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Sentence 4
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Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 31
|
19 |
Denn jetzt habt ihr dies getan in der Meinung, nun entledigt zu sein von der Rechenschaft über euer Leben. |
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Sentence 5
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Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 31
|
11 |
Es wird aber ganz entgegengesetzt für euch ablaufen, wie ich behaupte. |
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Sentence 6
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 31
|
19 |
Mehrere werden sein, die euch zur Untersuchung ziehen, welche ich nur bisher zurückgehalten, ihr aber gar nicht bemerkt habt. |
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Sentence 7
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 31
|
17 |
Und um desto beschwerlicher werden sie euch werden, je jünger sie sind, und ihr um desto unwilliger. |
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Sentence 8
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 31
|
26 |
Denn wenn ihr meint, durch Hinrichtungen dem Einhalt zu tun, daß euch niemand schelten soll, wenn ihr nicht recht lebt, so bedenkt ihr das sehr schlecht. |
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Sentence 9
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 31
|
11 |
Denn diese Entledigung ist weder recht ausführbar, noch ist sie edel. |
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Sentence 10
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Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 31
|
20 |
Sondern jene ist die edelste und leichteste: nicht anderen wehren, sondern sich selbst so einrichten, daß man möglichst gut sei. |
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Sentence 11
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 31
|
17 |
Dieses will ich euch, die ihr gegen mich gestimmt habt, geweissagt haben und nun von euch scheiden. |
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Sentence 1
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
0 |
. |
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Sentence 2
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
35 |
Mit denen aber, welche für mich gestimmt, möchte ich gern noch reden über dies Ereignis, welches sich zugetragen, solange die Gewalthaber Roch Abhaltung haben und ich noch nicht d… |
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Sentence 3
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
9 |
Also, ihr Männer, so lange haltet mir noch aus! |
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Sentence 4
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Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
13 |
Nichts hindert ja, uns vertraulich zu unterhalten miteinander, solange es noch vergönnt ist. |
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Sentence 5
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
19 |
Denn euch als meinen Freunden will ich gern das erklären, was mir soeben begegnet ist, was es eigentlich bedeutet. |
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Sentence 6
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
52 |
Mir ist nämlich, ihr Richter – denn euch benenne ich recht, wenn ich euch Richter nenne –, etwas Wunderbares vorgekommen: Meine gewohnte Vorbedeutung nämlich war in der vorigen Ze… |
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Sentence 7
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
74 |
Jetzt aber ist mir doch, wie ihr ja selbst seht, dieses begegnet, was wohl mancher für das größte Übel halten könnte, und was auch dafür angesehen wird; dennoch aber hat mir weder… |
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Sentence 8
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
18 |
Jetzt aber hat es mir nirgends bei dieser Verhandlung, wenn ich etwas tat oder sprach, im mindesten widerstanden. |
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Sentence 9
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
10 |
Was für eine Ursache nun soll ich mir hiervon denken? |
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Sentence 10
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
29 |
Das will ich euch sagen: Es mag wohl, was mir begegnet ist, etwas Gutes sein, und unmöglich können wir Recht haben, die wir annehmen, der Tod sei ein Übel. |
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Sentence 11
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
7 |
Davon ist mir dies ein großer Beweis. |
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Sentence 12
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 32
|
20 |
Denn unmöglich würde mir das gewohnte Zeichen nicht widerstanden haben, wenn ich nicht im Begriff gewesen wäre, etwas Gutes auszurichten. |
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Sentence 1
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
16 |
Laßt uns aber auch so erwägen, wieviel Ursache wir haben zu hoffen, es sei etwas Gutes. |
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Sentence 2
