|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 98
|
32 |
Und wenn das schon für die allgemeinen Regeln gilt, so läßt das Einzelne und Konkrete noch weniger genaue und absolut gültige Vorschriften zu, da es unter keine Kunst und keine Le… |
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Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 98
|
23 |
Hier muß vielmehr der Handelnde selbst wissen, was dem gegebenen Fall entspricht, wie dies auch in der Heilkunst und in der Steuermannskunst geschieht. |
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Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 98
|
13 |
Aber trotz dieses Charakters unserer Disziplin müssen wir sehen, wie zu helfen ist. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 99
|
18 |
Zuerst kommt in Betracht, daß Dinge dieser Art ihrer Natur nach durch Mangel und Übermaß zu Grunde gehen. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 99
|
19 |
Man kann das, wenn man für Unbekanntes Bekanntes als Beweis benutzen soll, an der Stärke und der Gesundheit sehen. |
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Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 99
|
11 |
Übertriebene Körperübungen ebenso wie unzureichende führen den Verlust der Leibeskraft herbei. |
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Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 99
|
23 |
Desgleichen verdirbt ein Übermaß oder ein unzureichendes Maß von Speise und Trank die Gesundheit, während das rechte Maß sie hervorbringt, stärkt und erhält. |
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Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 99
|
14 |
Ebenso ist es nun auch mit der Mäßigkeit, dem Starkmut und den anderen Tugenden. |
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Sentence 6
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Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 99
|
20 |
Wer alles flieht und fürchtet und nichts erträgt, wird feig, dagegen wer gar nichts fürchtet und gegen alles angeht, tollkühn. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 99
|
25 |
Desgleichen wird wer jede Lust genießt und sich keiner enthält, zügellos, wer aber jede Lust flieht, wie die sauertöpfischen Leute, verfällt in eine Art Stumpfsinn. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 99
|
17 |
Denn Mäßigkeit und Starkmut wird durch das Zuviel und Zuwenig aufgehoben, durch die rechte Mitte aber erhalten. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 100
|
28 |
Aber nicht blos die Entstehung, das Wachstum und der Untergang kommt aus denselben und durch dieselben Ursachen; auch die Tätigkeiten werden mit diesen Ursachen auf einem Felde li… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 100
|
40 |
So ist es ja auch bei den Dingen, die uns bekannter sind, wie bei der Stärke: sie entsteht dadurch, daß man viele Nahrung zu sich nimmt und viele Anstrengungen erträgt, und der St… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 100
|
29 |
Ebenso verhält es sich mit den Tugenden: durch die Enthaltung von sinnlichen Genüssen werden wir mäßig, und sind wir es geworden, so können wir uns ihrer am besten enthalten. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 100
|
30 |
Desgleichen mit dem (1104a) Mute: indem wir uns gewöhnen, Gefahren zu verachten und zu bestehen, werden wir mutig, und sind wir es geworden, werden wir am leichtesten Gefahren bes… |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
16 |
Als ein Zeichen des Habitus muß man die mit den Handlungen verbundene Lust oder Unlust betrachten. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
19 |
Wer sich sinnlicher Genüsse enthält und eben hieran Freude hat, ist mäßig, wer aber hierüber Unlust empfindet, ist zuchtlos. |
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Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
23 |
Und wer Gefahren besteht und sich dessen freut oder wenigstens keine Unlust darüber empfindet, ist mutig, wer aber darüber Unlust empfindet, ist feig. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
104 |
Denn die sittliche Tugend hat es mit der Lust und der Unlust zu tunDies ist selbstverständlich und wie auch gleich der folgende Satz und die folgende Begründung zeigt, nicht so zu… |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
1 |
Vgl. |
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Sentence 6
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Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
2 |
VII, 12. |
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Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
0 |
. |
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Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
17 |
Der Lust wegen tun wir ja das sittlich Schlechte, und der Unlust wegen unterlassen wir das Gute. |
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Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
