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Paragraph 600 Nikomachische Ethik / Chapter 106 1 21 »Nicht kann völlig ersterben die Kunde, welche die Völker Melden von Munde zu Mund.«Hesiod, Werke und Tage, Vers 763 ff.
Paragraph 599 Nikomachische Ethik / Chapter 106 1 26 Auch der Umstand, daß alles, Tier und Mensch, nach der Lust verlangt und strebt, ist ein Zeichen, daß sie in gewissem Sinne das höchste Gut ist.
Paragraph 598 Nikomachische Ethik / Chapter 106 7 206 Vielleicht ist es aber auch notwendig, daß, wenn anders es ungehemmte Tätigkeiten eines jeden Habitus gibt, sei nun die ungehemmte Tätigkeit ihrer aller die Glückseligkeit oder di…
Paragraph 597 Nikomachische Ethik / Chapter 106 12 187 (1153b) Es ist aber auch ohne Zweifel zugestanden, daß die Unlust ein Übel und zu fliehen ist. Sie ist teils schlechthin ein Übel, teils nur insofern, als sie für ein anderes in i…
Paragraph 596 Nikomachische Ethik / Chapter 105 4 105 Für die Einwürfe ferner, daß der Mäßige die Lust fliehe, der Kluge nur nach einem schmerzlosen Leben trachte und Kinder und Tiere der Lust nachgehen, gilt insgesamt eine und diese…
Paragraph 595 Nikomachische Ethik / Chapter 105 1 42 Daß aber keine Lust ein Werk der Kunst ist, hat seinen guten Grund; denn es gibt auch für sonst keine Tätigkeit eine Kunst, sondern nur für ein Vermögen; immerhin hat scheints die…
Paragraph 594 Nikomachische Ethik / Chapter 105 2 95 Daß die Lüste schlecht sein sollen, weil manches Lustbringende krank macht, heißt grade so viel, wie wenn manche Kuren darum schlecht sein sollten, weil sie die Kasse angreifen. I…
Paragraph 593 Nikomachische Ethik / Chapter 105 11 421 Fürs erste, es gibt ein zweifaches Gutes, eines schlechthin und eines beziehungsweise oder für den oder jenen, und hiernach werden sich also die Naturen und die habituellen Bescha…
Paragraph 592 Nikomachische Ethik / Chapter 105 1 21 Daß sich aber aus diesem mit nichten ergibt, die Lust sei kein Gut oder nicht das höchste Gut, erhellt aus folgendem.
Paragraph 591 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 9 Das ist es also etwa, was man gemeinhin vorbringt.
Paragraph 590 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 25 Dafür endlich, daß die Lust nicht das höchste Gut sei, führt man an, sie sei nicht Ziel und Ende, sondern ein gewisses Werden und Entstehen.
Paragraph 589 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 25 Dafür, daß nicht jede Lust gut sei, wird angeführt, daß es auch schändliche, schimpfliche, ja, schädliche Ergötzungen gebe; denn manches Lustbringende habe Krankheiten zur Folge.
Paragraph 588 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 9 Und endlich: auch Kinder und Tiere suchten die Lust.
Paragraph 587 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 16 Ferner, es gebe kein Kunst der Belustigung, und doch sei jedes Gute ein Werk der Kunst.
Paragraph 586 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 23 Ferner, die Lustgenüsse behinderten das Denken, und das umsomehr, je intensiver die Lust sei, so beim Geschlechtsgenuß, wobei niemand eines Gedankens fähig sei.
Paragraph 585 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 9 Ferner, der Kluge trachte nach Schmerzlosigkeit, nicht nach Ergötzung.
Paragraph 584 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 6 Ferner, der Mäßige fliehe die Lüste.
