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Paragraph 1 Apologie des Sokrates / Chapter 1 9 34 Kapitel 1 InhaltA. Die VerteidigungsredeI. Einleitung II. Die alten Ankläger III. Die Anklage des Meletos IV. Die Lebensführung des Sokrates V. SchlußB. Die Rede nach der Verkündi…
Paragraph 2 Apologie des Sokrates / Chapter 3 13 413 Was wohl euch, ihr Athener, meine Ankläger angetan haben, weiß ich nicht: ich meinesteils aber hätte ja selbst beinahe über sie meiner selbst vergessen; so überredend haben sie ge…
Paragraph 3 Apologie des Sokrates / Chapter 4 15 407 Zuerst nun, ihr Athener, muß ich mich wohl verteidigen gegen das, dessen ich zuerst fälschlich angeklagt bin, und gegen meine ersten Ankläger, und hernach gegen der späteren Späte…
Paragraph 4 Apologie des Sokrates / Chapter 4 10 232 Rufen wir uns also zurück von Anfang her, was für eine Anschuldigung es doch ist, aus welcher mein übler Ruf entstanden ist, worauf auch Meletos bauend diese Klage gegen mich eing…
Paragraph 5 Apologie des Sokrates / Chapter 4 13 308 Aber es ist eben weder hieran etwas, noch auch, wenn ihr etwa von einem gehört habt, ich gäbe mich dafür aus, Menschen zu erziehen, und verdiente Geld damit; auch das ist nicht wa…
Paragraph 6 Apologie des Sokrates / Chapter 4 19 373 Vielleicht nun möchte jemand von euch einwenden: »Aber, Sokrates, was ist denn also dein Geschäft? Woher sind diese Verleumdungen dir entstanden? Denn gewiß, wenn du nichts Besond…
Paragraph 7 Apologie des Sokrates / Chapter 4 12 332 Bedenkt nun, weshalb ich dieses sage: Ich will euch nämlich erklären, woher doch die Verleumdung gegen mich entstanden ist. Denn nachdem ich dieses gehört, gedachte ich bei mir al…
Paragraph 8 Apologie des Sokrates / Chapter 4 11 332 Nach diesem nun ging ich schon nach der Reihe, bemerkend freilich und bedauernd und auch in Furcht darüber, daß ich mich verhaßt machte; doch aber dünkte es mich notwendig, des Go…
Paragraph 9 Apologie des Sokrates / Chapter 4 6 162 Zum Schluß nun ging ich auch zu den Handarbeitern. Denn von mir selbst wußte ich, daß ich gar nichts weiß, um es geradeheraus zu sagen; von diesen aber wußte ich doch, daß ich sie…
Paragraph 10 Apologie des Sokrates / Chapter 4 15 556 Aus dieser Nachforschung also, ihr Athener, sind mir viele Feindschaften entstanden, und zwar die beschwerlichsten und lästigsten, so daß viel Verleumdung daraus entstand und auch…
Paragraph 11 Apologie des Sokrates / Chapter 5 8 155 Gegen das nun, was meine ersten Ankläger geklagt haben, sei diese Verteidigung hinlänglich vor euch. Gegen Meletos aber, den guten und vaterlandsliebenden, wie er ja sagt, und geg…
Paragraph 12 Apologie des Sokrates / Chapter 5 36 401 Her also zu mir, Meletos, und sprich! Nicht wahr, dir ist das sehr wichtig, daß die Jugend aufs beste gedeihe? – Mir freilich. – So komm also und sage diesen, wer sie denn besser …
Paragraph 13 Apologie des Sokrates / Chapter 5 18 310 Weiter, sage uns doch beim Zeus, Meletos, ob es besser ist, unter guten Bürgern wohnen oder unter schlechten? Lieber Freund, antworte doch! Ich frage dich ja nichts Schweres. Tun …
