|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
24 |
Die Schwierigkeit rührt nur daher, daß das Billige zwar ein Recht ist, aber nicht im Sinne des gesetzlichen Rechts, sondern als eine Korrektur desselben. |
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Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
24 |
Das hat darin seinen Grund, daß jedes Gesetz allgemein ist und bei manchen Dingen richtige Bestimmungen durch ein allgemeines Gesetz sich nicht geben lassen. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
34 |
Wo nun eine allgemeine Bestimmung zu treffen ist, ohne daß sie ganz richtig sein kann, da berücksichtigt das Gesetz die Mehrheit der Fälle, ohne über das diesem Verfahren anhaften… |
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Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
6 |
Nichts destoweniger ist dieses Verfahren richtig. |
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Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
18 |
Denn der Fehler liegt nicht an dem Gesetze noch an dem Gesetzgeber, sondern in der Natur der Sache. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
18 |
Denn im Gebiet des Handelns ist die ganze Materie von vornherein so (daß das gedachte Gebrechen nicht ausbleibt). |
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Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
70 |
Wenn demnach das Gesetz allgemein spricht, aber in concreto ein Fall eintritt, der in der allgemeinen Bestimmung nicht einbegriffen ist, so ist es, in Betracht daß der Gesetzgeber… |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
31 |
Daher ist das Billige ein Recht und besser als ein gewisses Recht, aber nicht besser als das Recht schlechthin, sondern als jenes Recht, das, weil es keinen Unterschied kennt, man… |
|
Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
22 |
Und das ist die Natur des Billigen: es ist eine Korrektur des Gesetzes, da wo dasselbe wegen seiner allgemeinen Fassung mangelhaft bleibt. |
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Sentence 14
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
28 |
Dies ist auch die Ursache davon, daß nicht alles gesetzlich geregelt ist; denn über manche Dinge läßt sich kein Gesetz geben, so daß es hier eines Plebiscites bedarf. |
|
Sentence 15
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
20 |
Das Unbestimmte hat ja auch ein unbestimmtes Richtmaß, ähnlich wie bei der lesbischen Bauart ein bleiernes Richtmaß zur Verwendung kommt. |
|
Sentence 16
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
25 |
Denn wie dieses Richtmaß sich der Gestalt des Steines angleicht und nicht dieselbe Länge behält, so gleicht das Plebiscit sich den besonderen faktischen Verhältnissen an. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 424
|
20 |
So ist denn klar, was das Billige ist, und daß es ein Recht ist, und besser als ein gewisses Recht. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 424
|
57 |
Hieraus sieht man aber auch, wer der Billige sei: wer solches Recht will, (1138a) wählt und übt, wer nicht das Recht zu Ungunsten Anderer auf die Spitze treibt, sondern vom Rechte… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 425
|
15 |
Aus dem Gesagten erhellt nun auch, ob man sich selbst Unrecht tun kann oder nicht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 426
|
16 |
Recht in einem Sinne ist was vom Gesetze in Bezug auf jede einzelne Tugend geboten ist. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 426
|
6 |
Nun gebietet das Gesetz aber z. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 426
|
1 |
B. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 426
|
17 |
nicht, sich selbst zu tödten; was es aber nicht zu tödten gebietet, das zu tödten verbietet es. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 427
|
20 |
Ferner, wenn man jemanden freiwillig wider das Gesetz schädigt, ohne damit eine erlittene Schädigung zu rächen, so tut man Unrecht. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 427
|
17 |
Freiwillig handelt aber wer da weiß, gegen wen die Handlung gerichtet ist, und womit sie vollzogen wird. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 427
|
21 |
Wer aber aus Zorn sich selbst entleibt, tut freiwillig gegen die rechte Vernunft was das Gesetz nicht zuläßt, tut also Unrecht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 428
|
2 |
Aber wem? |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 428
|
7 |
Nicht etwa dem Gemeinwesen, sich aber nicht? |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 428
|
9 |
Er leidet ja freiwillig, und niemand leidet freiwillig Unrecht. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 428
|
23 |
Darum straft ihn auch die Obrigkeit und haftet dem Selbstmörder, als einem Menschen, der sich am gemeinen Wesen versündigt hat, eine Makel an. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 429
|
39 |
Es kann aber auch wer nur Unrecht tut und nicht ganz schlecht ist, in dem, worin er ungerecht ist, sich nicht selbst Unrecht tun – dieses (Ungerechtigkeit nach einer bestimmten Se… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 429
|
31 |
Ein solcher Ungerechter ist ungefähr in der Weise schlecht wie der Feige, also nicht als haftete ihm die ganze Schlechtigkeit an, und demnach tut er auch nicht in diesem Sinne Unr… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 430
|
24 |
Denn sonst könnte einem etwas gleichzeitig entzogen worden und zugefallen sein, was unmöglich ist: Recht und Unrecht setzt immer ein Verhältnis von mehreren voraus. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 431
|
12 |
Ferner (ist das Unrechttun) freiwillig und vorsätzlich und früher (als das Unrechtleiden). |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 431
|
18 |
Denn wer ein Unrecht erlitten hat und dem anderen dafür dasselbe wieder antut, scheint kein Unrecht zu tun. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 431
|
14 |
Um aber sich selbst Unrecht zu tun, müßte man etwas zugleich leiden und tun. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 432
