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Sentence 8 Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 389 33 Welches Recht aber in den Dingen, die auch anders sein können, natürlich ist und welches es nicht ist, sondern auf Gesetz und Übereinkunft beruht, obschon beides gleichermaßen bew…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 399 33 Daher heißt es treffend: »Im Zorn getan, gilt nicht als vorbedacht getan.« Denn der Anfang der Handlung liegt nicht in dem, der im Zorn handelt, sondern in dem, der ihn zornig gem…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 440 33 Darum ist es auch hinsichtlich der psychischen Beschaffenheiten nicht genug, wenn der aufgestellte Grundsatz wahr ist: es muß auch genau angegeben werden, welches die rechte Vernu…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 80 / Paragraph 459 33 Vorwurf jeder Kunst ist das Entstehen, das regelrechte Herstellen und die Überlegung, wie etwas, was sowohl sein als nicht sein kann und dessen Prinzip im Hervorbringenden, nicht …
Sentence 18 Nikomachische Ethik / Chapter 81 / Paragraph 465 33 Aber sicher ist sie auch nicht ausschließlich Vernunft-Habitus, wofür ein Zeichen darin vorliegt, daß ein solcher Habitus durch Vergessenheit schwinden kann, die Klugheit aber nic…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 83 / Paragraph 467 33 den Phidias einen weisen Meister in Stein und den Polykleitos einen weisen Bildhauer nennen, und da wollen wir mit dem Worte Weisheit nichts anderes sagen, als daß sie Kunst im vo…
Sentence 4 Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479 33 Aber die Sorge für das eigene Wohl bleibt dabei eine selbstständige Aufgabe, da es sich hier um das Einzelne und Konkrete handelt, das in praktischen Dingen nicht sofort mit dem A…
Sentence 21 Nikomachische Ethik / Chapter 88 / Paragraph 501 33 Darum scheinen diese Vorzüge auch physischer Art zu sein, und während man Niemanden von Natur für weise hält, nimmt man dagegen an, daß man Diskretion, Verständigkeit und praktisc…
Sentence 7 Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 514 33 Jedenfalls ist, scheints, soviel ersichtlich, daß wie es einem starken Körper, der sich ohne Sehkraft bewegt, begegnen kann, daß er stark anstößt, weil ihm das Gesicht fehlt, es s…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 516 33 Dies ist nämlich zwar in Ansehung der natürlichen Tugenden möglich, aber nicht in Ansehung derjenigen Tugenden, auf grund deren man schlechthin tugendhaft heißt: diese werden mit …
Sentence 5 Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518 33 Auch könnte man eben sogut sagen, die Staatskunst herrsche über die Götter, weil sie für alles im Staate (mit Einschluß des Kultus) ihre Anordnungen trifftDie Klugheit soll uns he…
Sentence 9 Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518 33 Aristoteles muß übrigens auch aus dem Grunde konsequenter Weise die Weisheit und die Philosophie über die Politik stellen, weil diese die Eudämonie der Gesamtheit anstrebt, die Eu…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521 33 Wie aber ein göttlicher Mann – ein Ausdruck, den die Lacedämonier gebrauchen, wenn sie jemanden sehr bewundern; ein seios aner sagen sie – selten vorkommt, so ist auch ein tierisc…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 93 / Paragraph 523 33 Endlich weiß der Unenthaltsame, daß das, was er tut, verkehrt ist, und tut es aus Leidenschaft doch; der Enthaltsame aber weiß, daß seine Begierden böse sind, und gibt ihnen aus V…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 98 / Paragraph 554 33 So haben wir denn gesehen, daß die Unenthaltsamkeit des Lüstlings schimpflicher ist als die des Zornmütigen, und daß die Enthaltsamkeit und die Unenthaltsamkeit es mit den körperl…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 98 / Paragraph 555 33 Wie anfangs gesagt worden, sind die Begierden und Lüste teils nach Art und Grad menschlich und natürlich, teils sind sie tierischer Art oder endlich drittens auch Folgeerscheinung…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 98 / Paragraph 555 33 Daher nennen wir auch die Tiere nicht mäßig oder unmäßig, es müßte denn im übertragenen Sinne sein, oder wenn eine Tiergattung es der anderen ganz und gar in Wildheit, Geilheit un…