Paragraph 583 Nikomachische Ethik / Chapter 104 3 43 Sie soll überhaupt kein Gut sein, weil jede Lusterregung ein Vorgang ist, durch den etwas in fühlbarer Weise zur Natur wird oder in sie eintritt, kein Werden aber mit den Zwecken …
Paragraph 582 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 60 Nun meinen einige Philosophen, keine Lust sei ein Gut, an sich nicht und auch nicht mitfolgend, da Gut und Lust nicht dasselbe sei; andere meinen, gewisse Arten der Lust seien gut…
Paragraph 581 Nikomachische Ethik / Chapter 104 4 88 Die Betrachtung über Lust und Unlust aber ist Sache (1152b) dessen, der über die Staatskunst philosophiert. Denn er ist der Architekt, der maßgebende Lehrer des Zieles, auf das wi…
Paragraph 580 Nikomachische Ethik / Chapter 102 1 21 So wäre denn erklärt, was Enthaltsamkeit und Unenthaltsamkeit, was Abgehärtetheit und Weichlichkeit ist, und wie sich diese Eigenschaften zu einander verhalten.
Paragraph 579 Nikomachische Ethik / Chapter 102 1 21 »Lange, glaube mir, Freund, muß dauern die Übung; sie wird dann Sich als die zweite Natur der Menschen am Ende erweisen.«
Paragraph 578 Nikomachische Ethik / Chapter 102 5 109 In der Unenthaltsamkeit und Enthaltsamkeit liegt ein Hinausgehen über den Habitus der großen Mehrheit: die eine bleibt ihrem Vorsatze mit mehr Entschiedenheit, die andere mit weni…
Paragraph 577 Nikomachische Ethik / Chapter 102 1 16 der Schlechte aber einer Stadt, die ihre Gesetze zwar in Vollzug bringt, aber schlechte Gesetze hat.
Paragraph 576 Nikomachische Ethik / Chapter 102 1 9 »die Stadt beschloß, die auf Gesetze doch nichts gibt.«
Paragraph 575 Nikomachische Ethik / Chapter 102 5 123 Der Unenthaltsame ist auch nicht wie einer, der weiß und denkt, sondern wie einer, der schläft oder betrunken ist. Und er handelt zwar freiwillig, da er in gewisser Weise weiß, wa…
Paragraph 574 Nikomachische Ethik / Chapter 102 4 97 Derselbe Mensch kann ferner nicht zugleich klug und unenthaltsam sein. Wir haben gezeigt, daß der Kluge zugleich auch sittlich gut ist. Auch ist man nicht schon durch das Wissen k…
Paragraph 573 Nikomachische Ethik / Chapter 102 3 125 Da aber die Sprache vieles nach der Ähnlichkeit benennt, so kommt es auch von der Ähnlichkeit, daß man von einer Enthaltsamkeit des Mäßigen spricht. Der Enthaltsame wie der Mäßige…
Paragraph 572 Nikomachische Ethik / Chapter 102 3 125 Da es auch Leute gibt, die weniger für die körperliche Lust empfänglich sind, als sie sollten, und als solche der Vernunft nicht treu bleiben, so steht der Enthaltsame in der Mitt…
Paragraph 571 Nikomachische Ethik / Chapter 101 3 77 Einige gibt es auch, die an ihrer Meinung und Absicht nicht festhalten nicht aus Unenthaltsamkeit, wie Neoptolemus im Philoktet des Sophokles. Gleich wohl war es Lust, weshalb er …
Paragraph 570 Nikomachische Ethik / Chapter 101 3 161 Es gibt auch einige, die an ihrer Meinung festhalten, die man starrköpfisch nennt, weil sie schwer zu überzeugen und nicht leicht umzustimmen sind; sie haben wohl eine gewisse Ähn…
Paragraph 569 Nikomachische Ethik / Chapter 101 4 158 Ist nun, wie oben in den Aporien gefragt wurde, enthaltsam wer an der wie immer beratenen Vernunft und an jedem wie immer beschaffenen Vorsatz festhält, und hinwieder unenthaltsam…
Paragraph 568 Nikomachische Ethik / Chapter 100 1 16 So sieht man denn hieraus, daß das eine der gute, das andere der schlechte Habitus ist.
