|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 52 / Paragraph 292
|
22 |
Denn ein Mann, dem weniges wichtig ist, pflegt nicht eilfertig zu sein und wer nichts für groß erachtet, seine Stimme nicht anzustrengen. |
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Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 52 / Paragraph 292
|
19 |
Das laute Sprechen und hastige Gehen kommt aber daher, daß man einen solchen hohen Standpunkt im gegebenen Falle verläugnet. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 293
|
9 |
So also ist der Mann der hohen Gesinnung beschaffen. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 293
|
16 |
Wem aber hier ein Mangel anhaftet, hat niederen Sinn, und wem ein Übermaß anhaftet, ist aufgeblasen. |
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Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 293
|
23 |
Jedoch scheinen auch solche Leute nicht eigentlich böse zu sein, da sie keine lasterhaften Handlungen begehen, aber sie leiden doch an einem Charakterfehler. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 294
|
62 |
Da der Mann niederen Sinnes, der Mann ohne Seelengröße, des Guten wert wäre, so beraubt er sich dessen, worauf er Anspruch hätte, und verrät so gewissermaßen ein sittliches Gebrec… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 294
|
20 |
Indessen scheinen solche Personen nicht dumm zu sein, sondern sie machen sich vielmehr zu viele Gedanken und sind darum ängstlich. |
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Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 294
|
10 |
Eine solche verkehrte Selbsteinschätzung muß den Menschen aber auch verschlechtern. |
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Sentence 4
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Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 294
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29 |
Denn während jedermann nach dem strebt, was ihm gebührt, verzichten solche Leute, gleich Unberufenen, auf schöne Taten und hohe geistige Bestrebungen und entsprechend dann auch au… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 295
|
13 |
Die Aufgeblasenen sind töricht und der Selbsterkenntnis bar und dies in augenscheinlicher Weise. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 295
|
19 |
Sie machen sich an rühmliche und hohe Dinge, als wären sie ihnen gewachsen, und offenbaren dann nur ihr Unvermögen. |
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Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 295
|
29 |
Sie zieren sich auch in Kleidung und Haltung und dergleichen, tragen ihre Glücksgüter zur Schau und reden von ihrer eigenen Person, als ob sie sich damit in Ansehen brächten. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 296
|
11 |
Dem Hochsinn ist der niedere Sinn mehr entgegengesetzt als die Aufgeblasenheit. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 53 / Paragraph 296
|
12 |
Denn der niedere Sinn kommt häufiger vor und ist der schlimmere Fehler. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 297
|
48 |
(1125b) Während der Hochsinn es, wie gesagt, mit der Ehre im großen zu tun hat, scheint die Ehre, wie wir schon in den ersten Abschnitten erklärt haben, auch noch Gegenstand einer… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 297
|
21 |
Denn diese beiden Tugenden halten sich vom Großen fern, geben uns aber in betreff des Mittelmäßigen und Kleinen die rechte Verfassung. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 298
|
63 |
Wie es also beim Nehmen und Geben von Geld und Geldeswert eine Mitte wie ein Übermaß und einen Mangel gibt, so gibt es auch bei der Ehrbegierde ein Mehr und ein Minder als sich ge… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 298
|
34 |
Wir tadeln einerseits den Ehrgeizigen, weil er im Übermaß und aus unrechter Quelle Ehre gewinnen will, anderseits tadeln wir den Nichtehrgeizigen, weil er nicht einmal die Ehre su… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 298
|
35 |
Es kommt aber auch, wie wir schon in den früheren Abschnitten bemerkt haben, vor, daß wir den Ehrgeizigen als mannhaft und für das Gute begeistert und den Nichtehrgeizigen als maß… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 299
|
56 |
Man sieht also, daß man die Bezeichnung »ehrgeizig« in verschiedenem Sinne gebraucht, und wir darum, wenn wir jemanden so nennen, es nicht immer mit Bezug auf das Nämliche tun, so… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 299
|
20 |
Da nun die Mitte keine eigene Bezeichnung hat, so scheinen die Extreme um sie, als wäre sie unbesetzt, zu streiten. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 299
|
11 |
Aber wo Übermaß und Mangel ist, da ist auch eine Mitte. |