Sentence 7 Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 558 33 Von denen, die nicht vorsätzlich handeln, wird der eine durch die Lust verleitet, der andere durch die Scheu vor der Unlust der nicht gestillten Begierde, und so unterscheiden sie…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 569 33 Oder sollte es nicht vielmehr so sein, daß es mitfolgend zwar jeder beliebige Vorsatz, an sich jedoch nur die wahre Vernunft und der rechte Vorsatz ist, woran der eine festhält, d…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 578 33 In der Unenthaltsamkeit und Enthaltsamkeit liegt ein Hinausgehen über den Habitus der großen Mehrheit: die eine bleibt ihrem Vorsatze mit mehr Entschiedenheit, die andere mit weni…
Sentence 4 Nikomachische Ethik / Chapter 106 / Paragraph 598 33 Darum halten alle Menschen das glückselige Leben für lustvoll und verbinden die Glückseligkeit mit der Lust: mit Recht, denn keine Tätigkeit ist vollkommen, wenn sie gehemmt ist, …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 107 / Paragraph 606 33 Der zweite Grund ist, daß diese Lustgefühle wegen ihrer Stärke oder Heftigkeit von denen erstrebt werden, die sich an anderen Freuden nicht ergötzen können, daher sie sich selbst …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 107 / Paragraph 608 33 Von Enthaltsamkeit und Unenthaltsamkeit also und von Lust und Unlust hätten wir jetzt gehandelt und hätten erklärt, was jedes ihrer ist, und wie das eine darunter ein Gutes, das a…
Sentence 8 Nikomachische Ethik / Chapter 109 / Paragraph 610 33 Den Jünglingen erwächst aus der Freundschaft Bewahrung vor Fehltritten, den Greisen die wünschenswerte Pflege und Ersatz für das, was ihre Schwäche selbst nicht mehr vermag, dem s…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 110 / Paragraph 618 33 Wir werden die physikalische Seite der Sache, als der gegenwärtigen Untersuchung fremd, aus dem Spiele lassen, dagegen das, was den Menschen angeht und mit der Sinnesweise und den…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 113 / Paragraph 631 33 Diese Freundschaft also ist hinsichtlich der Zeit und der übrigen Bedingungen vollkommen; in ihr wird jedem seitens des anderen in allweg Dasselbe und das Gleiche zu teil, wie es …
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 113 / Paragraph 633 33 Diese beiden Freundschaften treffen aber nicht immer zusammen, und nicht die nämlichen sind um des Nutzens und um der Lust willen Freunde; denn was nur zufällig zusammen trifft, k…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 119 / Paragraph 652 33 Unter Brüdern und solchen, die sich wie Brüder sind, ist alles, unter anderen sind nur bestimmte Dinge gemeinsam, teils ihrer mehr teils weniger, wie ja auch die Freundschaften te…
Sentence 7 Nikomachische Ethik / Chapter 120 / Paragraph 658 33 Das ist also meistens die Weise, in der die Staatsformen wechseln, weil so der Übergang von der einen Form in die andere mit den geringsten Änderungen verknüpft ist und am leichte…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 122 / Paragraph 669 33 Bei den übrigen Lebewesen nun beschränkt sich die Gemeinschaft und der Verkehr auf eben dieses letztere, die Menschen aber werden nicht blos durch die Fortpflanzung, sondern auch …
Sentence 7 Nikomachische Ethik / Chapter 122 / Paragraph 669 33 Diese Annehmlichkeit kann aber auch in der Tugend ihren Grund haben, wenn die Gatten brav sind, da jeder Eheteil seine eigentümliche Tugend besitzt, und das kann für sie eine Quel…
Sentence 10 Nikomachische Ethik / Chapter 122 / Paragraph 669 33 Die Frage aber, wie der Mann mit der Frau und überhaupt der Freund mit dem Freunde zusammenleben muß, scheint nichts anderes zu bedeuten als die Frage nach der Beschaffenheit des …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 123 / Paragraph 674 33 Hier entsteht der Zweifel, ob man die Gegenleistung nach dem Nutzen, den die Leistung für den Empfänger hatte, bemessen und einrichten soll, oder nach dem Werte, den die Leistung …
Sentence 6 Nikomachische Ethik / Chapter 123 / Paragraph 674 33 Die Hülfe ist also so groß geworden als der Nutzen des Empfängers, und so hat er dem Geber soviel zu vergelten, als er Hülfe erfahren, oder auch mehr, da dies sittlich schöner ist.