Paragraph 14 Apologie des Sokrates / Chapter 5 21 447 Doch, ihr Athener, das ist wohl schon offenbar, was ich sagte, daß sich Meletos um diese Sache nie weder viel noch wenig bekümmert hat! Indes aber sage uns, Meletos, auf welche Ar…
Paragraph 15 Apologie des Sokrates / Chapter 5 25 438 Erwägt aber mit mir, ihr Männer, warum ich finde, daß er dies sagt! Du aber antworte uns, o Meletos! Ihr aber, was ich euch von Anfang an gebeten habe, denkt wohl daran, mir kein …
Paragraph 16 Apologie des Sokrates / Chapter 6 6 393 Jedoch, ihr Athener, daß ich nicht strafbar bin in Beziehung auf die Anklage des Meletos, darüber scheint mir keine große Verteidigung nötig zu sein, sondern schon dieses ist genu…
Paragraph 17 Apologie des Sokrates / Chapter 6 18 797 Ich also hätte Arges getan, ihr Athener, wenn ich – als die Befehlshaber mir einen Platz anwiesen, die ihr gewählt hattet, um über mich zu befehlen bei Potidaia, bei Amphipolis un…
Paragraph 18 Apologie des Sokrates / Chapter 6 17 490 Kein Getümmel, ihr Athener, sondern harret mir aus bei dem, was ich euch gebeten: mir nicht zu toben über das, was ich sage, sondern zu hören! Auch wird es euch, glaube ich, heils…
Paragraph 19 Apologie des Sokrates / Chapter 6 8 220 Vielleicht könnte auch dies jemanden ungereimt dünken, daß ich, um Einzelnen zu raten, umhergehe und mir viel zu schaffen mache, öffentlich aber mich nicht erdreiste, in eurer Ver…
Paragraph 20 Apologie des Sokrates / Chapter 6 14 365 Tüchtige Beweise will ich euch hiervon anführen, nicht in Worten, sondern was ihr höher achtet, Tatsachen. Hört also von mir, was mir selbst begegnet ist, damit ihr seht, daß ich …
Paragraph 21 Apologie des Sokrates / Chapter 6 7 231 Glaubt ihr nun wohl, daß ich so viele Jahre würde durchgekommen sein, wenn ich die öffentlichen Angelegenheiten verwaltet und, als ein redlicher Mann sie verwaltend, überall dem R…
Paragraph 22 Apologie des Sokrates / Chapter 6 12 375 Aber weshalb halten sich wohl einige so gern seit langer Zeit zu mir? Das habt ihr gehört, Athener, ich habe euch die ganze Wahrheit gesagt, daß sie nämlich diejenigen gern mögen …
Paragraph 23 Apologie des Sokrates / Chapter 7 13 463 Wohl, ihr Männer! Was ich zu meiner Verteidigung zu sagen wüßte, das ist etwa dieses, und vielleicht mehr dergleichen. Vielleicht aber wird mancher unter euch unwillig gegen mich,…
Paragraph 24 Apologie des Sokrates / Chapter 7 7 207 Abgesehen aber von dem Rühmlichen dünkt es mich auch nicht einmal recht, den Richter zu bitten und sich durch Bitten loszuhelfen: sondern belehren muß man ihn und überzeugen. Denn…
Paragraph 25 Apologie des Sokrates / Chapter 8 4 122 Daß ich nicht unwillig bin, ihr Athener, über dieses Ereignis, daß ihr mich verurteilt habt, dazu trägt noch sonst vieles bei; aber auch nicht unverhofft ist mir das Geschehene ge…
Paragraph 26 Apologie des Sokrates / Chapter 8 12 333 Zuerkennen also will mir der Mann den Tod. Wohl! Was soll ich mir nun dagegen zuerkennen, ihr Athener? Doch gewiß, was ich verdiene! Wie also? Was verdiene ich zu erleiden oder zu…