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
44 |
Denn eins von beiden ist das Totsein: entweder so viel als nichts sein noch irgend eine Empfindung von irgend etwas haben, wenn man tot ist; oder, wie auch gesagt wird, es ist ein… |
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Sentence 3
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
28 |
Und es ist nun gar keine Empfindung, sondern wie ein Schlaf, in welchem der Schlafende auch nicht einmal einen Traum hat, so wäre der Tod ein wunderbarer Gewinn. |
|
Sentence 4
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
79 |
Denn ich glaube, wenn jemand einer solchen Nacht, in welcher er so fest geschlafen, daß er nicht einmal einen Traum gehabt, alle übrigen Tage und Nächte seines Lebens gegenüberste… |
|
Sentence 5
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
28 |
Wenn also der Tod etwas solches ist, so nenne ich ihn einen Gewinn, denn die ganze Zeit scheint ja auch nicht länger auf diese Art als eine Nacht. |
|
Sentence 6
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
39 |
Ist aber der Tod wiederum wie eine Auswanderung von hinnen an einen andern Ort, und ist das wahr, was gesagt wird, daß dort alle Verstorbenen sind, – was für ein größeres Gut könn… |
|
Sentence 7
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
53 |
Denn wenn einer, in der Unterwelt angelangt, nun dieser sich so nennenden Richter entledigt dort die wahren Richter antrifft, von denen auch gesagt wird, daß sie dort Recht sprech… |
|
Sentence 8
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
20 |
Oder auch mit dem Orpheus umzugehen und mit Musaios und Hesiodos und Homeros, – wie teuer möchtet ihr das wohl erkaufen? |
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Sentence 9
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Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
10 |
Ich wenigstens will gern oftmals sterben, wenn dies wahr ist. |
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Sentence 10
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
47 |
Ja, mir zumal wäre es ein herrliches Leben, wenn ich dort den Palamedes und Aias, des Telamon Sohn, anträfe, und wer sonst noch unter den Alten eines ungerechten Gerichtes wegen g… |
|
Sentence 11
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
28 |
Ja, was das Größte ist, die dort eben so ausfragend und ausforschend zu leben, wer unter ihnen weise ist, und wer es zwar glaubt, es aber nicht ist. |
|
Sentence 12
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
49 |
Für wieviel, ihr Richter, möchte das einer wohl annehmen, den, welcher das große Heer nach Troia führte, auszufragen, oder den Odysseus oder Sisyphos, und viele andere könnte eine… |
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Sentence 13
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 33
|
34 |
Gewiß werden sie einen dort um deswillen doch wohl nicht hinrichten: Denn nicht nur sonst ist man dort glückseliger als hier, sondern auch die übrige Zeit unsterblich, wenn das wa… |
|
Sentence 1
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 34
|
44 |
Also müßt auch ihr, Richter, gute Hoffnung haben in Absicht des Todes und dies eine Richtige im Gemüt halten, daß es für den guten Mann kein Übel gibt weder im Leben noch im Tode,… |
|
Sentence 2
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 34
|
28 |
Auch die meinigen haben jetzt nicht von ohngefähr diesen Ausgang genommen: sondern mir ist deutlich – daß sterben und aller Mühen entledigt werden schon das Beste für mich war. |
|
Sentence 3
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 34
|
40 |
Daher auch hat weder mich irgendwo das Zeichen gewarnt, noch auch bin ich gegen meine Verurteiler und gegen meine Ankläger irgend aufgebracht, – obgleich nicht in dieser Absicht s… |
|
Sentence 4
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 34
|
7 |
Das verdient an ihnen getadelt zu werden. |
|
Sentence 5
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 34
|
84 |
So viel jedoch bitte ich von ihnen: An meinen Söhnen, wenn sie erwachsen sind, nehmt eure Rache, ihr Männer, und quält sie ebenso, wie ich euch gequält habe, wenn euch dünkt, daß … |
|
Sentence 6
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 34
|
17 |
Und wenn ihr das tut, werde ich Gerechtes von euch erfahren haben, ich selbst und meine Söhne. |
|
Sentence 7
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 34
|
16 |
Jedoch – es ist Zeit, daß wir gehen: ich, um zu sterben, und ihr, um zu leben. |
|
Sentence 8
|
Apologie des Sokrates / Chapter 9 / Paragraph 34
|
17 |
Wer aber von uns beiden zu dem besseren Geschäft hingehe, das ist allen verborgen außer nur Gott. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 2 / Paragraph 1
|
4 |
Übersetzt von Eugen Rolfes |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 2 / Paragraph 2
|
3 |
Felix Meiner Verlag |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 2 / Paragraph 3
|
1 |
1911 |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 4
|
27 |
Die Nikomachische Ethik hat ihren Beinamen davon, daß Aristoteles sie seinem Sohne Nikomachus gewidmet, oder nach Einigen davon, daß dieser sie nach seines Vaters Tode herausgegeb… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 5
