Paragraphs

Paragraph # ▼ Location Sentences Words Excerpt
Paragraph 300 Nikomachische Ethik / Chapter 54 2 58 Er erscheint, gegen den Ehrgeiz gehalten, als Mißachtung der Ehre, gegen die Mißachtung der Ehre gehalten, als Ehrgeiz, gegen beides gewissermaßen als beides. Dies scheint auch be…
Paragraph 299 Nikomachische Ethik / Chapter 54 4 135 Man sieht also, daß man die Bezeichnung »ehrgeizig« in verschiedenem Sinne gebraucht, und wir darum, wenn wir jemanden so nennen, es nicht immer mit Bezug auf das Nämliche tun, so…
Paragraph 298 Nikomachische Ethik / Chapter 54 3 132 Wie es also beim Nehmen und Geben von Geld und Geldeswert eine Mitte wie ein Übermaß und einen Mangel gibt, so gibt es auch bei der Ehrbegierde ein Mehr und ein Minder als sich ge…
Paragraph 297 Nikomachische Ethik / Chapter 54 2 69 (1125b) Während der Hochsinn es, wie gesagt, mit der Ehre im großen zu tun hat, scheint die Ehre, wie wir schon in den ersten Abschnitten erklärt haben, auch noch Gegenstand einer…
Paragraph 296 Nikomachische Ethik / Chapter 53 2 23 Dem Hochsinn ist der niedere Sinn mehr entgegengesetzt als die Aufgeblasenheit. Denn der niedere Sinn kommt häufiger vor und ist der schlimmere Fehler.
Paragraph 295 Nikomachische Ethik / Chapter 53 3 61 Die Aufgeblasenen sind töricht und der Selbsterkenntnis bar und dies in augenscheinlicher Weise. Sie machen sich an rühmliche und hohe Dinge, als wären sie ihnen gewachsen, und of…
Paragraph 294 Nikomachische Ethik / Chapter 53 4 121 Da der Mann niederen Sinnes, der Mann ohne Seelengröße, des Guten wert wäre, so beraubt er sich dessen, worauf er Anspruch hätte, und verrät so gewissermaßen ein sittliches Gebrec…
Paragraph 293 Nikomachische Ethik / Chapter 53 3 48 So also ist der Mann der hohen Gesinnung beschaffen. Wem aber hier ein Mangel anhaftet, hat niederen Sinn, und wem ein Übermaß anhaftet, ist aufgeblasen. Jedoch scheinen auch solc…
Paragraph 292 Nikomachische Ethik / Chapter 52 3 60 Man hat auch die Vorstellung, daß der Gang des Hochgesinnten langsam, seine Stimme tief, seine Rede ruhig sein müsse. Denn ein Mann, dem weniges wichtig ist, pflegt nicht eilferti…
Paragraph 291 Nikomachische Ethik / Chapter 52 4 67 Am wenigsten hat er die Neigung, über des Lebens Notdurft und täglichen Anspruch zu jammern und um Abhilfe zu bitten. Denn so stellt sich nur an wem solche Dinge sehr am Herzen li…
Paragraph 290 Nikomachische Ethik / Chapter 52 4 68 Es ist auch nicht seine Art, viel von Menschen zu reden, weder von sich, noch von Anderen. Ihm liegt ja nicht daran, daß er gelobt werde, noch daß Andere getadelt werden. Aber auc…
Paragraph 289 Nikomachische Ethik / Chapter 52 5 77 Es ist ihm auch eigen, daß er nicht in fremder Abhängigkeit (1125a) leben kann als nur in der von Freunden. Denn das ist knechtisch, daher auch alle Schmeichler lohndienerisch und…
Paragraph 288 Nikomachische Ethik / Chapter 52 8 122 Es ist nicht seine Art, sich an Dinge heranzumachen, die in Ansehen bringen, oder wo Andere die erste Rolle spielen. Er ist langsam und bedächtig, außer wo es sich um eine große E…