Paragraph 27 Apologie des Sokrates / Chapter 8 21 394 Vielleicht wird euch nun, daß ich dieses sage, ebenso bedünken, als was ich von dem Flehen und der Mitleidserregung sagte: als hartnäckiger Eigendünkel. Das ist aber nicht so, ihr…
Paragraph 28 Apologie des Sokrates / Chapter 8 4 148 Vielleicht aber wird einer sagen: »Also still und ruhig, Sokrates, wirst du nicht imstande sein, nach deiner Verweisung zu leben?« Das ist nun wohl am allerschwersten manchem von …
Paragraph 29 Apologie des Sokrates / Chapter 8 7 109 Auch bin ich nicht gewohnt, mich selbst etwas Übles wert zu achten. Hätte ich nun Geld, so würde ich mir so viel Geldstrafe zuerkennen, als ich entrichten könnte: denn davon hätte…
Paragraph 30 Apologie des Sokrates / Chapter 9 16 438 Nur um einer gar kurzen Zeit willen, ihr Athener, werdet ihr nun den Namen behalten und den Vorwurf von denen, welche die Stadt gern lästern mögen, daß ihr den Sokrates hingericht…
Paragraph 31 Apologie des Sokrates / Chapter 9 11 204 Was aber nun hierauf folgen wird, gelüstet mich euch zu weissagen, ihr meine Verurteiler! Denn ich stehe ja auch schon da, wo vorzüglich die Menschen weissagen, wenn sie nämlich i…
Paragraph 32 Apologie des Sokrates / Chapter 9 12 286 . Mit denen aber, welche für mich gestimmt, möchte ich gern noch reden über dies Ereignis, welches sich zugetragen, solange die Gewalthaber Roch Abhaltung haben und ich noch nicht…
Paragraph 33 Apologie des Sokrates / Chapter 9 13 475 Laßt uns aber auch so erwägen, wieviel Ursache wir haben zu hoffen, es sei etwas Gutes. Denn eins von beiden ist das Totsein: entweder so viel als nichts sein noch irgend eine Emp…
Paragraph 34 Apologie des Sokrates / Chapter 9 8 253 Also müßt auch ihr, Richter, gute Hoffnung haben in Absicht des Todes und dies eine Richtige im Gemüt halten, daß es für den guten Mann kein Übel gibt weder im Leben noch im Tode,…
Paragraph 1 Nikomachische Ethik / Chapter 2 1 4 Übersetzt von Eugen Rolfes
Paragraph 2 Nikomachische Ethik / Chapter 2 1 3 Felix Meiner Verlag
Paragraph 3 Nikomachische Ethik / Chapter 2 1 1 1911
Paragraph 4 Nikomachische Ethik / Chapter 3 1 27 Die Nikomachische Ethik hat ihren Beinamen davon, daß Aristoteles sie seinem Sohne Nikomachus gewidmet, oder nach Einigen davon, daß dieser sie nach seines Vaters Tode herausgegeb…
Paragraph 5 Nikomachische Ethik / Chapter 3 4 86 Sie behandelt, wie im Worte liegt, die Lehre von der Sittlichkeit oder Tugend. Durch die Tugend erfüllt der Mensch seine Bestimmung, die darin besteht, daß er seine natürliche Vol…
Paragraph 6 Nikomachische Ethik / Chapter 3 2 69 Da aber der Mensch von Natur in staatlicher Gemeinschaft lebt und seine Bestimmung nur in ihr und durch sie erreicht, so behandelt Aristoteles die Tugendlehre als einen Teil der S…
Paragraph 7 Nikomachische Ethik / Chapter 3 1 18 Die Tugendlehre des Aristoteles hat verschiedene Eigentümlichkeiten, die mit ihrer Unterordnung unter die Staatslehre mehr oder minder zusammenhängen.