Paragraph 567 Nikomachische Ethik / Chapter 100 11 191 Mancher wird auch leidenschaftlich wider die rechte Vernunft erregt, den die Leidenschaft zwar so weit beherrscht, daß er nicht nach der rechten Vernunft handelt, aber nicht auch …
Paragraph 566 Nikomachische Ethik / Chapter 100 11 281 Daß also die Unenthaltsamkeit nicht Schlechtigkeit ist, leuchtet ein, sie möchte es jedoch beziehungsweise sein. Sie ist nämlich unvorsätzlich, während die Schlechtigkeit vorsätzl…
Paragraph 565 Nikomachische Ethik / Chapter 100 3 71 (1151a) Unter den Unenthaltsamen selbst sind wieder die, die sofort aus dem Lot kommen, besser oder nicht so schlimm als die, die überlegen und an ihrem Entschlüsse nicht festhalt…
Paragraph 564 Nikomachische Ethik / Chapter 100 8 88 Der Unmäßige fühlt, wie gesagt, keine Reue. Er bleibt bei seiner Willensrichtung. Der Unenthaltsame ist stets der Reue fähig. Es ist darum nicht so, wie wir zuvor in den Aporien m…
Paragraph 563 Nikomachische Ethik / Chapter 99 2 41 Vorzüglich trifft man die Unenthaltsamkeit aus Übereilung bei den cholerischen und melancholischen Charakteren. Die einen warten wegen ihrer Raschheit, die anderen wegen ihrer Hef…
Paragraph 562 Nikomachische Ethik / Chapter 99 4 89 Die Unenthaltsamkeit ist teils Übereilung, teils Schwäche. Die einen überlegen zwar, beharren aber in folge der Leidenschaft nicht bei ihrem Entschlusse, die anderen werden mangel…
Paragraph 561 Nikomachische Ethik / Chapter 99 1 32 Auch der ausgelassen Lustige ist scheinbar unmäßig; in Wirklichkeit ist er weichlich, da die Lustigkeit als Erholung eine Art der Ausspannung ist und das Zuviel in letzterer eben …
Paragraph 560 Nikomachische Ethik / Chapter 99 13 307 Von den Unterarten dieser Klasse ist die eine mehr weichlich, die andere mehr unenthaltsam. Dem Unenthaltsamen steht der Enthaltsame, dem Weichling der Abgehärtete gegenüber. Die …
Paragraph 559 Nikomachische Ethik / Chapter 99 3 55 Jedermann aber hält den für schlimmer, der ohne Begierde oder mit schwacher Begierde Schändliches tut, als den, der es im Zustande heftiger Begierde tut, und den, der ohne Zorn sc…
Paragraph 558 Nikomachische Ethik / Chapter 99 7 182 Da aber die verschiedenen Arten der Lust teils notwendig sind teils nicht, und die notwendigen es bis zu einem gewissen Grade sind, während das Übermaß und der Mangel es nicht ist…
Paragraph 557 Nikomachische Ethik / Chapter 99 3 103 Zu den auf dem Gefühl und dem Geschmack beruhenden Arten von Lust und Unlust, Begehren und Fliehen, die weiter oben als die Sphäre der Unmäßigkeit und der Mäßigkeit bezeichnet wor…
Paragraph 556 Nikomachische Ethik / Chapter 98 11 197 Vertiertheit ist im Vergleich zur Schlechtigkeit ein Minus, aber furchtbarer. Denn bei ihr ist nicht das Beste verderbt, wie bei dem, der noch Mensch bleibt, sondern man hat es ni…
Paragraph 555 Nikomachische Ethik / Chapter 98 4 107 Wie anfangs gesagt worden, sind die Begierden und Lüste teils nach Art und Grad menschlich und natürlich, teils sind sie tierischer Art oder endlich drittens auch Folgeerscheinung…
Paragraph 554 Nikomachische Ethik / Chapter 98 2 43 So haben wir denn gesehen, daß die Unenthaltsamkeit des Lüstlings schimpflicher ist als die des Zornmütigen, und daß die Enthaltsamkeit und die Unenthaltsamkeit es mit den körperl…
Paragraph 553 Nikomachische Ethik / Chapter 98 2 65 Endlich verübt niemand mit Trauer Frevel und Unrecht; jeder aber, der im Zorn handelt, handelt mit Trauer, dagegen der Frevler mit Lust. Wenn nun also die Dinge, worüber wir uns m…
Paragraph 552 Nikomachische Ethik / Chapter 98 1 22 Wenn also diese Unenthaltsamkeit ungerechter und häßlicher ist als die im Zorn, so ist sie auch Unenthaltsamkeit schlechthin und gewissermaßen ein Laster.
