleicht das Lieben dem Tun, das Geliebtwerden aber dem Leiden. Daher kommt denen, die sich im Tun überlegen zeigen, das Lieben und der Erweis der Liebe zu.
Paragraph 703 Nikomachische Ethik / Chapter 134 9 118 Endlich liebt jeder das mühsam Erlangte mehr, wie das Geld dem teurer ist, der es erworben, als dem, der es ererbt hat. Nun scheint aber das Erweisen von Wohltaten mühevoll, das E…
Paragraph 704 Nikomachische Ethik / Chapter 136 23 366 Man kann auch darüber im Zweifel sein, ob man sich selbst am meisten lieben soll oder einen anderenDie Ansicht des Aristoteles, daß man sich selbst mehr als andere lieben soll, wi…
Paragraph 705 Nikomachische Ethik / Chapter 136 19 498 Man mag mit Fug zweifeln, welcher von beiden Ansichten man folgen soll, da jede Gründe für sich hat. – Vielleicht daß man bei diesen und ähnlichen Raisonnements unterscheiden und …
Paragraph 706 Nikomachische Ethik / Chapter 136 5 158 Diejenigen nun, die bemüht sind, sich in edeln Taten auszuzeichnen, finden Billigung und Lob bei jedermann. Würden aber alle um die Wette nach Sittlichkeit streben und bemüht sein…
Paragraph 707 Nikomachische Ethik / Chapter 136 10 269 Aber von dem braven Manne ist es auch wahr, daß er für seine Freunde und sein Vaterland vieles tut, und, wenn es sein muß, selbst dafür stirbt. Er wird Vermögen und Würden und all…
Paragraph 708 Nikomachische Ethik / Chapter 137 5 63 Man zweifelt auch, ob der Glückliche Freunde bedarf oder nicht. Man sagt, wer glücklich sei und sich selbst genüge, brauche keine Freunde, da er alle Güter schon besitze. Indem er…
Paragraph 709 Nikomachische Ethik / Chapter 137 1 10 »Wer braucht wohl Freunde, wenn der Himmel hold ihm ist?« –
Paragraph 710 Nikomachische Ethik / Chapter 137 7 185 Aber es sieht wie eine Ungereimtheit aus, dem Glücklichen alle Güter zuzuteilen und ihm keine Freunde zu geben, die doch als das größte aller äußeren Güter erscheinen. Und wenn es…
Paragraph 711 Nikomachische Ethik / Chapter 137 6 94 Was ist nun an jener ersten Meinung stichhaltiges, und inwiefern ist sie richtig? Sie ist es wohl insofern, als die Menge diejenigen als Freund betrachtet, die einem Vorteil bring…
Paragraph 712 Nikomachische Ethik / Chapter 137 24 339 Indessen möchte dieses doch nicht richtig sein. Wir haben eingangs erklärt, daß die Glückseligkeit eine Tätigkeit ist. Die Tätigkeit ist aber offenbar ein Geschehen, ein Vorgang; …
Paragraph 713 Nikomachische Ethik / Chapter 137 13 521 Betrachtet man die Sache mehr vom naturphilosophischen Standpunkt, so erscheint ein tugendhafter Freund für einen Tugendhaften als von Natur begehrenswert. Wir haben gesagt, daß d…
Paragraph 714 Nikomachische Ethik / Chapter 138 10 201 Soll man sich also möglichst viele FreundeHier beginnt die Erörterung derjenigen Zweifel über die Freundschaft, die nicht mehr den Liebenden sondern den Geliebten betreffen. mache…
Paragraph 715 Nikomachische Ethik / Chapter 138 5 139 Was aber die Tugendhaften betrifft, so kann man wirklich im Zweifel sein, ob man sich deren eine möglichst große Menge zu Freunden machen soll, oder ob es auch für die Zahl der Fr…
Paragraph 716 Nikomachische Ethik / Chapter 138 1 22 Ferner müßten die vielen Freunde wieder unter einander Freunde sein, wenn alle mit einander leben sollen, was sich schwerlich bei vielen findet.