Paragraph 287 Nikomachische Ethik / Chapter 52 19 373 Der Hochgesinnte bringt sich nicht für kleines in Gefahr und ist nicht waghalsig, weil er dafür wenige Dinge hoch genug achtet. Dagegen setzt er sich um großes der Gefahr aus, und…
Paragraph 286 Nikomachische Ethik / Chapter 52 11 214 Auch Glücksgüter scheinen zum Hochsinn beizutragen. Die Männer von vornehmer Abkunft, Einfluß und Besitz hält man der Verehrung wert. Sie befinden sich in hervorragender Stellung,…
Paragraph 285 Nikomachische Ethik / Chapter 51 6 106 Vorzüglich also, wie gesagt, bewährt sich der Hochgesinnte als solcher in seinem Verhalten gegenüber der Ehre. Indessen wird er auch in Bezug auf Reichtum, Macht und jede Art von …
Paragraph 284 Nikomachische Ethik / Chapter 51 6 111 Der Hochgesinnte hat es also vorzüglich mit Ehre und Unehre zu tun. Über die großen Ehren und die, die ihm von seiten der Besten widerfahren, wird er sich in maßvoller Weise freue…
Paragraph 283 Nikomachische Ethik / Chapter 51 13 172 Der Mann der hohen Gesinnung muß, wenn anders er des Größten wert ist, auch der Beste sein. Denn des Größeren ist immer der Bessere, und des Größten der Beste wert. Mithin muß der…
Paragraph 282 Nikomachische Ethik / Chapter 51 5 62 Wer niederen Sinnes ist, schätzt sich zu niedrig ein, niedriger, als er selbst verdient, und niedriger im Vergleich zur Würde des Hochgesinnten. Dagegen der Aufgeblasene bewertet …
Paragraph 281 Nikomachische Ethik / Chapter 51 10 171 Der Hochgesinnte stellt in Bezug auf Größe das Extrem dar, die Mitte aber insofern, als er sich richtig verhält. Denn er bewertet sich selbst nach Würde. Die Anderen tun zu viel o…
Paragraph 280 Nikomachische Ethik / Chapter 51 3 77 Wer sich großer Dinge für würdig hält, ohne es zu sein, ist aufgeblasen; wer größerer, als er würdig ist, ist nicht immer aufgeblasen; wer kleinerer, als er würdig ist, hat nieder…
Paragraph 279 Nikomachische Ethik / Chapter 51 5 87 Hochsinnig scheint zu sein wer sich selbst großer Dinge für würdig hält und deren auch würdig ist. Denn wer es unbilligerweise tut, ist ein Tor, kein tugendhafter Mann aber ist ei…
Paragraph 278 Nikomachische Ethik / Chapter 51 15 170 Die Seelengröße, der HochsinnDiese Tugend heißt griechisch μεγαλοψυχία, lat. magnanimitas. Man begegnet wohl der Auffassung, daß die hier von Ar. gegebene Darstellung des Magnanim…
Paragraph 277 Nikomachische Ethik / Chapter 50 1 27 Diese Charakterrichtungen sind nun zwar wirkliche sittliche Mängel, doch bringen sie nicht in Schande, weil sie dem Nächsten nicht schaden und ihre sittliche Häßlichkeit nicht bes…
Paragraph 276 Nikomachische Ethik / Chapter 50 2 57 Der Engherzige und Kleinliche wird es in allem fehlen lassen und bei den größten Aufwendungen durch Knausern im kleinen das Ganze um seine Schönheit bringen. Bei allem, was er aus…
Paragraph 275 Nikomachische Ethik / Chapter 50 10 195 So also ist der Hochherzige, der Mann der Freigebigkeit im großen beschaffen. Wer aber hier zu viel tut und ein Protzer ist, tut insofern zu viel, als er ungebührlichen Aufwand ma…
Paragraph 274 Nikomachische Ethik / Chapter 49 9 183 Der Hochherzige muß aber auch sein Haus entsprechend seinem Reichtum bauen, da auch dies eine Ehre ist, und er muß für dauerhaftere Werke einen höheren Aufwand machen, da diese ih…