26 |
Darum muß man, wie Plato sagt, von der ersten Kindheit an einigermaßen dazu angeleitet worden sein, über dasjenige Lust und Unlust zu empfinden, worüber man soll. |
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Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
11 |
Denn das ist die rechte ErziehungPlato sagt am Anfang des 2. |
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Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
31 |
Buches der Gesetze, die rechte Erziehung beginne damit, den Seelen der Kinder schon vor dem Vernunftgebrauch die rechte Lust und die rechte Liebe, die rechte Unlust und den rechte… |
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Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 101
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 102
|
10 |
Die Tugenden bewegen sich ferner um das Tun und Leiden. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 102
|
24 |
Da aber mit allem, was man tut und leidet, Lust und Unlust verbunden ist, so wird die Tugend sich um Lust und Unlust bewegen. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 103
|
16 |
Dies zeigen auch die Strafen an, die darin bestehen, daß Genußbringendes entzogen und Schmerzliches angetan wird. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 103
|
15 |
Sie sind gleichsam ein Heilverfahren; die Heilung eines Übels aber pflegt von seinem Gegenteil auszugehen. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 104
|
29 |
Ferner bewegt sich, wie wir vorhin sagten, jeder Habitus bei seiner Betätigung von Natur aus in dem und um das, wodurch er geeignet ist, verschlechtert oder verbessert zu werden. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 104
|
39 |
Nun wird er aber verschlechtert durch Lust und Unlust, wenn er bei beiden sucht und flieht, was er nicht soll, oder wann er nicht soll, oder wie er nicht soll, oder wie sonst noch… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 104
|
40 |
Daher bestimmt man wohl auch die Tugend als eine gewisse Unempfindlichkeit und Ruhe, jedoch mit Unrecht, weil man Unempfindlichkeit schlechthin fordert, statt zu sagen, wie man un… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 104
|
19 |
Als Voraussetzung gelte also, daß eine derartige TugendNämlich die sittliche Tugend oder die Charaktertugend im Unterschied von der Verstandestugend. |
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Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 104
|
18 |
überall da, wo es sich um Lust und Unlust handelt, das Beste vollbringt, wie die Schlechtigkeit das Gegenteil. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 105
|
10 |
Eben dies kann uns auch noch durch folgendes klar werden. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 105
|
61 |
Da drei Dinge Gegenstand des freien Strebens und drei Gegenstand des Fliehens sind: das sittlich Gute, das Nützliche und das Angenehme oder Lusterregende, und deren Gegenteil: das… |
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Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 105
|
28 |
Denn sie ist allen Sinnenwesen gemeinsam und mit (1105a) allem, was unter die menschliche Wahl fällt, verbunden, Auch das sittlich Gute und das Nützliche erscheint ja als lustbrin… |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 106
|
24 |
Ferner ist die Lust mit uns allen von Kindesbeinen an verwachsen, daher es schwer hält, dieses durch das Leben in uns festgewurzelte Gefühl abzustreifen. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 107
|
16 |
Auch machen wir, die einen mehr die anderen weniger, Lust und Unlust zur Richtschnur unserer Handlungen. |
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Sentence 2
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Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 107
|
11 |
Diese beiden Gefühle sind darum notwendig die Angelpunkte unserer ganzen Theorie. |
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Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 107
|
24 |
Denn es ist für das Handeln von der größten Wichtigkeit, ob man in der rechten oder in der verkehrten Weise Lust und Unlust empfindet. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
15 |
Endlich ist es, wie HeraklitWie der Ausspruch des Heraklit wörtlich gelautet hat, ist mir unbekannt. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
9 |
Die Übersetzer verweisen wohl auf Heraklits Fragment 85 (H. |
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Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
12 |
Diels, Die Fragmente der Vorsokratiker), eine Stelle, die auch Politik V, 11. |
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Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
16 |
1315a 30 vorkommt: »Mit dem Zorn, θυμός, ist schwer kämpfen; denn er setzt die Seele ein«. |