Paragraph 717 Nikomachische Ethik / Chapter 138 1 32 Endlich ist es schwer, mit vielen Freud und Leid persönlich zu teilen; denn es könnte sich leicht gleichzeitig treffen, daß man mit dem einen froh und mit dem anderen traurig sein…
Paragraph 718 Nikomachische Ethik / Chapter 138 4 77 Es dürfte sich also empfehlen, daß man nicht darauf aus ist, möglichst viele Freunde zu erwerben, sondern nur so viele, als zum gemeinsamen Leben genügen. Es ist ja auch allem Ans…
Paragraph 719 Nikomachische Ethik / Chapter 138 5 129 So scheint es sich denn auch im wirklichen Leben zu verhalten. Freunde im Sinne jener hetäristischen Freundschaft, die gleichsam ein Bund fürs Leben ist, kommen nicht viele vor, u…
Paragraph 720 Nikomachische Ethik / Chapter 139 3 40 Bedarf man aber der Freunde mehr im Glück oder im Unglück? – In beiden Lagen werden sie gesucht, da die Unglücklichen Hilfe brauchen und die Glücklichen Gesellschafter und solche,…
Paragraph 721 Nikomachische Ethik / Chapter 139 17 425 Notwendiger also ist der Besitz von Freunden im Unglück, weil man da die nützlichen Freunde braucht, sittlich schöner aber im Glück, weil man da nach trefflichen Menschen sucht, d…
Paragraph 722 Nikomachische Ethik / Chapter 139 1 52 Deshalb scheint sich die Regel zu empfehlen, daß man die Freunde zur Teilnahme an seinem Glücke bereitwillig und ungesäumt herbeirufe, da es sittlich schön ist, wohltätig zu sein,…
Paragraph 723 Nikomachische Ethik / Chapter 139 1 8 »Genug, daß ich unglücklich bin.«Vielleicht aus Euripides.
Paragraph 724 Nikomachische Ethik / Chapter 139 5 139 Am ersten noch darf man sie in solchen Fällen in Anspruch nehmen, wo sie uns mit geringer Mühe einen großen Dienst erweisen können. Dagegen dürfte es schicklich sein, ungerufen un…
Paragraph 725 Nikomachische Ethik / Chapter 139 1 11 Die Gegenwart der Freunde erscheint also in allen Lebenslagen als begehrenswert.
Paragraph 726 Nikomachische Ethik / Chapter 140 1 38 Ist nun nicht, wie verliebten Personen der gegenseitige Anblick am liebsten ist und sie diese Wahrnehmung jeder anderen vorziehen, sofern die sinnliche Liebe wesentlich durch sie …
Paragraph 727 Nikomachische Ethik / Chapter 140 1 5 Freundschaft ist ja doch Gemeinschaft.
Paragraph 728 Nikomachische Ethik / Chapter 140 3 54 Auch verhält man sich, wie zu sich selbst, so zum Freunde. Nun ist uns bezüglich unser selbst die Wahrnehmung des Daseins angenehm, mithin auch in bezug auf den Freund. Die Tätigk…
Paragraph 729 Nikomachische Ethik / Chapter 140 3 84 Endlich will jeder was immer ihm als eigentliches Sein oder als des Lebens Endzweck gilt, in Gemeinschaft mit den Freunden treiben. Daher die einen mit dem Freunde trinken, die an…
Paragraph 730 Nikomachische Ethik / Chapter 140 5 83 Daher wird die Freundschaft unter Schlechten eine Gemeinschaft im Bösen. Leichtlebig wie sie sind, nimmt der eine das Schlechte von dem anderen an, und so werden sie beide gleich …
Paragraph 731 Nikomachische Ethik / Chapter 140 4 10 »Edeles lernst du von Edeln.«Vgl. Kap. 9, Anm. 262.
Paragraph 732 Nikomachische Ethik / Chapter 140 2 16 Soviel sei denn von der Freundschaft gesagt. Hieran mag sich die Erörterung von der Lust anschließen.
Paragraph 733 Nikomachische Ethik / Chapter 142 26 211 Hiernach ist die Erörterung der LustVgl. VII, Kap. 1, Anm. 190 u. VII, Kap. 12, Anm. 216. – Man kann dieses zehnte Buch sachgemäß in drei Teile teilen: 1. Teil, von der Lust als v…
Paragraph 734 Nikomachische Ethik / Chapter 142 1 75 Die einen nämlich setzen die Lust dem höchsten Gute gleich, die anderen behaupten umgekehrt, sie sei ganz und gar schlecht, mögen sie das nun wirklich glauben, oder mögen sie es i…
Paragraph 735 Nikomachische Ethik / Chapter 142 7 136 Indessen dürfte dieses schwerlich das Richtige sein. Wo Gefühle und Handlungen ins Spiel kommen, haben Worte weniger Überzeugungskraft als Werke. Wenn sie nun mit dem, was die Leu…
Paragraph 736 Nikomachische Ethik / Chapter 142 2 13 Doch genug darüber. Kommen wir jetzt zu den verschiedenen Ansichten über die Lust.