Paragraph 273 Nikomachische Ethik / Chapter 49 4 103 So ist denn vor allem, wie gesagt, dieses die Art, in der sich der Hochherzige zeigt, und dieses die Art von Aufwendungen, die Hochherzigkeit bekunden. Denn die genannten Ausgaben…
Paragraph 272 Nikomachische Ethik / Chapter 49 7 142 Bei allen Aufwendungen aber ist, wie gesagt, auch bezüglich der Person, die sie macht, zu berücksichtigen, wer sie ist und welche Mittel sie zur Verfügung hat. Hier muß das rechte…
Paragraph 271 Nikomachische Ethik / Chapter 49 3 60 Zu den hochherzigen Aufwendungen gehören die sogenannten Ehrenleistungen, einmal Weihegeschenke für die Götter, Tempelbauten und Opfer, dann Aufwendungen für alles, was zum Kult d…
Paragraph 270 Nikomachische Ethik / Chapter 48 13 271 Der Hochherzige gleicht einem Wissenden. Er weiß das Schickliche zu beurteilen und auf geziemende Weise großen (1122b) Aufwand zu machen. Denn der Habitus wird, wie wir zu Anfang …
Paragraph 269 Nikomachische Ethik / Chapter 48 13 245 Nach diesem liegt es nahe, auch von der Hochherzigkeit zu handeln. Scheint sie doch auch eine Tugend zu sein, die sich auf Hab und Gut bezieht. Sie erstreckt sich jedoch nicht wie…
Paragraph 268 Nikomachische Ethik / Chapter 47 1 13 So viel sei denn von der Freigebigkeit und den ihr entgegengesetzten Lastern gesagt.
Paragraph 267 Nikomachische Ethik / Chapter 47 2 31 Der Geiz wird billig als das Gegenteil der Freigebigkeit bezeichnet. Er ist unsittlicher als die Verschwendung, und man fehlt in dieser Beziehung mehr als durch die Verschwendung,…
Paragraph 266 Nikomachische Ethik / Chapter 47 7 184 Andere wiederum tun im Nehmen zu viel und nehmen woher sie können und was sie können, wie die, die schimpfliche Gewerbe betreiben: Hurenwirte und dergleichen, und Wucherer, die kl…
Paragraph 265 Nikomachische Ethik / Chapter 47 6 191 Der Geiz hat einen weiten Umfang und viele Formen, da man auf vielerlei Weise geizig sein kann. Während er nämlich in zwei Dingen besteht, einem Zuwenig im Geben und einem Zuviel …
Paragraph 264 Nikomachische Ethik / Chapter 47 3 39 Dagegen ist der Geiz unheilbar. Denn das Alter und jede Schwäche scheint geizig zu machen. Und der Geiz liegt mehr in der menschlichen Natur als die Verschwendung, da die meisten …
Paragraph 263 Nikomachische Ethik / Chapter 47 1 33 Auf solche Abwege gerät der Verschwender, wenn er keine rechte Leitung hat; trifft er aber auf jemanden, der sich seiner annimmt, so kann er wohl noch zur Mitte und zu dem Schickl…
Paragraph 262 Nikomachische Ethik / Chapter 47 8 182 Die meisten Verschwender freilich nehmen, wie gesagt, da, wo sie es nicht sollen, und sind insofern nicht edelgesinnt, sondern den Geizigen gleich zu achten. Sie lernen zugreifen,…
Paragraph 261 Nikomachische Ethik / Chapter 47 11 258 Wir haben gesagt, daß die Verschwendung und der Geiz ein Übermaß und ein Mangel sind, und zwar in zwei Dingen, dem Geben und dem Nehmen. Auch den Aufwand rechnen wir zum Geben. Di…
Paragraph 260 Nikomachische Ethik / Chapter 47 1 29 Der Verschwender aber fehlt auch hierin, da er Lust und Unlust nicht am rechten Ort und auf die rechte Art empfindet, wie uns im folgenden noch deutlicher werden wird.