Paragraph 551 Nikomachische Ethik / Chapter 98 1 12 »Schmeichelnde Bitte, die auch des Verständigsten Sinne betöret.«Ilias XIV, 214 ff.
Paragraph 550 Nikomachische Ethik / Chapter 98 6 55 Ferner, die Größe des Unrechts wächst mit dem Grade der Hinterlistigkeit. Nun ist aber der Zornmütige und der Zorn nicht hinterlistig, sondern offen, wohl aber ist es die Begierde…
Paragraph 549 Nikomachische Ethik / Chapter 98 2 135 Ferner, es ist verzeihlicher dem natürlichen Verlangen zu folgen, wie es auch eher verzeihlich ist, den allen Menschen gemeinsamen sinnlichen Begierden, insofern sie gemeinsame si…
Paragraph 548 Nikomachische Ethik / Chapter 98 6 181 Der Zorn scheint nämlich noch in etwa ein Ohr für die Vernunft zu haben, nur daß er nicht richtig hört, gleich einem behenden Diener, der, ohne seinen Herrn ganz ausreden zu lasse…
Paragraph 547 Nikomachische Ethik / Chapter 98 2 57 Wie haben gesehen, daß Unenthaltsamkeit und Enthaltsamkeit es ausschließlich mit denselben Dingen zu tun haben wie Unmäßigkeit und Mäßigkeit, und daß es den anderen Dingen gegenüb…
Paragraph 546 Nikomachische Ethik / Chapter 97 9 321 Diejenigen nun, bei denen die Natur an solchen Dingen schuld ist, nennt wohl niemand unenthaltsam, so wenig man etwa die Frauen darum so nennen würde, weil sie sich bei der Beiwoh…
Paragraph 545 Nikomachische Ethik / Chapter 97 11 281 Da aber manches von Natur lustbringend ist, und zwar teils schlechthin, teils je nach den verschiedenen Gattungen von Tieren und Menschen, anderes dagegen es nicht von Natur ist, …
Paragraph 544 Nikomachische Ethik / Chapter 97 9 350 Da aber die Begierden und Ergötzungen teils ihrer Art nach gut und lobenswert sind – denn manches Lustbringende ist von Natur begehrenswert, anderes aber ist das Gegenteil davon, …
Paragraph 543 Nikomachische Ethik / Chapter 97 6 229 Von denen aber, die es mit den körperlichen Genüssen zu tun haben, auf die sich die Mäßigkeit und die Unmäßigkeit bezieht, wird derjenige, der nicht mit Vorsatz dem Übermaß der Lu…
Paragraph 542 Nikomachische Ethik / Chapter 97 10 233 Daß der Enthaltsame und Abgehärtete sowie der Unenthaltsame und Weichliche es mit Lust und Unlust zu tun haben, ist klar. Da aber das Lustbringende teils notwendig teils an sich b…
Paragraph 541 Nikomachische Ethik / Chapter 97 1 23 Hiernächst ist zu erörtern, ob jemand schlechthin unenthaltsam ist, oder jeder nur teilweise, und wenn schlechthin, in was für Dingen er es ist.
