|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 10 / Paragraph 53
|
19 |
Jedoch mit der Erklärung, die Glückseligkeit sei das höchste Gut, ist vielleicht nichts weiter gesagt, als was jederman zugibt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 10 / Paragraph 54
|
13 |
Dies dürfte uns gelingen, wenn wir die eigentümlich menschliche Tätigkeit ins Auge fassen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 10 / Paragraph 55
|
42 |
Wenn aber das eigentümliche Werk und die eigentümliche Verrichtung des Menschen in vernünftiger oder der Vernunft nicht entbehrender Tätigkeit der Seele besteht, und wenn uns die … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 11 / Paragraph 56
|
10 |
Dies möge als Umriß der Darstellung des höchsten Gutes gelten. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 11 / Paragraph 57
|
12 |
Man denke auch an die schon obenIm Proömium, siehe Kapitel 1 Anm. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 11 / Paragraph 58
|
26 |
(1098b) Man darf auch nicht unterschiedslos überall nach der Ursache fragenWollte man von jedem, auch der Ursache, die Ursache wissen, so nähme das Fragen kein Ende. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 12 / Paragraph 59
|
25 |
Wir müssen dasselbe jedoch nicht nur auf grund der Schlußfolgerung und der begrifflichen Voraussetzungen zu ermitteln suchen, sondern ebenso auf grund der darüber herrschenden Ans… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 12 / Paragraph 60
|
15 |
Man unterscheidet drei Arten von Gütern: äußere Güter, Güter der Seele und Güter des Leibes. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 12 / Paragraph 61
|
15 |
Auch darum erscheint sie als richtig, weil sie als Endziel gewisse Akte und Tätigkeiten aufstellt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 12 / Paragraph 62
|
18 |
Ebenso stimmt es zu ihr, daß man von dem Glücklichen sagt, er lebe gut und gehabe sich gut. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 13 / Paragraph 63
|
21 |
Auch alle Erfordernisse zur Glückseligkeit, die man von den verschiedenen Seiten geltend gemacht hat, scheinen sich in unserer Bestimmung zu finden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 13 / Paragraph 64
|
18 |
Mit denen also, die die Glückseligkeit in die Tugend oder auch in eine Tugend setzen, stimmen wir überein. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 13 / Paragraph 65
|
9 |
Auch ist ihr Leben an und für sich genußvoll. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 13 / Paragraph 66
|
18 |
Schönstes ist was Gerechtestes ist, das Beste Gesundsein, Aber das Süsseste ist, wenn man erlangt was man liebt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 13 / Paragraph 67
|
9 |
Denn dieses alles kommt den besten Tätigkeiten zugleich zu. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 13 / Paragraph 68
|
26 |
Indessen bedarf dieselbe wie gesagt auch wohl der äußeren Güter, da es unmöglich oder schwer ist, das Gute und Schöne ohne Hilfsmittel zur Ausführung zu bringen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 14 / Paragraph 69
|
23 |
DaherWeil die Ursache der Glückseligkeit anders bestimmt werden muß, je nachdem man diese selbst in die Tugend oder in das äußere Wohlergehen setzt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 14 / Paragraph 70
|
36 |
Man kann nun annehmen, daß wenn irgend etwas ein Geschenk der Götter an die Menschen ist, dann die Glückseligkeit von Gott kommt, und zwar um so mehr, als sie von den menschlichen… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 14 / Paragraph 71
|
27 |
Indessen gehört das wohl mehr zu einer anderen UntersuchungJe höher ein Ziel ist, desto höher muß die Ursache sein, durch die man zu diesem Ziele geführt wird. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 14 / Paragraph 72
|
19 |
Dasselbe geht aber auch aus unserer Begriffsbestimmung hervor, nach der die Glückseligkeit eine gewisse tugendgemäße Tätigkeit der Seele ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 14 / Paragraph 73
|
16 |
Daher nennen wir billigerweise weder einen Ochsen noch (1100a) ein Pferd noch sonst ein Tier glückselig. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 15 / Paragraph 74
|
22 |
Sollen wir nun auch sonst keinen Menschen glücklich nennen, so lange er lebt, sondern nach dem Ausspruche des Solon sein Ende abwarten? |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 15 / Paragraph 75
|
8 |
Kommen wir indessen auf das erste Bedenken zurück. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 15 / Paragraph 76
|
85 |
Soll man wirklich das Ende abwarten müssen und dann erst einen Menschen glücklich preisen dürfen, nicht als wäre er es dann, sondern weil er es vorher war, wie wäre es da nicht un… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 15 / Paragraph 77
|
11 |
Übrigens erhält unsere Definition auch durch dieses Bedenken eine erneute Bestätigung. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 15 / Paragraph 78
|
87 |