Paragraph 259 Nikomachische Ethik / Chapter 46 16 309 Wer hier durch Übermaß fehlt, ist ein Verschwender. Darum nennen wir die Gewaltherrscher nicht Verschwender, da es nicht leicht erscheint, daß sie bei ihren großen Mitteln mit ihr…
Paragraph 258 Nikomachische Ethik / Chapter 46 8 148 Der Freigebige ist nicht leicht reich. Er legt es ja nicht darauf an, zu empfangen und zusammenzuhalten, sondern neigt eher zur Verschwendung, da er das Geld nicht seinerselbst, s…
Paragraph 257 Nikomachische Ethik / Chapter 46 3 47 Freigebiger scheinen die zu sein, die ihr Vermögen nicht erworben, sondern ererbt haben. Sie haben keine Erfahrung von der Not, und jedermann hängt mehr an dem, was von ihm selber…
Paragraph 256 Nikomachische Ethik / Chapter 46 3 60 Man schätzt die Freigebigkeit nach dem Vermögen. Denn sie beruht nicht auf der Größe der Gabe, sondern auf der Gesinnung des Gebers, und mit der steht es bei dem Freigebigen so, d…
Paragraph 255 Nikomachische Ethik / Chapter 46 1 35 Es ist auch die Weise des Freigebigen und Edelgesinnten, im Geben die Mitte so stark zu überschreiten, daß er für sich das Geringere behält, da es ihm eigen ist, nicht auf sich se…
Paragraph 254 Nikomachische Ethik / Chapter 46 6 111 Er wird auch nicht da nehmen, wo er nicht soll, da ein solches Nehmen nicht nach der Art eines Mannes ist, der Geld und Gut nicht achtet. Auch bittet er nicht leicht um etwas. Den…
Paragraph 253 Nikomachische Ethik / Chapter 46 2 49 Wer gibt wem er nicht soll, oder wer nicht aus einem sittlichen, sondern aus einem anderen Beweggrunde gibt, kann nicht freigebig heißen, sondern muß einen anderen Namen bekommen.…
Paragraph 252 Nikomachische Ethik / Chapter 46 5 96 Die tugendhaften Handlungen sind sittlich schön und werden um des sittlich Schönen willen verrichtet. So wird denn auch der Freigebige und Edelgesinnte um des sittlich Schönen ode…
Paragraph 251 Nikomachische Ethik / Chapter 45 2 24 Liebe aber und Freundschaft gewinnt kaum einer durch eine Tugend sosehr als der Freigebige, da er sich nützlich erweist. Das geschieht aber durch Geben.
Paragraph 250 Nikomachische Ethik / Chapter 45 1 33 Und freigebig heißt wer gibt; wer aber nicht nimmt, erhält nicht das Lob der Freigebigkeit und des Edelsinns, obwohl er nichtsdestoweniger ob seiner Gerechtigkeit gelobt wird; wer…
Paragraph 249 Nikomachische Ethik / Chapter 45 1 23 Und es ist leichter, nicht zu nehmen als zu geben, da man sich eher dazu entschließt, Fremdes nicht zu nehmen als Eigenes wegzugeben.
Paragraph 248 Nikomachische Ethik / Chapter 45 1 15 Auch wird Dank und höheres Lob dem zuteil, der gibt, nicht dem, der nicht nimmt.
Paragraph 247 Nikomachische Ethik / Chapter 45 7 180 Man kann alles, wovon es einen Gebrauch gibt, gut und schlecht gebrauchen. Der Reichtum gehört aber zu den für den Gebrauch bestimmten Dingen, und da nun jedes Ding am besten gebr…
Paragraph 246 Nikomachische Ethik / Chapter 45 6 119 Geiz sagt man immer von solchen aus, die sich mehr als recht ist um Geld und Gut bemühen, mit der Bezeichnung Verschwendung aber verbindet man manchmal noch einen Nebengedanken, i…
Paragraph 245 Nikomachische Ethik / Chapter 45 6 154 Im Anschluß hieran wollen wir von der FreigebigkeitDie bisher behandelten Tugenden des Mutes und der Mäßigkeit beziehen sich auf die Güter und Übel, die das menschliche Leben dire…
Paragraph 244 Nikomachische Ethik / Chapter 43 1 8 So weit denn unsere Erörterung über die Mäßigkeit.