Paragraph 737 Nikomachische Ethik / Chapter 143 20 311 EudoxusEudoxus von Knidus, Astronom, Arzt und Philosoph. Vgl. oben I, 12, vorletzter Absatz und I, 1, erster Absatz u. Anm. 4. Er war ein Zeitgenosse Platos. Die Art, wie in diese…
Paragraph 738 Nikomachische Ethik / Chapter 143 16 217 Aber dieses letzte Argument möchte doch wohl lediglich dartun, daß die Lust ein Gut neben anderen ist, nicht mehr als sonst eines. Jedes Gut ist in Verbindung mit einem anderen be…
Paragraph 739 Nikomachische Ethik / Chapter 143 14 264 Die aber den Satz, gut sei wonach alles strebt, beanstanden wollen, dürften damit leicht eine Meinung zu vertreten scheinen, mit der sich kein gesunder Sinn verbinden läßt. (1173a…
Paragraph 740 Nikomachische Ethik / Chapter 143 12 101 Auch wenn die Lust kein Qualitatives ist, folgt daraus nicht, daß sie kein Gut ist. Auch die tugendgemäßen Tätigkeiten und die Glückseligkeit sind ja keine QualitätenDas Gute sche…
Paragraph 741 Nikomachische Ethik / Chapter 143 28 432 Man sagt ferner, das Gute sei bestimmt, die Lust aber sei unbestimmt, weil sie ein Mehr und Minder zuläßt. Aber wenn man auf Grund des Fühlens der Lust so urteilt, so wird ein gle…
Paragraph 742 Nikomachische Ethik / Chapter 143 23 391 Weiterhin sagt man, das Gute sei vollendet, die Bewegung und das Werden aber unvollendet, und sucht zu zeigen, daß die Lust Bewegung und Werden ist. – Aber schon das scheint verfe…
Paragraph 743 Nikomachische Ethik / Chapter 143 10 259 Wenn man sich endlich auf die schimpflichen Lüste beruft, so kann man antworten, daß sie keine Lust sind. Sind sie für Menschen von schlechter sittlichen Verfassung eine Lust, so …
Paragraph 744 Nikomachische Ethik / Chapter 143 6 155 Auch der Freund im Unterschied von dem Schmeichler scheint einen Beweis dafür zu liefern, daß die Lust nichts gutes ist oder es ihrer verschiedene Arten gibt. Der Verkehr des Freu…
Paragraph 745 Nikomachische Ethik / Chapter 143 1 37 So könnte es also erwiesen scheinen, daß die Lust weder ein Gut, noch jede Lust begehrenswert ist, und daß einige Lüste an sich begehrenswert sind, die sich von den anderen der Ar…
Paragraph 746 Nikomachische Ethik / Chapter 143 1 11 Dies möge bezüglich der über Lust und Unlust bestehenden Meinungen genügen.
Paragraph 747 Nikomachische Ethik / Chapter 144 21 430 Was sie wirklich ist oder wie sie ist, mag deutlicher werden, wenn wir die Frage wieder von vorne aufnehmen. Der Akt des Sehens scheint in jedem Zeitmoment vollendet zu sein, sofe…
Paragraph 748 Nikomachische Ethik / Chapter 144 6 97 Das Gleiche erhellt daraus, daß eine Bewegung, die in keiner Zeit geschähe, nicht möglich ist, wohl aber ein Lustgefühl. Denn das Gefühl, das man in einem Moment hat, ist ein Ganz…
Paragraph 749 Nikomachische Ethik / Chapter 145 10 293 Da jeder Sinn sich mit bezug auf sein Objekt betätigtαισθήσεως πάσης πρὸς τὸ αισθητὸν ενεργούσης heißt nicht, wie eine lateinische Übersetzung hat: quum omnis sensus agat in su…
Paragraph 750 Nikomachische Ethik / Chapter 145 7 153 Daß aber jeder Sinn seine Lust hat, ist klar. Wir nennen ja Gesichts- und Gehörswahrnehmungen lustbringend. Klar ist auch, daß die Lust am größten ist, wenn der Sinn die beste Ver…
Paragraph 751 Nikomachische Ethik / Chapter 145 8 96 Wie kommt es nun, daß niemand beständig Lust empfindet? Nicht etwa von der Ermüdung? Kein menschliches Vermögen kann ja beständig tätig sein, und so bleibt denn auch die Lust, als…