Paragraph 8 Nikomachische Ethik / Chapter 3 5 86 Vor allem versteht Aristoteles unter jener Glückseligkeit, die das Ziel der Tugend ist, ausschließlich die diesseitige und irdische und läßt die jenseitige außer Betracht. Dies is…
Paragraph 9 Nikomachische Ethik / Chapter 3 18 389 Aristoteles scheint ferner die Tugend zur Glückseligkeit in das Verhältnis des Mittels zum Zweck zu stellen, und doch ist sie auch ihrer selbstwegen liebenswert, und wer sich um s…
Paragraph 10 Nikomachische Ethik / Chapter 3 15 445 Noch ein Drittes ist der aristotelischen Tugendlehre eigentümlich und kann auffallen und befremden. Sie schweigt gänzlich von dem Willen Gottes, der doch mit Recht als das oberste…
Paragraph 11 Nikomachische Ethik / Chapter 3 1 29 Gehen wir nun weiter und erklären wir, wie Aristoteles seine Lehre, daß die Tugend und die tugendgemäße Tätigkeit das Ziel des Menschen ist und ihn wahrhaft glücklich macht, durch…
Paragraph 12 Nikomachische Ethik / Chapter 3 6 108 Er zeigt zunächst, daß das Ziel des Menschen nicht in Sinnengenuss, in eitler Ehre oder in irdischem Besitze, sondern in menschenwürdiger Tätigkeit besteht. Für alles, was eine Tä…
Paragraph 13 Nikomachische Ethik / Chapter 3 6 119 Aber es fragt sich, aus welcher Tätigkeit. Ohne Zweifel aus derjenigen, die ihm als Mensch eigentümlich ist und ihn von anderem Tätigen unterscheidet. Das ist eben die tugendgemäß…
Paragraph 14 Nikomachische Ethik / Chapter 3 5 153 An dieser Stelle wendet sich bei Aristoteles die Erörterung. Es folgt nicht gleich, wie man erwarten könnte, die Angabe und Beschreibung der besten Tugend und eine nähere Erklärun…
Paragraph 15 Nikomachische Ethik / Chapter 3 6 115 Wir sehen hier von dem mittleren Teile der Ethik, der Darstellung der Tugend und der Tugenden, ab. Man kann das Nähere darüber aus unserem Inhaltsverzeichnisse zur Ethik entnehmen…
Paragraph 16 Nikomachische Ethik / Chapter 3 16 330 Alles Lebendige begehrt nach der Lust, wie es auch nach dem Sein, dem Leben und der Tätigkeit begehrt. Die Tätigkeit ist nämlich die Vollendung des Lebens und des Seins, und darum…
Paragraph 17 Nikomachische Ethik / Chapter 3 8 119 Man besorge aber darum nicht, daß Aristoteles die Tugend und Vollendung des Menschen einseitig in den Verstand lege. Die Verstandestugenden sind ihm von den Charaktertugenden unze…
Paragraph 18 Nikomachische Ethik / Chapter 3 5 72 Wir haben hiermit die Anlage und den Grundgedanken der Nikomachischen Ethik in aller Kürze dargelegt. Der griechische Text scheint, abgesehen von Kleinigkeiten, in großer Reinheit…
Paragraph 19 Nikomachische Ethik / Chapter 3 8 131 Es wäre sehr wünschenswert, wenn unsere Leser die kleine kritische Separattextausgabe von Susemihl und Apelt, Leipzig, Teubner 1903 zur Hand hätten. In dieser Ausgabe sind in eine…
Paragraph 20 Nikomachische Ethik / Chapter 3 9 172 Auch die Kommentare werden bei Susemihl-Apelt namhaft gemacht: die drei griechischen, die seit 1889 im Auftrag der Berliner Kgl. preuß. Akademie der Wissenschaften von Heylbut neu…
Paragraph 21 Nikomachische Ethik / Chapter 3 6 82 In dem Verzeichnis bei Susemihl-Apelt fehlt auch der lateinische Kommentar des italienischen Jesuiten Silvester Maurus, † 1687, der eine Paraphrase zu sämtlichen Werken des Aristo…
Paragraph 22 Nikomachische Ethik / Chapter 3 3 6 Brühl, Rheinland, den 17. Aug. 1910.
Paragraph 23 Nikomachische Ethik / Chapter 3 1 1 Rolfes.