Da aber vieles von der Laune des Glücks abhängt, Großes und Kleines, so leuchtet ein, daß die kleinen Glücks- wie Unglücksfälle für das Leben keinen Ausschlag geben; große und vie… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 15 / Paragraph 79
|
34 |
Wenn aber wirklich, wie wir das vorhin ausgesprochen haben, die Tätigkeiten es sind, die über das Leben entscheiden, so kann keiner, der glückselig ist, unglückselig werden, da er… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 15 / Paragraph 80
|
36 |
Was hindert uns demnach als glückselig zu bezeichnen denjenigen, der gemäß vollendeter Tugend tätig und dabei mit den äußeren Gütern wohl ausgestattet ist, und das nicht blos eine… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 15 / Paragraph 81
|
5 |
Hierüber sei denn soviel festgestellt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 15 / Paragraph 82
|
96 |
Da also, wie von den eigenen Unglücksfällen nur ein Teil von Belang und Gewicht ist, andere aber unbedeutender erscheinen, es sich grade so mit den Schicksalen aller Freunde verhä… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 16 / Paragraph 83
|
24 |
Nachdem wir dies festgestellt haben, wollen wir zusehen, ob die Glückseligkeit zu den des Lobes oder vielmehr zu den der Ehre würdigen Dingen gehört. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 16 / Paragraph 84
|
21 |
Jedes Lobenswerte scheint darum gelobt zu werden, weil es eine bestimmte Qualität hat und sich zu etwas in bestimmter Weise verhält. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 16 / Paragraph 85
|
49 |
Auch Eudoxus scheint über die Güter sehr richtig zu urteilen, wenn er der Lust den höchsten Preis zuerkennt; denn daß sie, obwohl zu den Gütern gehörig, nicht gelobt werde, das se… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 16 / Paragraph 86
|
13 |
Doch dieses genauer zu bestimmen, gehört wohl eher in die Theorie der Lobreden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 17 / Paragraph 87
|
34 |
Da aber die Glückseligkeit eine der vollendeten Tugend gemäße Tätigkeit der Seele ist, so haben wir die Tugend zum Gegenstande unserer Untersuchung zu machen, da wir dann auch die… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 17 / Paragraph 88
|
26 |
Unter menschlicher Tugend verstehen wir aber nicht Tüchtigkeit des Leibes, sondern solche der Seele, wie wir ja auch unter der Glückseligkeit eine Tätigkeit der Seele verstehen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 17 / Paragraph 89
|
9 |
Einiges aus der Seelenlehre ist nun in den exoterischenVgl. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 17 / Paragraph 90
|
20 |
Doch genug hiervon und lassen wir das vegetative Vermögen, da es von Natur an der menschlichen Tugend keinen Teil hat. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 17 / Paragraph 91
|
44 |
Es erweist sich also auch das unvernünftige Vermögen als zweifach: das pflanzliche hat gar nichts mit der Vernunft gemein, das sinnlich begehrende dagegen und überhaupt das strebe… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 17 / Paragraph 92
|
8 |
Nach diesem Unterschiede wird auch die Tugend eingeteilt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 19 / Paragraph 93
|
74 |
Wenn sonach die Tugend zweifach ist, eine Verstandestugend und eine sittliche Tugend, so entsteht und wächst die erstere hauptsächlich durch Belehrung und bedarf deshalb der Erfah… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 19 / Paragraph 94
|
14 |
Daraus erhellt auch, daß keine von den sittlichen Tugenden uns von Natur zuteil wird. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 19 / Paragraph 95
|
29 |
Ferner bringen wir von dem, was wir von Natur besitzen, zuerst die Vermögen mit, und dann erst äußeren wir die entsprechenden Tätigkeiten, wie man an den Sinnen sehen kann. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 19 / Paragraph 96
|
21 |
Ferner entsteht jede Tugend aus denselben Ursachen, durch die sie zerstört wird, gerade wie es bei den Künsten der Fall ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 97
|
56 |
Da die gegenwärtige Untersuchung keine bloße Erkenntnis verfolgt, wie es sonst bei den Untersuchungen der Fall ist (denn wir betrachten die Tugend nicht, um zu wissen, was sie ist… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 98
|
24 |
Daß man nun nach der rechten Vernunft handeln muß, ist eine allgemeine Regel, die wir hier zu Grunde legen, um hernachNämlich VI, 1 ff. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 99
|
18 |
Zuerst kommt in Betracht, daß Dinge dieser Art ihrer Natur nach durch Mangel und Übermaß zu Grunde gehen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 100
|
28 |
Aber nicht blos die Entstehung, das Wachstum und der Untergang kommt aus denselben und durch dieselben Ursachen; auch die Tätigkeiten werden mit diesen Ursachen auf einem Felde li… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
16 |
Als ein Zeichen des Habitus muß man die mit den Handlungen verbundene Lust oder Unlust betrachten. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 102