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Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
7 |
Aber dieser Ausspruch dürfte kaum hieher passen. |
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Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
10 |
sagt, noch schwerer, die Lust zu bekämpfen als den Zorn. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
21 |
Um das Schwerere aber bemüht sich allezeit wie die Kunst so die Tugend, und durch dieses wird das Gute zum Besseren. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
20 |
Und so dreht sich auch aus diesem Grunde das ganze Geschäft der Tugend und der Staatskunst um Lust und Unlust. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 108
|
14 |
Wer sich hier gut verhält, ist gut, und wer sich schlecht verhält, ist schlecht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 20 / Paragraph 109
|
50 |
So hätten wir denn dargelegt, daß die Tugend es mit Lust und Unlust zu tun hat, daß sie an den Ursachen ihrer Entstehung auch die ihres Wachstums und, wenn sich an ihnen etwas änd… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 110
|
55 |
Man könnte jedoch fragen, wie wir sagen dürfen, daß man durch Handlungen der Gerechtigkeit gerecht und durch Handlungen der Mäßigkeit mäßig werden müsse, da man doch, um sich gere… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 111
|
10 |
Aber dieses ist ja nicht einmal bei den Künsten richtig. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 111
|
19 |
Man kann doch auch durch Zufall, oder wenn ein anderer einem vorspricht, so reden, wie die Sprachlehre es vorschreibt. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 111
|
40 |
So wird man denn erst dann ein Sprachkundiger sein, wenn man nicht blos redet wie die Grammatik vorschreibt, sondern auch, weil sie es so vorschreibt, was beides dann der Fall sei… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 112
|
16 |
Überdies ist es auch mit den Künsten nicht in gleicher Weise wie mit den Tugenden bestellt. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 112
|
25 |
Die Erzeugnisse der Künste haben ihre Güte in sich selbst, so daß es genügt, wenn man sie so hervorbringt, daß sie eine bestimmte Beschaffenheit haben. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 112
|
67 |
Eine dem sittlichen Bereiche angehörende Handlung aber ist nicht schon dann eine Handlung der Gerechtigkeit und Mäßigkeit, wenn sie selbst eine bestimmte Beschaffenheit hat, sonde… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 112
|
19 |
Für die Künste zählen diese Bedingungen nicht mit, da es bei ihnen nur auf das Wissen und Können ankommt. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 112
|
29 |
Für die Tugend aber bedeutet das Wissen wenig oder nichts, das andere dagegen, was nur durch fortgesetzte Übung der Gerechtigkeit und Mäßigkeit erworben wird, bedeutet nicht wenig… |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 112
|
22 |
Die Werke werden mithin als Werke der Gerechtigkeit und Mäßigkeit bezeichnet, wenn sie solche sind, wie sie der Gerechte und Mäßige verrichtet. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 112
|
22 |
Dagegen ist gerecht und mäßig, nicht wer sie verrichtet, sondern wer sie so verrichtet, wie es der Gerechte und der Mäßige tun. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 113
|
22 |
Es ist also richtig gesprochen, daß man durch Handlungen der Gerechtigkeit ein gerechter und durch Handlungen der Mäßigkeit ein mäßiger Mann wird. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 113
|
15 |
Niemand aber, der sie nicht verrichtet, ist auch nur auf den Wege, tugendhaft zu werden. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 113
|
30 |
Aber der große Haufe gibt sich damit nicht ab, sondern man glaubt schon, wenn man nur hohe Worte redet, ein Philosoph zu sein und so ein braver Mann zu werden. |
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Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 113
|
20 |
Und so macht man es wie die Kranken, die den Arzt zwar aufmerksam anhören, aber von seinen Anordnungen nichts befolgen. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 113
|
33 |
Sowenig also jene bei solchem Heilverfahren körperlich wohl fahren können, können diese es geistig, wenn das ihre Philosophie istDer Weg zur Tugend besteht also nicht in hohen Wor… |
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Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 113
|
11 |
A force de forger on devient forgeron, sagt ein französisches Sprüchwort. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 21 / Paragraph 113
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 114
|
8 |
Hiernächst müssen wir untersuchen, was die Tugend ist. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 115
|
26 |
Da es dreierlei psychische Phänomene gibt: Affekte, Vermögen und jene dauernden Beschaffenheiten, die man Habitus nennt, so wird die Tugend von diesen dreien eines sein müssen. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 115