Sentence 12 Nikomachische Ethik / Chapter 127 / Paragraph 682 33 Die aber im voraus sich bezahlen lassen und hernach, weil sie zu viel versprochen haben, ihr Wort nicht halten können, verfallen gerechtem Tadel, weil sie nicht dasjenige leisten,…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 127 / Paragraph 683 33 Wo aber keine Verständigung über die Dienstleistung stattfindet, da kommt es, wie schon bemerkt worden ist, in dem Falle, daß der eine Teil dem anderen in ganz uneigennütziger Abs…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 137 / Paragraph 710 33 Darum wirft man auch die Frage auf, ob man Freunde mehr im Glück oder im Unglück bedarf, da einerseits der Unglückliche der Wohltäter bedürfe, andererseits die Glücklichen solcher…
Sentence 14 Nikomachische Ethik / Chapter 143 / Paragraph 737 33 Denn er galt für einen Mann von nicht gewöhnlicher Mäßigkeit, und so bekam man denn den Eindruck, daß er nicht als Freund der Lust solches lehre, sondern daß es sich wirklich so v…
Sentence 13 Nikomachische Ethik / Chapter 146 / Paragraph 762 33 Es gibt aber Unterschiede in den Lüsten je nach der Bestimmung der einzelnen Wesen, weil nach der Bestimmung sich die Tätigkeit richtet, die jegliches zur Vollendung bringt, und n…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 147 / Paragraph 763 33 Unsere Erörterung über die Tugenden, die Freundschaft und die Lust ist nun zu Ende, und so bleibt noch die Glückseligkeit im Umrisse zu behandeln, die uns Ziel und Ende alles mens…
Sentence 21 Nikomachische Ethik / Chapter 148 / Paragraph 775 33 Ebenso klar zeigt dieser Absatz, daß nach Aristoteles das Leben des Geistes und die Erkenntnis und Verbreitung der Wahrheit nicht blos das letzte Ziel des Einzelnen, sondern eben …
Sentence 6 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 789 33 Denn es würde einer auf das warnende Wort nicht hören, ja, es nicht einmal verstehen, wenn er der Leidenschaft nachlebt; und wie ist es dann möglich, ihn durch Worte anderen Sinne…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 793 33 Wo aber der Staat sich darum nicht bekümmert, da liegt es dem Einzelnen ob, seinen Kindern und Freunden zur Erwerbung der Tugend behilflich zu sein oder dies sich doch zum Zweck z…
Sentence 4 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 793 33 Nach dem Gesagten wird man das aber dann am besten vermögen, wenn man sich die Fähigkeit erwirbt, Gesetze zu gebenAristoteles sagt: νομοθετικὸς γενόμενος, wenn man einer, der Ges…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 151 / Paragraph 797 33 Sonst sagten sie nicht, sie sei dasselbe wie die Rhetorik oder ihr untergeordnet, und meinten nicht, es sei leicht Gesetze zu geben, wenn man nur diejenigen Bestimmungen, die sich…
Sentence 1 Apologie des Sokrates / Chapter 4 / Paragraph 4 32 Rufen wir uns also zurück von Anfang her, was für eine Anschuldigung es doch ist, aus welcher mein übler Ruf entstanden ist, worauf auch Meletos bauend diese Klage gegen mich eing…
Sentence 12 Apologie des Sokrates / Chapter 4 / Paragraph 7 32 Hierauf ging ich dann zu einem andern von den für noch weiser als jener Geltenden, und es dünkte mich eben dasselbe, und ich wurde dadurch ihm selbst sowohl als vielen andern verh…
Sentence 6 Apologie des Sokrates / Chapter 5 / Paragraph 12 32 Denn den Verderber hast du wohl aufgefunden, mich, wie du behauptest, und vor diese hergeführt und verklagt: so komm denn und nenne ihnen auch den Besserer und zeige an, wer es is…
Sentence 36 Apologie des Sokrates / Chapter 5 / Paragraph 12 32 Aber, Meletos, du zeigst eben hinlänglich, daß du niemals an die Jugend gedacht hast, und offenbarst deutlich deine Gleichgültigkeit, daß du dich nie um das bekümmert hast, weshal…
Sentence 13 Apologie des Sokrates / Chapter 6 / Paragraph 17 32 So werde ich mit Jungen und Alten, wie ich sie eben treffe, verfahren und mit Fremden und Bürgern, um so viel mehr aber mit euch Bürgern, als ihr mir näher verwandt seid.