|
10 |
Die Tugenden bewegen sich ferner um das Tun und Leiden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 103
|
16 |
Dies zeigen auch die Strafen an, die darin bestehen, daß Genußbringendes entzogen und Schmerzliches angetan wird. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 104
|
29 |
Ferner bewegt sich, wie wir vorhin sagten, jeder Habitus bei seiner Betätigung von Natur aus in dem und um das, wodurch er geeignet ist, verschlechtert oder verbessert zu werden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 105
|
10 |
Eben dies kann uns auch noch durch folgendes klar werden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 106
|
24 |
Ferner ist die Lust mit uns allen von Kindesbeinen an verwachsen, daher es schwer hält, dieses durch das Leben in uns festgewurzelte Gefühl abzustreifen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 107
|
16 |
Auch machen wir, die einen mehr die anderen weniger, Lust und Unlust zur Richtschnur unserer Handlungen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
15 |
Endlich ist es, wie HeraklitWie der Ausspruch des Heraklit wörtlich gelautet hat, ist mir unbekannt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 109
|
50 |
So hätten wir denn dargelegt, daß die Tugend es mit Lust und Unlust zu tun hat, daß sie an den Ursachen ihrer Entstehung auch die ihres Wachstums und, wenn sich an ihnen etwas änd… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 110
|
55 |
Man könnte jedoch fragen, wie wir sagen dürfen, daß man durch Handlungen der Gerechtigkeit gerecht und durch Handlungen der Mäßigkeit mäßig werden müsse, da man doch, um sich gere… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 111
|
10 |
Aber dieses ist ja nicht einmal bei den Künsten richtig. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 112
|
16 |
Überdies ist es auch mit den Künsten nicht in gleicher Weise wie mit den Tugenden bestellt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 113
|
22 |
Es ist also richtig gesprochen, daß man durch Handlungen der Gerechtigkeit ein gerechter und durch Handlungen der Mäßigkeit ein mäßiger Mann wird. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 114
|
8 |
Hiernächst müssen wir untersuchen, was die Tugend ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 115
|
26 |
Da es dreierlei psychische Phänomene gibt: Affekte, Vermögen und jene dauernden Beschaffenheiten, die man Habitus nennt, so wird die Tugend von diesen dreien eines sein müssen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 116
|
83 |
Affekte nun sind die Tugenden und die Laster nicht, weil wir nicht wegen der Affekte tugendhaft oder lasterhaft genannt werden, wohl aber wegen der Tugenden und Laster, und weil w… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 117
|
9 |
Aus diesen Gründen sind die Tugenden auch keine Vermögen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 118
|
20 |
Wenn nun die Tugenden keine Affekte und auch keine Vermögen sind, so bleibt nur übrig, daß sie ein Habitus sind. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 119
|
12 |
So hätten wir denn erklärt, was die Tugend der Gattung nach ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 120
|
20 |
Aber diese Bestimmung, daß die Tugend ein Habitus ist, reicht nicht hin; wir müssen auch angeben, welcher Art derselbe ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 121
|
24 |
Hier ist zu sagen, daß jede Tugend oder Tüchtigkeit einerseits dasjenige selbst, woran sie sich findet, vollkommen macht andererseits seiner Leistung die Vollkommenheit verleiht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 122
|
28 |
Wie das geschehen könne, haben wir schon angegeben, stellt sich aber auch noch auf anderem Wege heraus, wenn wir betrachten, von welcher Art die Natur der Tugend ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 123
|
147 |
Wenn nun jede Wissenschaft und Kunst ihre Leistung dadurch zu einer vollkommenen gestaltet, daß sie auf die Mitte sieht und dieselbe zum Zielpunkte ihres Tuns macht – deswegen pfl… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 124
|
53 |
Ferner kann man auf vielfache Weise fehlen – das Schlechte gehört ja zum Unbegrenzten, wie die Pythagoreer bildlich sagten, das Gute aber zum Begrenzten –, dagegen kann man es nur… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 24 / Paragraph 125
|
34 |
Es ist mithin die Tugend ein Habitus des Wählens, der (1107a) die nach uns bemessene Mitte hält und durch die Vernunft bestimmt wird und zwar so, wie ein kluger Mann ihn zu bestim… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 24 / Paragraph 126
|
26 |
Deshalb ist die Tugend nach ihrer Substanz und ihrem Wesensbegriff Mitte; insofern sie aber das Beste ist und alles gut ausführt, ist sie Äußerstes und Ende. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 24 / Paragraph 127
|
37 |
Doch faßt nicht jede Handlung oder jeder Affekt eine Mitte, da sowohl manche Affekte, wie Schadenfreude, Schamlosigkeit und Neid, als auch manche Handlungen, wie Ehebruch, Diebsta… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 128