|
13 |
Sie behandelt, wie im Worte liegt, die Lehre von der Sittlichkeit oder Tugend. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 5
|
21 |
Durch die Tugend erfüllt der Mensch seine Bestimmung, die darin besteht, daß er seine natürliche Vollendung erlangt und dadurch glücklich wird. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 5
|
13 |
Darum ist für Aristoteles das Ziel des Menschen der Ausgangspunkt der ethischen Betrachtung. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 5
|
39 |
Wie alles Lebendige nach dem Guten strebt, so auch der Mensch: sein höchstes Gut, das Ziel aller seiner Handlungen, ist die Glückseligkeit, und die ethische Erörterung wird uns ze… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 6
|
30 |
Da aber der Mensch von Natur in staatlicher Gemeinschaft lebt und seine Bestimmung nur in ihr und durch sie erreicht, so behandelt Aristoteles die Tugendlehre als einen Teil der S… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 6
|
39 |
Der Staat hat die Aufgabe, die Bürger glücklich zu machen, indem er sie zur Tugend anhält und anleitet, und so ist das Ziel des Einzelnen von dem Staatsziel wie das Besondere und … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 7
|
18 |
Die Tugendlehre des Aristoteles hat verschiedene Eigentümlichkeiten, die mit ihrer Unterordnung unter die Staatslehre mehr oder minder zusammenhängen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 8
|
24 |
Vor allem versteht Aristoteles unter jener Glückseligkeit, die das Ziel der Tugend ist, ausschließlich die diesseitige und irdische und läßt die jenseitige außer Betracht. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 8
|
12 |
Dies ist nicht so zu erklären, als kenne er kein anderes Leben. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 8
|
15 |
Weiß man doch, daß er gleich seinem großen Vorgänger Plato die Unsterblichkeit der Seele lehrt. |
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Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 8
|
16 |
Vielmehr kommt jenes daher, daß er die Glückseligkeit des Einzelnen im Zusammenhang mit dem Staatszweck betrachtet. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 8
|
19 |
Der Staat aber ist eine Einrichtung, die nur dem Diesseits angehört und darum auch nur irdisches Wohl verfolgen kann. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
43 |
Aristoteles scheint ferner die Tugend zur Glückseligkeit in das Verhältnis des Mittels zum Zweck zu stellen, und doch ist sie auch ihrer selbstwegen liebenswert, und wer sich um s… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
28 |
Aber es ist zweierlei, zu sagen, daß die Tugend glücklich macht, und zu sagen, daß damit ihr Wert erschöpft ist, und man nur deshalb nach ihr streben soll. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
24 |
Das erste hat Aristoteles gesagt und stark betont, und dazu wurde er wieder durch die ihm eigentümliche Verbindung der Ethik mit der Politik veranlaßt. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
27 |
Die Politik verfolgt das Glück der Staatsangehörigen, und so kam er wie von selbst dazu, auch bei dem Einzelnen, das eudämonistische Moment in den Vordergrund zu stellen. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
15 |
Dabei ist er aber gewiß weit davon entfernt, einem einseitigen Eudämonismus das Wort zu reden. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
31 |
Er sagt vielmehr ausdrücklich, daß man um jeden Preis, auch den des Lebens, an der Tugend halten, und daß man lieber die größten Qualen leiden müßte als schimpflichen Zumutungen n… |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
3 |
III, 1; 3. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
1 |
Absatz. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
34 |
Wenn ihm daneben die Glückseligkeit oder auch die Lust das höchste Gut sind, so könnte man ja meinen, damit wäre der Tugend der zweite Rang angewiesen, sie solle Mittel, jene beid… |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
25 |
Allein einmal sagt er das nirgendwo, und er scheint nach X, 5, Absatz 1 fast absichtlich das Rangverhältnis zwischen Tugend und Lust unentschieden zu lassen. |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
22 |
Sodann wird die Rangfrage bei ihm so zu sagen gegenstandslos, insofern ihm Tugend und Glückseligkeit völlig gleich und von einander untrennbar sind. |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
25 |
Er sagt ja nicht blos, daß die Tugend zur Glückseligkeit führe, sondern noch öfter sagt er, daß sie oder die tugendgemäße Tätigkeit die Glückseligkeit sei. |
|
Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
29 |
Es ist aber auch wohl zu bemerken, daß es nicht verkehrt und nicht tadelnswert ist, wenn man die Tugend um der Glückseligkeit willen liebt, die man durch sie erlangt. |
|
Sentence 14
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
41 |
Tugendhaft sein um des Lohnes willen, mag nicht der höchste Grad der Tugend sein, aber ein Grad ist es immerhin, und auch der Beste braucht sich der Rücksicht und der Hoffnung auf… |
|
Sentence 15
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