Paragraph 24 Nikomachische Ethik / Chapter 5 14 184 (1094a) Jede Kunst und jede Lehre, desgleichen jede Handlung und jeder EntschlußKunst und Lehre werden hier genannt im Hinblicke auf die Sittenlehre und die Staatskunst, von der j…
Paragraph 25 Nikomachische Ethik / Chapter 5 11 258 Da der Handlungen, Künste und Wissenschaften viele sind, ergeben sich auch viele Ziele. Das Ziel der Heilkunst ist die Gesundheit, das der Schiffsbaukunst das Schiff, das der Stra…
Paragraph 26 Nikomachische Ethik / Chapter 5 6 134 Wenn es nun ein Ziel des Handelns gibt, das wir seiner selbstwegen wollen, und das andere nur um seinetwillen, und wenn wir nicht alles wegen eines anderen uns zum Zwecke setzen –…
Paragraph 27 Nikomachische Ethik / Chapter 5 8 244 Allem Anscheine nach gehört es der maßgebendsten und im höchsten Sinne leitenden Wissenschaft an, und das (1094b) ist offenbar die Staatskunst. Sie bestimmt, welche Wissenschaften…
Paragraph 28 Nikomachische Ethik / Chapter 5 13 277 Was die Darlegung betrifft, so muß man zufrieden sein, wenn sie denjenigen Grad von Bestimmtheit erreicht, den der gegebene Stoff zuläßt. Die Genauigkeit darf man nicht bei allen …
Paragraph 29 Nikomachische Ethik / Chapter 5 8 160 (1095a) Jeder beurteilt nur dasjenige richtig, was er kennt, und ist darin ein guter Richter; deshalb wird für ein bestimmtes Fach der darin Unterrichtete und schlechthin der in a…
Paragraph 30 Nikomachische Ethik / Chapter 5 1 25 So viel stehe als Einleitung über den Hörer, über die Art, wie wir verstanden sein wollen, und über den Gegenstand, den wir zu behandeln haben.
Paragraph 31 Nikomachische Ethik / Chapter 6 19 372 Nehmen wir jetzt wieder unser Thema auf und geben wir, da alles Wissen und Wollen nach einem Gute zieltAristoteles sagt wörtlich: nach einem Gute begehrt, ορέγεται. Die vier Subst…
Paragraph 32 Nikomachische Ethik / Chapter 6 1 26 Alle diese Meinungen zu prüfen dürfte der Mühe nicht verlohnen; es wird genügen, wenn wir uns auf die gangbarsten und diejenigen, die einigermaßen begründet erscheinen, beschränke…
Paragraph 33 Nikomachische Ethik / Chapter 6 21 407 Wir müssen hierbei vor Augen halten, daß ein grosser Unterschied ist zwischen den Erörterungen, die von den Principien ausgehen, und denen, die zu ihnen aufsteigen. Das war ja die…
Paragraph 34 Nikomachische Ethik / Chapter 6 3 39 Der ist von allen der Beste, der selber jegliches findet. Aber auch jener ist tüchtig, der guter Lehre Gehör gibt. Wer aber selbst nichts erkennt, noch fremden Zuspruch bedächtig …
Paragraph 35 Nikomachische Ethik / Chapter 7 1 11 Wir aber wollen den Punkt erörtern, von dem wir abgeschweift sind.
Paragraph 36 Nikomachische Ethik / Chapter 7 3 100 Nimmt man die verschiedenen Lebensweisen in Betracht, so scheint es einmal nicht grundlos, wenn die Menge, die rohen Naturen, das höchste Gut und das wahre Glück in die Lust setze…
Paragraph 37 Nikomachische Ethik / Chapter 7 13 249 Die edeln und tatenfrohen Naturen ziehen die Ehre vor, die man ja wohl als das Ziel des öffentlichen Lebens bezeichnen darf. Indessen möchte die Ehre doch etwas zu oberflächliches…
Paragraph 38 Nikomachische Ethik / Chapter 7 1 17 Die dritte Lebensweise ist die theoretische oder die betrachtende; sie wird uns in einem späteren Abschnitte beschäftigen.