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Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 299
|
48 |
Und da man nach der Ehre teils mehr teils weniger als sich geziemt, streben kann, so kann es auch in geziemender Weise geschehen, und mit dem Lobe, das hier gespendet wird, ist di… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 300
|
23 |
Er erscheint, gegen den Ehrgeiz gehalten, als Mißachtung der Ehre, gegen die Mißachtung der Ehre gehalten, als Ehrgeiz, gegen beides gewissermaßen als beides. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 54 / Paragraph 300
|
35 |
Dies scheint auch bei den anderen Tugenden der Fall zu sein, nur daß in unserem Falle blos die Extremen sich gegenüber zu stehen scheinen, weil derjenige, der sich in der Mitte hä… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 301
|
7 |
Sanftmut ist die Mitte bei den Zornesaffekten. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 301
|
29 |
Da aber der Mittlere und auch so ziemlich die Extremen unbenannt sind, so beziehen wir die Sanftmut, die doch nach Seiten des gleichfalls unbenannten Mangels neigt, auf den Mittle… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 301
|
6 |
Das Übermaß kann man Zornmütigkeit nennen. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 301
|
13 |
Denn der Affekt ist Zorn, was ihn aber hervorruft, ist vieles und verschiedenes. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 302
|
33 |
Wer nun zürnt worüber er soll, und wem er soll, und dazu wie, wann und solange er soll, wird gelobt, und so wäre er denn der Sanftmütige, wenn anders die Sanftmut Lob erhält. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 302
|
36 |
Denn der Sanftmütige soll ein Mann sein, der sich nicht verwirren und von seinem Affekt fortreißen läßt, sondern in der Art, in der Veranlassung und in der (1126a) Dauer seines Zo… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 302
|
22 |
Er scheint aber vielmehr nach seite des Mangels zu fehlen, weil der Sanftmütige nicht zur Rache, sondern vielmehr zum Verzeihen geneigt ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 303
|
13 |
Der Mangel, mag er nun Zornlosigkeit oder sonst was immer sein, erfährt Tadel. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 303
|
22 |
Denn die nicht zürnen worüber sie sollen, und nicht wie sie sollen, noch wann, noch wem sie sollen, scheinen töricht zu sein. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 303
|
22 |
Man meint ja, ein solcher Mensch habe keine Empfindung und könne nicht gekränkt werden und sei wehrlos, da er nicht zornig werde. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 303
|
16 |
Sich aber Schimpf gefallen zu lassen und seine Angehörigen nicht dagegen zu schützen, verrät knechtischen Sinn. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
7 |
Das Übermaß kann in allen Beziehungen stattfinden. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
21 |
Man kann zürnen wem man nicht soll, und worüber man nicht soll, und ärger und schneller und länger als man soll. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
9 |
Aber nicht alles findet sich in derselben Person vereinigt. |
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Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
15 |
Das wäre unmöglich; denn das Schlechte vernichtet sich selbst und würde in seiner Vollständigkeit unerträglich. |
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Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
26 |
Die Zornmütigen werden nun zwar schnell zornig und werden es über wen sie es nicht sollen, und worüber sie nicht sollen, und ärger als sie sollen. |
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Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
14 |
Sie hören aber schnell auf zu zürnen, und das ist das beste an ihnen. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
22 |
Dieses widerfährt ihnen, weil sie den Zorn nicht in sich verschließen, sondern wegen ihrer Reizbarkeit offen herausfahren und dann wieder ruhig werden. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
23 |
Übermäßig aufgeregt aber sind die Jähzornigen und bei allem und über alles zum Zorne geneigt; daher auch ihr NameGriechisch ακρόχολοι, von άκρος, extrem. |
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Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
0 |
. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
9 |
Die Bittern sind schwer versöhnlich und zürnen lange Zeit. |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
7 |
Denn sie verschließen ihren Grimm in sich. |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
11 |
Die Ruhe aber stellt sich ein, wenn man Vergeltung geübt hat. |