Sentence 4 Apologie des Sokrates / Chapter 6 / Paragraph 21 32 Eigentlich aber bin ich nie irgend jemandes Lehrer gewesen: wenn aber jemand, wie ich rede und mein Geschäft verrichte, Lust hat zu hören, jung oder alt, das habe ich nie jemandem…
Sentence 1 Apologie des Sokrates / Chapter 8 / Paragraph 28 32 Vielleicht aber wird einer sagen: »Also still und ruhig, Sokrates, wirst du nicht imstande sein, nach deiner Verweisung zu leben?« Das ist nun wohl am allerschwersten manchem von …
Sentence 4 Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 13 32 Die vitalen oder vegetativen Funktionen hat er mit den Pflanzen, die sensitiven mit den Tieren gemein, nur die tugendgemäße Tätigkeit, als Funktion des vernünftigen Seelenteils in…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 5 / Paragraph 24 32 (1094a) Jede Kunst und jede Lehre, desgleichen jede Handlung und jeder EntschlußKunst und Lehre werden hier genannt im Hinblicke auf die Sittenlehre und die Staatskunst, von der j…
Sentence 9 Nikomachische Ethik / Chapter 5 / Paragraph 25 32 Insofern aber eine Tätigkeit einer anderen gegenüber eine leitende und maßgebende oder, wie Aristoteles sagt, architektonische Stellung einnimmt, macht es keinen Unterschied, ob s…
Sentence 6 Nikomachische Ethik / Chapter 6 / Paragraph 33 32 mit Recht aufwarf und untersuchte, ob der Weg von den Principien aus- oder zu ihnen hingehe, ähnlich wie man in der (1095b) Rennbahn von den Preisrichtern nach dem Ziele läuft ode…
Sentence 4 Nikomachische Ethik / Chapter 10 / Paragraph 54 32 Sollte nicht vielmehr, wie beim Auge, der Hand, dem Fuße und überhaupt jedem Teile eine bestimmte Tätigkeit zutage tritt, so auch beim Menschen neben allen diesen Tätigkeiten noch…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 13 / Paragraph 63 32 Die einen halten die Glückseligkeit für Tugend, andere für Klugheit, andere für eine Art Weisheit, wieder andere für alles dieses oder eines davon in Verbindung mit Lust oder doch…
Sentence 6 Nikomachische Ethik / Chapter 13 / Paragraph 65 32 Bei der Menge freilich steht das Lustgewährende miteinander im Widerspruch, weil es diese Eigenschaft nicht von Natur hat, dagegen gewährt den Liebhabern des sittlich Guten dasjen…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 17 / Paragraph 91 32 Das wäre also etwa in der Art, wie wir uns in praktischen Dingen nach dem Rate des Vaters und der Freunde, nicht wie in der Wissenschaft nach den Sätzen der Mathematik richten.
Sentence 8 Nikomachische Ethik / Chapter 19 / Paragraph 96 32 Durch das Verhalten im kommerziellen Verkehr werden wir gerecht oder ungerecht; durch das Verhalten in Gefahren und die Gewöhnung, vor ihnen zu bangen oder ihnen zu trotzen, werde…
Sentence 6 Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 98 32 Und wenn das schon für die allgemeinen Regeln gilt, so läßt das Einzelne und Konkrete noch weniger genaue und absolut gültige Vorschriften zu, da es unter keine Kunst und keine Le…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 122 32 In allem, was kontinuierlich und was teilbar ist, läßt sich ein Mehr, ein Weniger und ein Gleiches antreffen, und zwar entweder mit Rücksicht auf die Sache selbst oder mit Rücksic…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 25 / Paragraph 131 32 In Geldsachen, im Geben wie im Nehmen, ist die Mitte Freigebigkeit, das Übermaß und der Mangel Verschwendung und Geiz, und zwar so, daß beide Fehler beide Extreme aufweisen, jedoc…
Sentence 5 Nikomachische Ethik / Chapter 26 / Paragraph 142 32 Was aber am weitesten von einander absteht, bestimmt man als Gegenteil oder als konträren Gegensatz, und so muß denn auch was weiter von einander absteht, in vollkommenerem Sinn G…
Sentence 11 Nikomachische Ethik / Chapter 27 / Paragraph 149 32 Solches aber, was dem Bereich des Handelns angehört, ist singulär und konkret und untersteht deshalb dem Urteil des SinnesHier ist keiner von den fünf äußeren Sinnen, sondern die …
Sentence 6 Nikomachische Ethik / Chapter 29 / Paragraph 155 32 Wir bemerken hier nachträglich, daß der Zusatz in der Definition von erzwungen: wo der Handelnde nichts dazu tut, bedeutet, daß der Wille des von außen leidend Beeinflußten dem Ge…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 30 / Paragraph 157 32 Wer also das aus Unwissenheit Getane bereut, erscheint als jemand, der unfreiwillig gehandelt hat, wer es aber nicht bereut – dies soll nämlich ein Anderes sein –, als jemand, der…
Sentence 17 Nikomachische Ethik / Chapter 30 / Paragraph 160 32 Man kann auch seinen Sohn für einen Feind halten wie die Merope»In der Tragödie des Euripides »Kresphontes« stellt Merope dem eigenen Sohne nach dem Leben, den sie nicht kennt«; n…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 33 / Paragraph 191 32 Ein jeder hört nämlich auf zu überlegen, wie er handeln soll, wenn er den Anfang der Handlung auf sich selbst zurückgeführt hat, und zwar auf das, was das Herrschende in ihm ist.