Paragraph 752 Nikomachische Ethik / Chapter 145 4 91 Man kann wohl sagen, wo alles zu leben begehre, verlange auch alles nach der Lust. Das Leben ist nämlich eine Tätigkeit, und jeder ist in dem und durch das tätig, was er am meiste…
Paragraph 753 Nikomachische Ethik / Chapter 146 2 46 Ob wir aber wegen der Lust das Leben begehren oder wegen des Lebens die Lust, stehe für jetzt dahin. Denn diese beiden Dinge scheinen zusammengepaart zu sein und keine Trennung zu…
Paragraph 754 Nikomachische Ethik / Chapter 146 5 99 Daher scheinen auch die Lüste der Art nach verschieden zu sein. Denn was selbst spezifisch verschieden ist, das, nehmen wir an, erhält auch durch spezifisch Verschiedenes seine Vo…
Paragraph 755 Nikomachische Ethik / Chapter 146 7 105 Man kann das auch daraus abnehmen, daß jede Lust der Tätigkeit, die sie vollendet, verwandt ist. Denn die Tätigkeit wird durch die ihr verwandte Lust gesteigert. Die mit Lust täti…
Paragraph 756 Nikomachische Ethik / Chapter 146 5 152 Noch deutlicher aber sieht man das daraus, daß für die eine Art von Tätigkeit eine Lust hinderlich ist, die aus einer anderen Art von Tätigkeit erwächst. Die Freunde des Flötenspi…
Paragraph 757 Nikomachische Ethik / Chapter 146 7 135 Da aber die verwandte Lust die Tätigkeiten schärft, anhaltender und besser macht, fremde Lustgefühle aber sie schädigen, so kann man sehen, wie sehr sie von einander verschieden s…
Paragraph 758 Nikomachische Ethik / Chapter 146 7 166 Da sich die Tätigkeiten durch sittliche Güte und Schlechtigkeit unterscheiden, und die einen begehrenswert, die anderen verwerflich, noch andere keins von beidem sind, so ist es e…
Paragraph 759 Nikomachische Ethik / Chapter 146 12 213 Das Gesicht ist von dem Gefühl an Reinheit verschieden, (1176a) wie das Gehör und der Geruch von dem Geschmack. So sind es denn ebenso die Lustempfindungen, sowohl von denen der S…
Paragraph 760 Nikomachische Ethik / Chapter 146 7 105 Man kann auch sagen, daß jedes Sinnenwesen, wie eine eigene Verrichtung, so eine eigene Lust hat, nämlich die seiner Tätigkeit entsprechende. Man sieht das auch, wenn man die einz…
Paragraph 761 Nikomachische Ethik / Chapter 146 7 161 Nur beim Menschen tritt hier eine große Mannigfaltigkeit hervor. Ein und dasselbe kann den einen ergötzen und den anderen schmerzen, bei dem einen Unlust und Haß, bei dem anderen …
Paragraph 762 Nikomachische Ethik / Chapter 146 17 256 So leuchtet denn ein, daß man die anerkannt schimpflichen Arten der Lust nicht als Lust gelten lassen darf, außer für verderbte Naturen. Dagegen erhebt sich nun bezüglich der als …
Paragraph 763 Nikomachische Ethik / Chapter 147 2 48 Unsere Erörterung über die Tugenden, die Freundschaft und die Lust ist nun zu Ende, und so bleibt noch die Glückseligkeit im Umrisse zu behandeln, die uns Ziel und Ende alles mens…
Paragraph 764 Nikomachische Ethik / Chapter 147 4 115 Wir haben gesagt, die Glückseligkeit sei kein Habitus. Sonst könnte ja auch derjenige sie besitzen, der sein Leben lang schläft und so ein bloß vegetatives Dasein führt, oder auch…
Paragraph 765 Nikomachische Ethik / Chapter 147 14 290 An sich begehrenswert aber sind die Tätigkeiten, bei denen man nichts weiter sucht als die Tätigkeit selbst Diesen Charakter scheinen einmal die tugendgemäßen Handlungen zu haben,…
Paragraph 766 Nikomachische Ethik / Chapter 147 7 129 Die Glückseligkeit besteht mithin nicht in den Vergnügungen, nicht in Spiel und Scherz. Es wäre ja ungereimt, wenn unsere Endbestimmung Spiel und Scherz wäre, und wenn die Mühe un…