Paragraph 243 Nikomachische Ethik / Chapter 43 11 256 Das (mit Unmäßigkeit gleichbedeutende) Wort Zuchtlosigkeit (oder das verwandte Ungezogenheit) gebrauchen (1119b) wir auch von den Fehlern der Knaben, da beide Verkehrtheiten einig…
Paragraph 242 Nikomachische Ethik / Chapter 43 3 77 Jedoch scheint die Feigheit in ganz anderem Maße freiwillig zu sein wie ihre einzelnen Äußerungen. Sie ist ohne Unlustgefühl, diese aber bringen den Feigen durch dieses Gefühl so …
Paragraph 241 Nikomachische Ethik / Chapter 43 3 107 Von dem Freiwilligen scheint die Unmäßigkeit mehr an sich zu haben als die Feigheit, da die eine auf der Lust, die andere auf der Unlust beruht und die Lust Gegenstand einer streb…
Paragraph 240 Nikomachische Ethik / Chapter 42 5 125 Der Mäßige hält in diesen Dingen die Mitte ein. An den Ausschweifungen, die den Unmäßigen zu höchst erfreuen, erfreut er sich nicht, eher ekeln sie ihn; sodann erfreut er sich an …
Paragraph 239 Nikomachische Ethik / Chapter 42 5 91 Solche, die es in betreff der Lust ermangeln lassen und sich weniger als recht ist daran freuen, kommen wohl selten vor. Eine derartige Empfindungslosigkeit ist nicht menschlich. …
Paragraph 238 Nikomachische Ethik / Chapter 42 3 64 Der Unmäßige begehrt also alles Lustbringende oder (1119a) das am meisten Lustbringende und wird von der Begierde dermaßen getrieben, daß ihm die Lüste lieber sind als alles ander…
Paragraph 237 Nikomachische Ethik / Chapter 41 2 92 Daß also das Übermaß in betreff der Lust Unmäßigkeit ist und dem Tadel unterliegt, ist klar. Was aber die Unlust angeht, so wird man nicht wie bei dem Mute darum, weil man sie ert…
Paragraph 236 Nikomachische Ethik / Chapter 41 3 102 Dagegen bezüglich der den Einzelnen eigentümlichen Lüste wird von Vielen und in vielerlei Weise gefehlt. Denn während man von besonderen Liebhabereien spricht entweder da, wo man …
Paragraph 235 Nikomachische Ethik / Chapter 41 4 69 Bezüglich der natürlichen Begierden fehlen nun Wenige und immer nur in einer Hinsicht, nämlich nach seiten des Zuviel. Denn jedes Beliebige unterschiedslos essen und trinken bis z…
Paragraph 234 Nikomachische Ethik / Chapter 41 6 104 Die Begierden scheinen teils allen Menschen gemeinsame, teils eigentümliche und willkürlich angenommene zu sein. So ist die Begierde nach Nahrung natürlich; denn jeder Mensch bege…
Paragraph 233 Nikomachische Ethik / Chapter 41 10 209 Freilich scheint für die Unmäßigen auch der Geschmack wenig oder gar nicht in Betracht zu kommen. Denn die eigentliche Geschmacksfunktion ist das Kosten der Geschmäcke, wie es bei…
Paragraph 232 Nikomachische Ethik / Chapter 41 7 137 Die anderen lebenden Wesen ergötzen sich in Rücksicht auf die bezeichneten Sinne nur mitfolgend. Die Hunde freuen sich nicht am Geruch des Hasen, sondern an seinem Fraße, aber der…
Paragraph 231 Nikomachische Ethik / Chapter 41 8 190 Die Mäßigkeit im Gegenteil bezieht sich auf die leiblichen Lüste, aber auch hier wieder nicht auf alle. Wer an Dingen, die unter den Gesichtssinn fallen, wie Farben, Gestalten, Bi…