Paragraph 540 Nikomachische Ethik / Chapter 96 1 25 So viel sei denn gesagt über die Frage, ob man wissend oder nicht wissend unenthaltsam ist, und bei welcher Art Wissen man es sein kann.
Paragraph 539 Nikomachische Ethik / Chapter 96 3 116 Da aber die zweite Prämisse im praktischen Schlußverfahren eine Meinung über etwas Sinnenfälliges und Herrin der Handlungen ist, so ist der leidenschaftlich Erregte entweder nicht…
Paragraph 538 Nikomachische Ethik / Chapter 96 7 304 Man kann sich die Ursache der Erscheinung, die uns beschäftigt, auch in folgender Weise nach dem natürlichen Hergang in der Seele klar machen. Die eine das Handeln bestimmende Mei…
Paragraph 537 Nikomachische Ethik / Chapter 96 19 516 Man wird vielmehr, da Wissen ein doppelsinniger Ausdruck ist – gilt doch als Wissender ebensowohl wer die Wissenschaft hat und sie nicht anwendet, als wer sie anwendet –, untersch…
Paragraph 536 Nikomachische Ethik / Chapter 96 19 396 Was nun die Ansicht betrifft, es sei wahre Meinung, nicht Wissen, was bei der Unenthaltsamkeit verläugnet wird, so ist dieses für unsere Untersuchung ganz gleichgültig. Mancher me…
Paragraph 535 Nikomachische Ethik / Chapter 95 2 88 Der schlechthin Unenthaltsame hat es nämlich nicht mit allem zu tun, sondern vielmehr mit eben dem, worauf die Unmäßigkeit sich bezieht, und er ist unenthaltsam, nicht insofern er…
Paragraph 534 Nikomachische Ethik / Chapter 95 2 82 Der erste Ausgangspunkt dieser Erörterung ist die Frage, ob der Unterschied zwischen dem Enthaltsamen und dem Unenthaltsamen in dem Gegenstande oder in dem Wie liegt, das heißt ob…
Paragraph 533 Nikomachische Ethik / Chapter 95 1 60 Zuerst müssen wir sehen, ob der Unenthaltsame wissentlich oder unwissentlich, und inwiefern oder wie unwissentlich handelt, darauf dann, was man als Gegenstand der Unenthaltsamkei…
Paragraph 532 Nikomachische Ethik / Chapter 95 2 25 Derart sind etwa die sich erhebenden Schwierigkeiten, die wir nunmehr teils zu lösen, teils zu bestätigen haben. Denn die Lösung einer Schwierigkeit ist ein Finden.