|
Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
16 |
Denn die Rache setzt dem Zorne ein Ziel, indem sie Freude an Stelle des Schmerzes hervorruft. |
|
Sentence 14
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
11 |
So lange dieses nicht geschieht, bleibt der Druck auf ihnen lasten. |
|
Sentence 15
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
27 |
Denn da ihre Stimmung nicht nach außen tritt, so redet auch niemand ihnen gütlich zu, und um für sich selber den Zorn zu verwinden, braucht es Zeit. |
|
Sentence 16
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
12 |
Solche Leute sind sich selbst und ihren besten Freunden eine schwere Last. |
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Sentence 17
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
1 |
GrimmigGr. |
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Sentence 18
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
9 |
χαλεπός, daher χαλεπαίνω, ich zürne schwer oder heftig; lat. |
|
Sentence 19
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
2 |
difficilis, asper. |
|
Sentence 20
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 304
|
25 |
nennen wir die, die aus unrechtem Anlaß und mehr und länger als sich gehört, zürnen und nicht eher aufhören, bis Rache oder Strafe erfolgt ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 305
|
12 |
Zu der Sanftmut stellen wir mehr das Übermaß des Zorns in Gegensatz. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 305
|
17 |
Denn einmal kommt dasselbe häufiger vor, da es mehr in der menschlichen Art liegt, sich zu rächen. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 305
|
16 |
Und dann ist auch mit den Grimmigen schlechter umgehen als mit denen, die übermäßig milde sind. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
16 |
Aus dem Gesagten ergibt sich eine Wahrheit, von der wir schon bei früherer Gelegenheit gesprochen haben. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
29 |
Es ist nicht leicht, genau zu bestimmen, wie und wem und worüber und wie lange man zürnen soll, und welches die Grenze des rechten und des verkehrten Verhaltens ist. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
19 |
Denn wer dieselbe nur um weniges überschreitet, sei es nach seiten des Zuviel oder des Zuwenig, erfährt keinen Tadel. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
23 |
Zuweilen loben wir diejenigen die das Zuwenig (1126b) haben und nennen sie sanftmütig; zuweilen loben wir auch die Zornigen als zum Herrschen geeignet. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
38 |
Wie weit also und wie man von der Mitte abweichen muß, um dem Tadel zu verfallen, läßt sich nicht leicht mit Worten angeben, da das Urteil es hier mit dem Einzelnen zu tun hat und… |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
1 |
II. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
2 |
Buch, 9. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
2 |
Kapitel, Anm. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
1 |
55. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 306
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 307
|
59 |
So viel ist jedenfalls klar, daß die Mitte ein lobenswerter Habitus ist, vermöge dessen wir zürnen wem wir sollen und worüber wir sollen, und was sonst noch alles hieher gehört; u… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 308
|
13 |
Man sieht also, daß man sich an den mittleren Habitus zu halten hat. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 55 / Paragraph 309
|
9 |
Hiermit sind die auf den Zorn bezüglichen Charaktereigenschaften erledigt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 310
|
48 |
Was den Umgang, das Zusammenleben und den Verkehr in Worten und Handlungen betrifft, so scheinen die einen gefallsüchtig zu sein, jene nämlich, die alles den Leuten zu liebe loben… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 310
|
26 |
Diejenigen, die umgekehrt wie die Vorigen in allem widersprechen und sich nicht im mindesten darum kümmern, ob sie jemanden unangenehm werden, werden eigensinnig und streitsüchtig… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 311
|
32 |
Es ist klar, daß die genannten Charaktereigenschaften tadelnswert und die zwischen ihnen in der Mitte liegende Eigenschaft, vermöge deren man billigt und verwirft was man soll und… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 311
|
18 |
Sie hat aber keinen Namen bekommen, gleicht jedoch am meisten der Gesinnung, die den Verkehr unter Freunden bestimmt. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 311
|
26 |
Denn wer den mittleren Habitus besitzt, ist das, was wir meinen, wenn wir von einem rechten Freunde sprechen, nur daß bei diesem noch die Liebe hinzukommt. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 311