Paragraph 230 Nikomachische Ethik / Chapter 41 12 218 Wir wollen also nun bestimmen, auf was für Lüste und Ergötzungen sie sich bezieht. Man muß zwischen seelischen und leiblichen Lüsten unterscheiden; den ersteren gehören z. B. der …
Paragraph 229 Nikomachische Ethik / Chapter 41 3 36 Wir haben schon bemerkt, daß die Mäßigkeit die Mitte in Bezug auf die Lust ist. Mit der Unlust hat sie es weniger und nicht in gleicher Weise zu tun. In demselben Bereiche bewegt …
Paragraph 228 Nikomachische Ethik / Chapter 41 14 221 Nach dem Mute wollen wir von der Mäßigkeit handeln, da diese beiden die Tugenden des unvernünftigen Seelenteils sindMit Mäßigkeit geben wir σωφροσύνη wieder; vgl. oben II. Buch, 7…
Paragraph 227 Nikomachische Ethik / Chapter 40 5 72 Über den Mut sei denn soviel gesagt. Sein Wesen wenigstens im Umriß zu bestimmen, kann nach dem Obigen nicht schwer fallenAristoteles scheint sagen zu wollen, nach dem Obigen könn…
Paragraph 226 Nikomachische Ethik / Chapter 40 11 336 (1117b) Nun erscheint ja freilich das Ziel des Mutes als lustbringend, jedoch möchte die Lust leicht vor dem, was sie rings umgibt, verschwinden, wie es bei den Wettkämpfen der Fa…
Paragraph 225 Nikomachische Ethik / Chapter 40 5 88 Obgleich der Mut es mit den Affekten der Zuversicht und der Furcht zu tun hat, so doch nicht mit beiden gleich sehr, sondern mehr mit den furchterregenden Dingen. Wer bei solchen …
Paragraph 224 Nikomachische Ethik / Chapter 39 1 16 So wäre denn dargelegt, von welcher Beschaffenheit die Mutigen sind samt denen, die nur so scheinen.
Paragraph 223 Nikomachische Ethik / Chapter 39 7 89 Mutig scheinen auch die Unwissenden zu sein, und sie stehen nicht weit von den Hoffnungsfreudigen ab, sind aber doch schlechter, weil sie gar keine Selbstachtung haben. Jene dageg…
Paragraph 222 Nikomachische Ethik / Chapter 39 10 183 Auch die sind nicht eigentlich mutig, die es aus Hoffnungsfreudigkeit sind. Ihre Zuversicht in Gefahren beruht darauf, daß sie schon oft und über viele Gegner den Sieg davon getra…
Paragraph 221 Nikomachische Ethik / Chapter 39 18 306 Auch den Zorn führt man auf den Mut zurück. Denn mutig scheinen auch die zu sein, die im Zorn, wie die Tiere auf die, die sie verwundet haben, losfahren, weil auch die Mutigen zum…
Paragraph 220 Nikomachische Ethik / Chapter 39 16 301 Auch die Erfahrung auf den verschiedenen Gebieten scheint eine Art Mut zu sein, weshalb Sokrates meinte, der Mut sei ein WissenLetzthin wollte Sokrates wohl sagen, rechter Mut sei…
Paragraph 219 Nikomachische Ethik / Chapter 39 16 272 Erstens vom bürgerlichen Mute. Er ist dem eigentlichen Mute am ähnlichsten. Denn die Bürger halten in den Gefahren Stand wegen der gesetzlichen Strafen, Ehrenverluste und Auszeich…
Paragraph 218 Nikomachische Ethik / Chapter 39 2 24 Der Mut ist also eine Eigenschaft von der angegebenen Art. Man spricht aber noch von weiteren Arten des Mutes, und zwar in fünffacher Weise.