Paragraph 39 Nikomachische Ethik / Chapter 7 5 77 Das auf Gelderwerb gerichtete Leben hat etwas Unnatürliches und Gezwungenes an sich, und der Reichtum ist das gesuchte Gut offenbar nicht. Denn er ist nur für die Verwendung da un…
Paragraph 40 Nikomachische Ethik / Chapter 8 6 96 Besser ist es vielleicht auf das Universelle das Augenmerk zu richten und die Frage zu erörtern, wie dasselbe gemeint ist. Freilich fällt uns diese Untersuchung schwer, da befreun…
Paragraph 41 Nikomachische Ethik / Chapter 8 5 85 Diejenigen nun, welche diese Lehre aufgebracht haben, haben überall da keine Ideen angenommen, wo sie von einem Früher und Später redeten, daher sie auch für die Gesamtheit der Za…
Paragraph 42 Nikomachische Ethik / Chapter 8 6 78 Da ferner das Gute in gleich vielen Bedeutungen mit dem Seienden ausgesagt wird (denn es steht in der Kategorie der Substanz, z. B. Gott, Verstand, in der der Qualität: die Tugend…
Paragraph 43 Nikomachische Ethik / Chapter 8 3 68 Ferner, da es von dem zu einer Idee Gehörigen auch nur eine Wissenschaft gibt, so wäre auch nur eine Wissenschaft von allem Guten. Nun aber sind ihrer viele, selbst von dem unter …
Paragraph 44 Nikomachische Ethik / Chapter 8 5 91 Man könnte aber auch fragen, was sie mit jenem »An-sich«, das sie zu allem hinzusetzen, eigentlich meinen, da (1096b) doch in dem Menschen an sich und dem Menschen ein und derselb…
Paragraph 45 Nikomachische Ethik / Chapter 8 3 28 Annehmbarer erscheint hier die Theorie der Pythagoreer, die das Eins in die Reihe der Güter stellen. Ihnen mag auch Speusipp gefolgt sein. Doch hiervon muß anderswo gehandelt werd…
Paragraph 46 Nikomachische Ethik / Chapter 8 11 221 Gegen das Gesagte könnte aber ein Bedenken laut werden, als ob nämlich jene Theorie nicht von allem Guten gelten solle, sondern ihr zufolge nur das seiner selbst wegen Erstrebte u…
Paragraph 47 Nikomachische Ethik / Chapter 8 5 89 Aber inwiefern spricht man nun doch von dem Guten? Das viele Gute scheint doch nicht zufällig denselben Namen zu haben. Ist es also vielleicht darum, weil es von einem herkommt od…
Paragraph 48 Nikomachische Ethik / Chapter 8 11 237 Ebenso ist es nicht dieses Ortes, die Ideenlehre weiter zu verfolgen. Wenn auch wirklich das gemeinsam ausgesagte Gute etwas Einzelnes und getrennt für sich Bestehendes sein sollt…
Paragraph 49 Nikomachische Ethik / Chapter 9 11 151 Kommen wir nun wieder auf das fragliche Gut zurück, um zu ermitteln, was es sein möge. Wir sehen, daß es in jeder Tätigkeit und Kunst immer ein anderes ist: ein anderes in der Med…
Paragraph 50 Nikomachische Ethik / Chapter 9 6 209 Da der Ziele zweifellos viele sind und wir deren manche nur wegen anderer Ziele wollen, so leuchtet ein, daß sie nicht alle Endziele sind, während doch das höchste Gut ein Endziel…
Paragraph 51 Nikomachische Ethik / Chapter 9 9 174 Zu demselben Ergebnisse mag uns der Begriff des Genügens führen. Das vollendet Gute muß sich selbst genügen. Wir verstehen darunter ein Genügen nicht blos für den Einzelnen, der f…
Paragraph 52 Nikomachische Ethik / Chapter 9 1 20 Also: die Glückseligkeit stellt sich dar als ein Vollendetes und sich selbst Genügendes, da sie das Endziel alles Handelns ist.