Paragraph 531 Nikomachische Ethik / Chapter 94 1 28 Ferner, wenn es in allem Unenthaltsamkeit und Enthaltsamkeit gibt, wer ist dann der Unenthaltsame an sich, und doch sagen wir von gewissen Leuten, daß sie schlechthin unenthaltsam…
Paragraph 530 Nikomachische Ethik / Chapter 94 3 97 Ferner, wer in gutem Glauben handelt und so das Lustbringende erstrebt und wählt, darf wohl als besser gelten denn jener, der das nicht in gutem Glauben, sondern aus Unenthaltsamk…
Paragraph 529 Nikomachische Ethik / Chapter 94 9 206 Ferner, wenn die Enthaltsamkeit macht, daß man bei jeder Meinung beharrt, so ist sie schlecht, wenn sie einen z. B. auch bei einer falschen Meinung beharren läßt; und wenn umgekeh…
Paragraph 528 Nikomachische Ethik / Chapter 94 5 108 Ferner, wenn man darum enthaltsam sein soll, weil man starke und schlechte Begierden hatErgänze: und ihnen doch nicht nachgibt. , so wird der Mäßige nicht enthaltsam und der Entha…
Paragraph 527 Nikomachische Ethik / Chapter 94 3 84 So wäre es also die Klugheit, die hier Einspruch erhöbe; denn sie ist im Besitze der sichersten und festesten Meinung. Aber das ist ungereimt; denn da würde einer klug und unentha…
Paragraph 526 Nikomachische Ethik / Chapter 94 4 119 Einige pflichten nun dem sokratischen Standpunkt in einer Hinsicht bei, in anderer nicht. Sie geben zu, daß nichts stärker sei als die Wissenschaft, daß aber niemand gegen das nac…
Paragraph 525 Nikomachische Ethik / Chapter 94 13 189 Man könnte es aber bedenklich finden, daß einer trotz richtiger Ansichten sollte unenthaltsam sein können. Und daher behaupten Einige, bei Einem, der ein wahres Wissen in einer Sa…
Paragraph 524 Nikomachische Ethik / Chapter 93 5 94 Auch sagt man, der Mäßige sei enthaltsam und starkmütig; umgekehrt aber meint man teils, jeder, der die beiden letzten Eigenschaften habe, sei mäßig, teils bestreitet man es. Eben…
Paragraph 523 Nikomachische Ethik / Chapter 93 3 80 Die Enthaltsamkeit also wie die Abgehärtetheit scheint zu den trefflichen und lobenswerten Dingen, die Unenthaltsamkeit und Weichlichkeit dagegen zu den schlechten und tadelnswert…
Paragraph 522 Nikomachische Ethik / Chapter 92 2 58 Auch hier müssen wir wie sonst die Ansichten, die einen Schein haben, hersetzen und zuerst die Zweifel über sie vortragen, um dann entweder wo möglich alles, was bezüglich der ged…
Paragraph 521 Nikomachische Ethik / Chapter 92 12 196 Wenn daher, wie man sagt, aus Menschen durch ein Übermaß der Tugend Götter werden, so wäre offenbar der der tierischen Rohheit entgegengesetzte Habitus gleichsam von solcher Art. …
Paragraph 520 Nikomachische Ethik / Chapter 92 1 13 »– schien er doch nimmer Wie einem sterblichen Mann, nein, wie einem Gotte entsprossen.«
Paragraph 519 Nikomachische Ethik / Chapter 92 10 203 Hiernach haben wir einen anderen Ausgangspunkt zu nehmen und zu sagen, daß es drei Arten dessen gibt, was man auf dem sittlichen Gebiete meiden muß: Schlechtigkeit, Unenthaltsamke…
Paragraph 518 Nikomachische Ethik / Chapter 89 10 207 Dennoch steht die Klugheit nicht über der Weisheit, noch ist sie Eigenschaft eines höheren Vermögens. Die Heilkunde steht ja auch nicht über der Gesundheit. Denn sie bedient sich …
Paragraph 517 Nikomachische Ethik / Chapter 89 2 45 Aber auch wenn die Klugheit zum Handeln nichts beitrüge, bedürfte man ihrer offenbar doch, weil sie die Vollkommenheit eines Seelenvermögens ist, und weil die Willenswahl ohne Klu…
Paragraph 516 Nikomachische Ethik / Chapter 89 2 84 Hiermit ist auch der Grund widerlegt, auf den hin man die Tugenden für getrennt von einander erklären könnte, da nicht eine und dieselbe Person von Natur zu allen Tugenden die gle…