Sentence 9 Nikomachische Ethik / Chapter 35 / Paragraph 196 32 Wenn demnach die tugendhafte Handlung bei uns steht, so steht auch deren tugendwidrige Unterlassung bei uns, und wenn die tugendhafte Unterlassung bei uns steht, so steht auch die…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 37 / Paragraph 208 32 Demnach wird mutig im eigentlichen Sinne heißen wer angesichts eines rühmlichen Todes und alles dessen, was auf einmal den Tod nahe bringt, also besonders in Krieg und Schlacht, f…
Sentence 4 Nikomachische Ethik / Chapter 42 / Paragraph 239 32 Wenn aber für einen nichts lustbringend ist und kein Unterschied zwischen dem einen und dem anderen sinnlichen Eindruck für ihn besteht, so ist er wohl weit davon entfernt, ein Me…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 43 / Paragraph 241 32 Die Unlust bringt auch aus dem Gleichgewicht und verdirbt die Natur dessen, der sie hat, die Lust aber bewirkt solches am Menschen nicht, sondern steigert seine Freiwilligkeit; da…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 43 / Paragraph 242 32 Sie ist ohne Unlustgefühl, diese aber bringen den Feigen durch dieses Gefühl so außer sich, daß er die Waffen wegwirft und sich sonst schmachvoll benimmt, weshalb solche Handlunge…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 46 / Paragraph 256 32 Denn sie beruht nicht auf der Größe der Gabe, sondern auf der Gesinnung des Gebers, und mit der steht es bei dem Freigebigen so, daß er nach dem Maße seines Vermögens gibt.
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 50 / Paragraph 276 32 Bei allem, was er ausführt, bedenkt er sich und ist besorgt, wie es am billigsten abgemacht werden kann, und dabei klagt er beständig und meint überall mehr zu tun, als er soll.
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 311 32 Es ist klar, daß die genannten Charaktereigenschaften tadelnswert und die zwischen ihnen in der Mitte liegende Eigenschaft, vermöge deren man billigt und verwirft was man soll und…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 64 / Paragraph 348 32 Jedoch wir fragen nach der Gerechtigkeit als Teil der TugendAlso nicht nach der Gerechtigkeit im weiteren Sinne oder der Legalität, sondern nach der Gerechtigkeit im engeren Sinne…
Sentence 8 Nikomachische Ethik / Chapter 66 / Paragraph 356 32 Und es muß dieselbe Gleichheit bei den Personen, denen ein Recht zusteht, vorhanden sein, wie bei den Sachen, worin es ihnen zusteht: wie die Sachen, so müssen auch die Personen s…
Sentence 7 Nikomachische Ethik / Chapter 67 / Paragraph 361 32 eine Geldverteilung aus öffentlichen Mitteln stattfindet, so muß sie nach dem Verhältnisse geschehen, das die Leistungen der Bürger zu einander haben; und das diesem Rechte entgeg…
Sentence 6 Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 369 32 eine obrigkeitliche Person jemanden geschlagen hat, so darf sie nicht wiedergeschlagen werden, und wenn jemand eine solche Person geschlagen hat, so muß er nicht blos geschlagen, …
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 373 32 So hat man denn eine wirkliche Wiedervergeltung, wenn eine Gleichung von der Art durchgeführt wird, daß wie der Bauer zum Schuster, so die Leistung des Schusters sich zu der des B…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 395 32 Einer kann ein Pfand unfreiwillig und aus Furcht zurückgeben, und doch darf man darum nicht sagen, der Betreffende tue was recht ist oder verrichte eine gerechte Handlung, außer z…