Paragraph 53 Nikomachische Ethik / Chapter 10 2 32 Jedoch mit der Erklärung, die Glückseligkeit sei das höchste Gut, ist vielleicht nichts weiter gesagt, als was jederman zugibt. Was verlangt wird ist vielmehr, daß noch deutlicher…
Paragraph 54 Nikomachische Ethik / Chapter 10 20 356 Dies dürfte uns gelingen, wenn wir die eigentümlich menschliche Tätigkeit ins Auge fassen. Wie für einen Flötenspieler, einen Bildhauer oder sonst einen Künstler, und wie überhaup…
Paragraph 55 Nikomachische Ethik / Chapter 10 4 216 Wenn aber das eigentümliche Werk und die eigentümliche Verrichtung des Menschen in vernünftiger oder der Vernunft nicht entbehrender Tätigkeit der Seele besteht, und wenn uns die …
Paragraph 56 Nikomachische Ethik / Chapter 11 5 79 Dies möge als Umriß der Darstellung des höchsten Gutes gelten. Denn man muß dasselbe wohl zunächst nach den Grundlinien beschreiben und darauf diese im einzelnen ausführenDie gena…
Paragraph 57 Nikomachische Ethik / Chapter 11 8 124 Man denke auch an die schon obenIm Proömium, siehe Kapitel 1 Anm. 9. gemachte Bemerkung und verlange Genauigkeit nicht bei allen Gegenständen in gleichem Maße, sondern immer nur n…
Paragraph 58 Nikomachische Ethik / Chapter 11 23 326 (1098b) Man darf auch nicht unterschiedslos überall nach der Ursache fragenWollte man von jedem, auch der Ursache, die Ursache wissen, so nähme das Fragen kein Ende. In der Gottes…
Paragraph 59 Nikomachische Ethik / Chapter 12 2 42 Wir müssen dasselbe jedoch nicht nur auf grund der Schlußfolgerung und der begrifflichen Voraussetzungen zu ermitteln suchen, sondern ebenso auf grund der darüber herrschenden Ans…
Paragraph 60 Nikomachische Ethik / Chapter 12 4 61 Man unterscheidet drei Arten von Gütern: äußere Güter, Güter der Seele und Güter des Leibes. Von diesen gelten die der Seele als die wichtigsten, als Güter im vollkommensten Sinne…
Paragraph 61 Nikomachische Ethik / Chapter 12 2 31 Auch darum erscheint sie als richtig, weil sie als Endziel gewisse Akte und Tätigkeiten aufstellt. Denn so liegt das Endziel in Gütern der Seele, auch insofern sie den äußeren Güt…
Paragraph 62 Nikomachische Ethik / Chapter 12 5 37 Ebenso stimmt es zu ihr, daß man von dem Glücklichen sagt, er lebe gut und gehabe sich gut. Mit unserer Definition ist ja ungefähr so viel gesagt wie gutes Leben und gutes Gehaben…
Paragraph 63 Nikomachische Ethik / Chapter 13 5 102 Auch alle Erfordernisse zur Glückseligkeit, die man von den verschiedenen Seiten geltend gemacht hat, scheinen sich in unserer Bestimmung zu finden. Die einen halten die Glückseli…
Paragraph 64 Nikomachische Ethik / Chapter 13 9 155 Mit denen also, die die Glückseligkeit in die Tugend oder auch in eine Tugend setzen, stimmen wir überein. Denn in den Bereich der Tugend fällt die ihr gemäße Tätigkeit. Nur möcht…
Paragraph 65 Nikomachische Ethik / Chapter 13 12 237 Auch ist ihr Leben an und für sich genußvoll. Lust genießen ist etwas Seelisches, und lustbringend ist für jeden dasjenige, wovon er ein Liebhaber ist, wie z. B. das Pferd für den…
Paragraph 66 Nikomachische Ethik / Chapter 13 1 18 Schönstes ist was Gerechtestes ist, das Beste Gesundsein, Aber das Süsseste ist, wenn man erlangt was man liebt.