Paragraph 515 Nikomachische Ethik / Chapter 89 14 230 Daher begegnet man hier und da der Behauptung, alle Tugenden seine ebensoviele Arten der Klugheit, und die sokratische Forschung hatte mit dieser Ansicht teils Recht, teils war si…
Paragraph 514 Nikomachische Ethik / Chapter 89 10 239 (1144b) Wenden wir nun wieder der Tugend unser Augenmerk zu. Auch sie verhält sich zur Geschicklichkeit ähnlich wie die Klugheit: ohne mit ihr eins zu sein, ist sie ihr doch ähnli…
Paragraph 513 Nikomachische Ethik / Chapter 89 16 183 Es gibt ein Vermögen, das man als Geschicklichkeit bezeichnet. Der Geschicklichkeit ist es eigen, daß sie das, was zum vorgesetzten Ziele führt, zu tun versteht und zu treffen wei…
Paragraph 512 Nikomachische Ethik / Chapter 89 7 170 Was aber den Einwand angeht, daß niemand wegen der Klugheit in höherem Grade sittliche und gerechte Handlungen verrichte, so müssen wir zu seiner Entkräftung etwas weiter zurückgr…
Paragraph 511 Nikomachische Ethik / Chapter 89 4 84 Ferner kommen die menschlichen Handlungen unter dem maßgebenden Einflusse der Klugheit und der sittlichen Tugend zu stande. Die Tugend macht, daß man sich das rechte Ziel setzt, d…
Paragraph 510 Nikomachische Ethik / Chapter 89 8 116 Sodann bringen sie aber auch wirklich etwas hervor; aber nicht wie die Medizin, sondern wie die Gesundheit die Gesundheit hervorbringt, so die Weisheit die Glückseligkeit. Denn al…
Paragraph 509 Nikomachische Ethik / Chapter 89 1 36 (1144a) Wir sagen also zuerst, daß diese beiden Tugenden, selbst wenn keine von ihnen etwas hervorbrächte, doch notwendig an und für sich begehrenswert wären, insofern jede von ih…
Paragraph 508 Nikomachische Ethik / Chapter 89 2 16 Hierüber also müssen wir uns erklären. Denn bis jetzt haben wir nur Fragen und Bedenken aufgeworfen.
Paragraph 507 Nikomachische Ethik / Chapter 89 2 32 Zudem scheint es ungereimt, wenn sie (die Klugheit), die doch geringer ist als die Weisheit, wichtiger und maßgebender sein soll als sie. Denn die hervorbringende Tugend herrscht …
Paragraph 506 Nikomachische Ethik / Chapter 89 4 84 Wollte man aber sagen, die Klugheit sei nicht dafür da, um die Tugenden besser zu äußern, sondern um tugendhaft zu werden, so wäre sie dem, der tugendhaft ist, zu nichts nütze; ab…
Paragraph 505 Nikomachische Ethik / Chapter 89 9 184 Man könnte aber betreffs ihrer fragen, zu was sie nütze sind. Denn die Weisheit betrachtet nichts, wodurch der Mensch glücklich werden kann – sie hat es ja mit keinem Werden zu tu…
Paragraph 504 Nikomachische Ethik / Chapter 88 10 131 So hätten wir denn dargelegt, was die Klugheit und die Weisheit ist, womit jede von beiden es zu tun hat, und daß jede von ihnen die Tugend eines anderen Seelenteils istDie Klughe…
Paragraph 503 Nikomachische Ethik / Chapter 88 2 36 Deswegen muß man auf die ohne Beweis ausgesprochenen Behauptungen und Meinungen der Erfahrenen, Alten und Klugen nicht weniger achten als auf die Demonstrationen. Denn weil sie ei…
Paragraph 502 Nikomachische Ethik / Chapter 88 2 28 Daher ist der (praktische) Verstand (von Seite seines Gegenstandes) wie Anfang so auch Ende. Denn seine Schlußfolgerungen gehen vom Letzten und Einzelnen aus und beziehen sich auc…
Paragraph 501 Nikomachische Ethik / Chapter 88 23 460 Denn wir sprechen von Diskretion, Verständigkeit, Klugheit und Verstand, indem wir unbedenklich denselben Personen die Eigenschaft der Diskretion und des Verstandes zuschreiben un…