Sentence 7 Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 396 32 Ist die Schädigung ohne irgend welche Absicht herbeigeführt worden, so liegt ein Unglück vor; ist sie aber nicht ganz unabsichtlich, aber doch nicht aus böser Absicht geschehen, s…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 401 32 Man könnte aber zweifeln, ob die gegebenen Bestimmungen über Unrechtleiden und Unrechttun zutreffend sind, wenn es für's erste einen Fall geben kann, wie den, den EuripidesMan wei…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 404 32 Alles Rechttun ist nämlich freiwillig, und so scheint die Annahme begründet, daß zu beidem (dem Unrecht- und Rechttun) das Unrecht- und Rechtleiden in Bezug auf Freiwilligkeit und…
Sentence 5 Nikomachische Ethik / Chapter 79 / Paragraph 453 32 Mithin ist es ewig; denn alles, was schlechthin aus Notwendigkeit ist, ist ewig, das Ewige aber ist ungeworden und unvergänglichDas Sinnenfällige weiß man nur so lange, als es unt…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 80 / Paragraph 459 32 Auf das, was aus Notwendigkeit ist oder wird, geht die Kunst so wenig, wie auf das, was von Natur da ist oder entsteht, da derartiges das bewegende Prinzip in sich selber hat.
Sentence 25 Nikomachische Ethik / Chapter 83 / Paragraph 470 32 Denn es gibt nicht blos eine Wissenschaft für das, was allen lebenden Wesen gut ist, sondern für jede Art derselben eine andere, sonst müßte es auch für alle nur eine Heilkunst ge…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 477 32 »Wie wär' ich klug, der ohne Not und Plackerei, Als einer zählend in der Menge unsres Heers, Das gleiche Teil besitzen konnte?Worte des Odysseus aus dem Prolog des Philoktet von E…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 510 32 Denn als Teil der ganzen Tugend macht sie durch ihren Besitz und ihre Tätigkeit glücklichDie Gesundheit wirkt Gesundheit als inneres, vitales Prinzip gesunder Funktionen, nicht al…
Sentence 2 Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521 32 Denn wie dem Tiere weder Schlechtigkeit noch Tugend zukommt, so auch Gott nicht, sondern die göttliche Vollkommenheit ist etwas Ehrwürdigeres als Tugend, die tierische Bosheit abe…
Sentence 9 Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529 32 Man tut nämlich das Gegenteil von dem vermeintlich Rechten aus Unenthaltsamkeit, meint aber, das Gute sei schlecht und dürfe nicht geschehn, und so wird man denn das Gute, nicht d…
Sentence 16 Nikomachische Ethik / Chapter 96 / Paragraph 537 32 Es führen ja wohl auch die, die sich in den bezeichneten Zuständen befinden, Sprüche und Beweise des EmpedoklesEmpedokles hat eine Dichtung über das Universum im Sinne der materia…
Sentence 3 Nikomachische Ethik / Chapter 96 / Paragraph 539 32 Denn nicht im Angesicht der eigentlich als solche erscheinenden Wissenschaft tritt die Leidenschaft auf, noch ist es Wissenschaft, die durch sie verkehrt wird, sondern nur der sin…
Sentence 1 Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 561 32 Auch der ausgelassen Lustige ist scheinbar unmäßig; in Wirklichkeit ist er weichlich, da die Lustigkeit als Erholung eine Art der Ausspannung ist und das Zuviel in letzterer eben …
Sentence 9 Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567 32 Absatz die Voraussetzung wieder, daß der Enthaltsame von schlimmen Affekten, Lust und Begierde, behelligt wird, aber, da er ihnen nicht nachgibt, auch die Tugend nicht verläugnet,…
Sentence 9 Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 593 32 Darum ist es auch nicht zutreffend, wenn man sagt, die Lust sei ein fühlbares Werden; man muß vielmehr sagen, sie sei Tätigkeit des naturgemäßen Habitus, und statt »fühlbar« muß m…
Sentence 6 Nikomachische Ethik / Chapter 106 / Paragraph 597 32 dieser Folgerung zu entgehen suchte, indem er sagte, das Größere sei das Gegenteil vom Kleineren und vom Gleichen, ist unzulässig, da er doch nicht sagen kann, die Lust sei wesent…