16 |
Es ist eine gefährliche Übertreibung, eine Sittlichkeit, die auf den Lohn blickt, als Pseudomoral zu bezeichnen. |
|
Sentence 16
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
13 |
Wäre sie das, was wäre dann die Moral des Christentums, wie sie z. |
|
Sentence 17
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
1 |
B. |
|
Sentence 18
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 9
|
11 |
von dem Stifter unseres Glaubens in den acht Seligkeiten vorgetragen wird? |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
13 |
Noch ein Drittes ist der aristotelischen Tugendlehre eigentümlich und kann auffallen und befremden. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
16 |
Sie schweigt gänzlich von dem Willen Gottes, der doch mit Recht als das oberste Moralgesetz gilt. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
55 |
Man kann dieses Schweigen nicht daraus erklären, daß die sittlichen Gesetze und Forderungen innerlich notwendig sind, indem sie auf der Natur der Dinge beruhen und aus ihr abgelei… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
39 |
Denn ein solches Urteil kann uns nur versichern, daß etwas zum Sittengesetze gehört, aber nicht darüber belehren, was überhaupt der Grund und das Wesen der sittlichen Verpflichtun… |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
6 |
Die Natur der Dinge lehrt z. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
52 |
B., daß man die Sinnlichkeit bezähmen, nicht stehlen, nicht lügen, daß man die Eltern ehren soll, aber darum wissen wir noch nicht, warum uns diese Regeln die in ihrer Art so ganz… |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
16 |
Alle diese Fragen lassen sich ohne Bezugnahme auf den Willen und das Gebot Gottes nicht beantworten. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
78 |
Nur aus dem Willen Gottes entspringt sittliche Verpflichtung, und wenn dieser göttliche Wille als Grund des natürlichen Sittengesetzes auch nicht frei ist, sondern notwendig aus d… |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
57 |
Wir möchten darum glauben, daß Aristoteles nicht deshalb vom Willen Gottes als Grund und Norm der Sittlichkeit geschwiegen hat, weil derselbe seinem Gegenstande nach mit den natür… |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
33 |
Seine Ethik ist ein populärer Traktat mit einer unmittelbar praktischen Bestimmung; sie ist, wir müssen es auch hier wieder sagen, ein Stück Staatslehre und muß sich darum in den … |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
16 |
Das könnte sie aber nicht, wenn sie es unternähme, die Sittlichkeit aus ihren letzten Gründen abzuleiten. |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
17 |
Denn allerdings ist diese eine Sache, die an sich mit dem Staate nicht notwendig zu tun hat. |
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Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
12 |
Ihr Platz ist überall gegeben, wo ein vernünftiges Geschöpf frei handelnd auftritt. |
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Sentence 14
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
22 |
Dies möchte also die Erklärung für das Schweigen sein, mit dem Aristoteles in diesem Werke an den letzten Fragen der Moral vorübergeht. |
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Sentence 15
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 10
|
13 |
Ihn unter die Vertreter der religionslosen Moral zu rechnen, hat man kein Recht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 11
|
29 |
Gehen wir nun weiter und erklären wir, wie Aristoteles seine Lehre, daß die Tugend und die tugendgemäße Tätigkeit das Ziel des Menschen ist und ihn wahrhaft glücklich macht, durch… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 12
|
23 |
Er zeigt zunächst, daß das Ziel des Menschen nicht in Sinnengenuss, in eitler Ehre oder in irdischem Besitze, sondern in menschenwürdiger Tätigkeit besteht. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 12
|
16 |
Für alles, was eine Tätigkeit und Verrichtung hat, liegt das Gute und Vollkommene in der Tätigkeit. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 12
|
20 |
Die Dinge haben eine erste Vollkommenheit auf grund ihrer Natur, ihrer Wesensform, eine zweite und höhere auf grund ihrer Tätigkeit. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 12
|
19 |
Durch diese wird alles Gute, was sie der Anlage nach haben, zur Entfaltung gebracht und in die Wirklichkeit überführt. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 12
|
13 |
Die bloße Anlage ohne die Tätigkeit ist unfruchtbar und liegt gleichsam im Schlafe. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 12
|
17 |
Dies wird also auch für den Menschen gelten: auch ihm wird die Vollendung aus der Tätigkeit erwachsen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 13
|
7 |
Aber es fragt sich, aus welcher Tätigkeit. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 13
|
16 |
Ohne Zweifel aus derjenigen, die ihm als Mensch eigentümlich ist und ihn von anderem Tätigen unterscheidet. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 3 / Paragraph 13
|
6 |
Das ist eben die tugendgemäße Tätigkeit. |