|
14 |
Dies ist aber nicht nur so allgemein aufzustellen, sondern auch ins Einzelne zu verfolgen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 129
|
14 |
Bei den Affekten der Furcht und der Zuversicht ist der (1107b) Mut die Mitte. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 130
|
27 |
Bei den Affekten der Lust und der Unlust, nicht bei allen jedoch und am wenigsten bei allen Unlustempfindungen, ist die Mitte Mäßigkeit, das Übermaß Zuchtlosigkeit oder Unmäßigkei… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 131
|
32 |
In Geldsachen, im Geben wie im Nehmen, ist die Mitte Freigebigkeit, das Übermaß und der Mangel Verschwendung und Geiz, und zwar so, daß beide Fehler beide Extreme aufweisen, jedoc… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 132
|
48 |
Es gibt auch in Geldsachen noch andere Charaktereigenschaften : die Hochherzigkeit als Mitte (denn der Hochherzige unterscheidet sich von dem Freigebigen: bei ihm handelt es sich … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 133
|
19 |
In Bezug auf Ehre und Schande ist die Mitte Hochsinn, das Übermaß heißt Aufgeblasenheit, der Mangel ist niederer Sinn. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 134
|
13 |
Auch bei dem Zorne gibt es ein Übermaß, einen Mangel und eine Mitte. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 135
|
20 |
Es gibt auch noch drei andere Mitten, die zwar in einer Hinsicht mit einander übereinstimmen, aber im übrigen verschieden sind. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 136
|
14 |
Bezüglich der Wahrheit soll wer die Mitte einnimmt, wahrhaft und die Mitte Wahrhaftigkeit heißen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 137
|
43 |
Bei jener Annehmlichkeit, die der Scherz zu bereiten pflegt, heiße wer die Mitte hält, artig, die Eigenschaft Artigkeit, das Übermaß Possenreißerei und die Person Possenreißer; we… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 138
|
21 |
Bezüglich der Annehmlichkeit im Verkehr überhaupt heiße wer sie uns in der rechten Weise bereitet, freundlich und die Mitte FreundlichkeitFreundlichkeit, φιλία. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 139
|
14 |
Auch bei den Affekten und dem durch sie bestimmten Verhalten gibt es eine Mitte. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 140
|
12 |
Doch hierüber zu reden wird sich an einem anderen Orte Gelegenheit bieten. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 26 / Paragraph 141
|
30 |
Da es somit dreierlei Eigenschaften gibt, zwei verkehrte, die eine an Übermaß krankend, die andere an Mangel, und eine gute, die Mitte, so ist jede jeder in gewisser Weise entgege… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 26 / Paragraph 142
|
23 |
Während diese Dinge in der angegebenen Weise einander entgegengesetzt sind, stehen die Extreme doch in einem größeren Gegensatze zu einander als zur Mitte. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 26 / Paragraph 143
|
42 |
Zu der Mitte bildet bald der Mangel bald das Übermaß (1109a) den größeren Gegensatz, so bei dem Mute nicht die Tollkühnheit, ein Übermaß, sondern die Feigheit, ein Mangel, dagegen… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 27 / Paragraph 144
|
49 |
Daß also die sittliche Tugend eine Mitte ist und in welchem Sinne, daß sie ferner eine Mitte zwischen zwei Fehlern, dem des Übermaßes und dem des Mangels ist, daß sie das endlich … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 27 / Paragraph 145
|
8 |
Daher ist es auch schwer, tugendhaft zu sein. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 27 / Paragraph 146
|
21 |
Wer daher die Mitte treffen will, muß sich vor allem von dem stärkeren Gegensatz zu ihr entfernen, wie auch Kalypso rät: |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 27 / Paragraph 147
|
19 |
»Dort von dem dampfenden Gischt und dem Wirbel halte das Fahrzeug fern!«Die Worte stehen Odyssee 12, 219 f. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 27 / Paragraph 148
|
11 |
Denn von den Extremen ist das eine schlimmer als das andere. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 27 / Paragraph 149
|
27 |
Bei allen Dingen müssen wir am meisten vor der Lust und dem, was sie hervorruft, auf der Hut sein, da wir hier nicht als unbestochene Richter urteilen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 27 / Paragraph 150
|
40 |
Soviel jedoch gelte nun als ausgemacht, daß der mittlere Habitus zwar in allen Dingen lobenswert ist, daß man aber hin und wieder nach seiten des Zuviel oder des Zuwenig abweichen… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 29 / Paragraph 151
|
44 |
Da die Tugend es mit Affekten und Handlungen zu tun hat und diese, wenn sie freiwillig sind, Lob und Tadel finden, wenn aber unfreiwillig, Verzeihung, zuweilen auch Mitleid, so ka… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 29 / Paragraph 152
|
11 |
Unfreiwillig scheint zu sein was aus Zwang oder Unwissenheit (1110a) geschieht. |