Paragraph 217 Nikomachische Ethik / Chapter 39 2 54 Wenn man aber stirbt, um der Armut oder einer unglücklichen Liebe oder einem Schmerze zu entgehen, so verrät das nicht den mutigen, sondern den feigen Mann. Es ist Weichlichkeit, …
Paragraph 216 Nikomachische Ethik / Chapter 39 1 34 Wie gesagt also, der Mut ist Mitte in Bezug auf solches, was bei den bezeichneten Gefahren Zuversicht und Furcht einflößt; er wählt und duldet, weil es so sittlich gut und das Geg…
Paragraph 215 Nikomachische Ethik / Chapter 38 4 73 Die Dinge also, mit denen der Feige, der Tollkühne und der Mutige es zu tun haben, sind dieselben, aber ihr Verhalten zu ihnen ist verschieden. Die einen haben ein Zuviel und Zuwe…
Paragraph 214 Nikomachische Ethik / Chapter 38 6 71 Wer sich übermäßig fürchtet, ist feig. Auf ihn trifft zu, daß er fürchtet was er nicht soll, und wie er nicht soll, (1116a) und alles dergleichen. Es mangelt ihm auch an Zuversich…
Paragraph 213 Nikomachische Ethik / Chapter 38 6 138 Was diejenigen betrifft, die hier durch Übermaß fehlen, so hat wer es durch Furchtlosigkeit tut, keinen eigenen Namen, wie wir ja schon oben bemerkt haben, daß vieles keinen eigen…
Paragraph 212 Nikomachische Ethik / Chapter 38 5 104 Wer also erträgt und fürchtet was man soll und weswegen man es soll, und wie und wann, und wer in gleicher Weise Zuversicht hat, der ist mutig. Denn der mutige Mann leidet und han…
Paragraph 211 Nikomachische Ethik / Chapter 38 4 103 Der Mutige ist unerschrocken, wie es ein Mensch zu sein hat. Er wird sonach auch solche über menschliche Kraft hinausgehende Dinge fürchten, sie jedoch so, wie man soll und die Ve…
Paragraph 210 Nikomachische Ethik / Chapter 38 4 52 Das Furchterregende ist nicht für alle Menschen dasselbe. Auch sprechen wir von Furchterregendem und Schrecklichem, was über Menschliches hinausgeht. Dieses ist für jedermann schr…
Paragraph 209 Nikomachische Ethik / Chapter 37 2 28 Auch bewährt sich die Mannhaftigkeit unter Umständen, wo eine Abwehr möglich ist, oder das Sterben Ruhm bringt. Bei den angezeigten Todesarten aber ist keines von beiden der Fall.
Paragraph 208 Nikomachische Ethik / Chapter 37 3 76 Demnach wird mutig im eigentlichen Sinne heißen wer angesichts eines rühmlichen Todes und alles dessen, was auf einmal den Tod nahe bringt, also besonders in Krieg und Schlacht, f…
Paragraph 207 Nikomachische Ethik / Chapter 37 18 225 Was für Schrecknisse wären es also, mit denen der Mutige es zu tun hat? Sollten es nicht die größten sein? Niemand ist ja mehr als er im stande das Schreckliche zu ertragenJede Kr…
Paragraph 206 Nikomachische Ethik / Chapter 37 13 230 Daß er die Mitte im Gebiete der Affekte der Furcht und Zuversicht ist, wurde schon oben bemerkt. Was wir aber fürchten, ist natürlich das Furchterregende, und dieses ist einfach g…
Paragraph 205 Nikomachische Ethik / Chapter 37 1 7 Zuerst wollen wir von dem Mute handeln.
Paragraph 204 Nikomachische Ethik / Chapter 37 1 34 Nunmehr wollen wir uns wieder zu den einzelnen Tugenden wenden und angeben, was sie sind, was sie zum Gegenstande haben und wie sie geübt werden, woraus sich auch ergeben wird, wi…
Paragraph 203 Nikomachische Ethik / Chapter 36 3 138 Wir haben also bisher von den Tugenden im allgemeinen gehandelt und sie sowohl der Gattung nach im Umriß dahin bestimmt, daß sie eine Mitte und ein Habitus sind, wie auch angegebe…
Paragraph 202 Nikomachische Ethik / Chapter 35 5 354 Wollte man aber sagen, Alle strebten nach dem, was ihnen gut scheint oder was sie sich als gut vorstellen, sie seien aber nicht Herr ihrer Vorstellung, sondern wie einer (1114b) s…
Paragraph 201 Nikomachische Ethik / Chapter 35 7 126 Aber nicht blos die fehlerhaften Beschaffenheiten der Seele sind freiwillig, bei manchen sind es auch die des Leibes, und diese Menschen tadeln wir denn auch. Wer von Natur mißges…