|
37 |
Als Affekte bezeichnen wir: Begierde, Zorn, Furcht, Zuversicht, Neid, Freude, Liebe, Haß, Sehnsucht, Eifersucht, Mitleid, überhaupt alles, was mit Lust oder Unlust verbunden ist; … |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 115
|
1 |
B. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 115
|
30 |
befähigt, Zorn oder Trauer oder Mitleid zu empfinden; als Habitus endlich das, was macht, daß wir uns in Bezug auf die Affekte richtig oder unrichtig verhalten, wie wir uns z. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 115
|
1 |
B. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 115
|
30 |
in Bezug auf den Zorn unrichtig verhalten, wenn er zu stark oder zu schwach ist, richtig dagegen, wenn er die rechte Mitte hält, und ähnliches gilt für die übrigen Affekte. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 116
|
83 |
Affekte nun sind die Tugenden und die Laster nicht, weil wir nicht wegen der Affekte tugendhaft oder lasterhaft genannt werden, wohl aber wegen der Tugenden und Laster, und weil w… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 116
|
28 |
Ferner werden wir zornig und geraten wir in Furcht ohne vorausgegangene Selbstbestimmung, die Tugenden aber sind Akte der Selbstbestimmung oder können doch von diesem Akte nicht g… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 116
|
25 |
Überdies sagen wir, daß wir durch die Affekte bewegt, durch die Tugenden und Laster aber nicht bewegt, sondern in eine bestimmte bleibende Disposition gebracht werden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 117
|
9 |
Aus diesen Gründen sind die Tugenden auch keine Vermögen. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 117
|
23 |
Denn wir heißen nicht darum gut oder böse, weil wir das bloße Vermögen der Affekte besitzen, noch werden wir darum gelobt oder getadelt. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 117
|
20 |
Überdies sind die Vermögen Naturgabe, gut oder böse aber sind wir nicht von Natur, wie wir schon oben ausgeführt haben. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 118
|
20 |
Wenn nun die Tugenden keine Affekte und auch keine Vermögen sind, so bleibt nur übrig, daß sie ein Habitus sind. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 22 / Paragraph 119
|
12 |
So hätten wir denn erklärt, was die Tugend der Gattung nach ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 120
|
20 |
Aber diese Bestimmung, daß die Tugend ein Habitus ist, reicht nicht hin; wir müssen auch angeben, welcher Art derselbe ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 121
|
24 |
Hier ist zu sagen, daß jede Tugend oder Tüchtigkeit einerseits dasjenige selbst, woran sie sich findet, vollkommen macht andererseits seiner Leistung die Vollkommenheit verleiht. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 121
|
6 |
Die Tüchtigkeit des Auges macht z. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 121
|
1 |
B. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 121
|
14 |
das Auge selbst und seine Leistung gut, da sie bewirkt, daß wir gut sehen. |
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Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 121
|
27 |
Desgleichen macht die Tüchtigkeit des Pferdes, daß es selbst gut ist, und daß es gut läuft, den Reiter gut trägt und vor dem Feinde gut stand hält. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 121
|
29 |
Wenn sich dieses nun bei allem so verhält, so muß auch die Tugend des Menschen ein Habitus sein, vermöge dessen er selbst gut ist und sein Werk gut verrichtet. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 122
|
28 |
Wie das geschehen könne, haben wir schon angegeben, stellt sich aber auch noch auf anderem Wege heraus, wenn wir betrachten, von welcher Art die Natur der Tugend ist. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 122
|
32 |
In allem, was kontinuierlich und was teilbar ist, läßt sich ein Mehr, ein Weniger und ein Gleiches antreffen, und zwar entweder mit Rücksicht auf die Sache selbst oder mit Rücksic… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 122
|
10 |
Das Gleiche aber ist ein Mittleres zwischen Übermaß und Mangel. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 122
|
44 |
Mittleres der Sache nach nennen wir dasjenige, was von beiden Enden gleich weit entfernt ist, und dieses ist bei allem eines und dasselbe, dagegen Mittleres für uns, was weder ein… |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 122
|
2 |
Wenn z. |
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Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 122
|
1 |
B. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 23 / Paragraph 122
|
25 |
zehn viel sind und zwei wenig, so nimmt man sechs für das der Sache nach Mittlere, weil es um gleich viel mehr und weniger ist. |