|
23 |
Denn der Unterschied dieser Eigenschaft von der Freundschaft besteht darin, daß ihr der Affekt abgeht, die Liebe zu denen, mit welchen man verkehrt. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 311
|
23 |
Wer die gedachte Eigenschaft hat, nimmt jegliches gebührend auf, nicht weil er liebt oder haßt, sondern weil es so in seinem Wesen liegt. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 311
|
21 |
Er wird dies gleichmäßig gegen Unbekannte und Bekannte, gegen Nahestehende und Fernstehende tun, nur freilich gegen jeden, wie es sich paßt. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 311
|
22 |
Denn es ist nicht geziemend, das gleiche Interesse an Vertrauten und Fremden zu nehmen, und ebensowenig sie ohne Unterschied unangenehm zu berühren. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 312
|
17 |
Im allgemeinen also gilt, wie gesagt, daß er im Verkehr sich auf die rechte Art verhalten wird. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 312
|
23 |
Er ist von der Rücksicht auf das Gute und Nützliche bestimmt, wenn er bestrebt ist, verletzendes zu vermeiden oder Anderen Vergnügen zu machen. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 312
|
42 |
Denn da er es mit dem Angenehmen und Unangenehmen des Umgangs zu tun hat, so wird er, falls er zu dem Vergnügen Anderer nicht beitragen kann, ohne daß es für ihn unsittlich oder s… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 312
|
29 |
Und wenn eine Handlung ihrem Urheber keinen kleinen Schimpf oder Schaden bringt, der Widerspruch aber eine kleine Unlust hervorruft, so wird er nicht zustimmen, sondern seine (112… |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 312
|
31 |
Er wird sich anders im Verkehr mit Hochgestellten und mit gewöhnlichen Leuten, mit näheren und entfernteren Bekannten verhalten und ebenso die sonstigen Unterschiede berücksichtig… |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 312
|
29 |
An und für sich macht er sich lieber angenehm und scheut sich zu verletzen, berücksichtigt dabei jedoch die Folgen, wenn sie größer sind, ich meine das Gute und Nützliche. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 312
|
15 |
Auch wird er gegebenen Falls wegen einer darauf folgenden großen Freude eine kleine Unlust hervorrufen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 313
|
15 |
So also ist beschaffen wer die Mitte hält, doch hat er keine eigene Bezeichnung erhalten. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 313
|
35 |
Von denen, die sich angenehm machen wollen, ist derjenige, der nur hierauf und auf sonst nichts bedacht ist, gefallsüchtig; wer es aber dabei auf seinen Vorteil, auf Geld und Geld… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 313
|
20 |
Wer aber gegen jedermann unangenehm ist, der ist, wir haben es schon gesagt, eigensinnig oder launenhaft und streitsüchtig oder zänkisch. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 314
|
24 |
Der Gegensatz scheint hier nur in den Extremen zu liegen, weil die Mitte unbenannt istDer Gegensatz der Extreme zur Mitte bleibt also außer Betracht. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 56 / Paragraph 314
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 57 / Paragraph 315
|
15 |
So ziemlich auf gleichem Gebiete liegt jene Tugend, die der Prahlerei gegenüber die Mitte darstellt. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 57 / Paragraph 315
|
48 |
Auch sie ist unbenannt, doch schadet es nicht, auch dergleichen Eigenschaften zu erörtern, da man durch die Behandlung des Einzelnen eine bessere Erkenntnis der Moral erlangt, und… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 57 / Paragraph 315
|
47 |
Was nun die gesellschaftlichen Tugenden betrifft, so ist von denen, die es mit dem Angenehmen und Unangenehmen des Umgangs zu tun haben, die Rede gewesen, und so wollen wir denn j… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 57 / Paragraph 316
|
67 |
Der Prahler scheint sich den Anschein rühmlicher Eigenschaften zu geben, solcher, die er nicht hat, und größerer als er hat; der Ironische umgekehrt scheint seine wirklichen ehren… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 57 / Paragraph 316
|
15 |
Dies aber kann man freilich so wohl zu einem besonderen Zweck tun als ohne das. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 57 / Paragraph 316
|
19 |
Doch jedermann spricht und handelt und lebt so, wie er habituell ist, so lange er keinen besonderen Zweck verfolgt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 57 / Paragraph 317
|
15 |
Nun ist die Lüge an sich schlecht und tadelnswert und die Wahrheit gut und lobenswert. |