|
6 |
Ferner könnte man freiwillig Unrecht leiden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 433
|
35 |
Überdies tut niemand Unrecht, ohne eine einzelne ungerechte Handlung zu begehen; nun kann aber niemand mit seiner eigenen Frau die Ehe brechen oder in sein eigenes Haus einen Einb… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 434
|
28 |
Die vollständigste Lösung der Frage wegen der Möglichkeit sich selbst Unrecht zu tun, ergibt sich immer vom Gesichtspunkte der früheren Bestimmung, nach der niemand freiwillig Unr… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 435
|
13 |
Es leuchtet auch ein, daß zwar beides, Unrechtleiden und Unrechttun, vom Bösen ist. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 435
|
41 |
Denn bei dem einen hat man weniger als die Mitte, bei dem anderen mehr; die Mitte aber ist dem ähnlich, was in der Heilkunst die Gesundheit, in der Gymnastik die gute Leibesbescha… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 435
|
39 |
Denn Unrechttun führt Schlechtigkeit mit sich und ist tadelnswert, und jene Schlechtigkeit ist entweder die vollendete und schlechthinnige oder steht ihr doch nahe – denn nicht al… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 435
|
18 |
Also an (1138b) sich ist Unrechtleiden weniger schlimm, mitfolgend aber kann es gar wohl das größere Übel sein. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 435
|
7 |
Darum aber bekümmert sich die Wissenschaft nicht. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 435
|
47 |
Für sie ist eine Lungenentzündung ein schlimmerer Fall als eine Verstauchung, gleichwohl kann es mitfolgend auch einmal umgekehrt kommen, wenn der Verstauchte durch seinen Fall in… |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 435
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 436
|
57 |
Im übertragenen Sinne aber und im Sinne einer gewissen Ähnlichkeit gibt es allerdings ein Recht nicht der Person gegen sich selbst, aber doch des einen Teils von ihr gegen die and… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 436
|
15 |
Nach diesen Verhältnissen nämlich bemißt sich der Abstand zwischen dem vernünftigen und dem unvernünftigen Seelenteil. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 436
|
24 |
Im Hinblick hierauf meint man alsoPlato meinte, man tue sich selbst Unrecht, wenn man aus böser Lust oder Zorn tue was die Vernunft verbietet. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 436
|
26 |
, es gebe auch eine Ungerechtigkeit gegen sich selbst, weil es nämlich durch die Macht der Affekte geschehen kann, daß man etwas gegen das eigene Begehren erleidet. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 436
|
21 |
Wie es sonach ein Recht zwischen Herrscher und Untertan gibt, so soll es auch ein Recht zwischen den verschiedenen Seelenteilen geben. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 437
|
16 |
So mag denn von der Gerechtigkeit und den anderen sittlichen Tugenden in dieser Weise gehandelt sein. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
50 |
Da wir früher gesagt haben, man müsse die Mitte wählen, nicht das Übermaß und den Mangel, und da die Mitte durch die rechte Vernunft bestimmt wird, so wollen wir dieses jetzt nähe… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
14 |
Bisher war von den sittlichen oder Charaktertugenden die Rede: sie sind eine mittlere Gemütsverfassung. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
9 |
Aber wie weiß man, welches die mittlere Verfassung ist? |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
7 |
Die Definition der Tugend deutet es an. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
7 |
Man weiß es durch die rechte Vernunft. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
20 |
So geben uns denn die Verstandestugenden, die der Vernunft die rechte Verfassung verleihen, die praktische Antwort auf die gestellte Frage. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
8 |
Von ihnen soll in diesem Buche gehandelt werden. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
10 |
Die sittlichen Tugenden bedürfen also der Verstandestugenden zu ihrer Ergänzung. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
15 |
Wir werden später sehen, daß auch umgekehrt die Verstandestugenden nicht ohne die sittlichen sein können. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
14 |
Denn das Urteil des Verstandes ist von der Beschaffenheit und Richtung des Gemütes abhängig. |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
12 |
Nur ein tugendhaftes Gemüt weiß sich in ethischen Dingen recht zu beraten. |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
17 |
Eben darum sind die dianoëtischen Tugenden auch wirkliche Tugenden und nicht bloße Vorzüge, was sonst unverständlich wäre. |
|
Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
3 |
Die Kunst z. |
|
Sentence 14
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
1 |
B. |
|
Sentence 15
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
12 |
und die Wissenschaft ist keine Tugend, wohl aber ist es die Klugheit. |
|
Sentence 16
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 439
|
53 |
In allen habituellen Beschaffenheiten, die wir bisher behandelt haben, gibt es, wie auch bei den übrigen Fertigkeiten, einen Zielpunkt, auf den hinblickend der Inhaber der rechten… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 440
|
10 |
Diese Bestimmung ist nun zwar richtig, aber noch keineswegs deutlich. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 440
|
76 |
Ist es doch bei jedem Geschäft, von dem es eine Wissenschaft gibt, richtig, zu sagen, man müsse dabei der Sorge und der Zuversicht weder zu viel noch zu wenig einräumen, sondern d… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 440
|
33 |
Darum ist es auch hinsichtlich der psychischen Beschaffenheiten nicht genug, wenn der aufgestellte Grundsatz wahr ist: es muß auch genau angegeben werden, welches die rechte Vernu… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 441
|
19 |
Als wir die Tugenden der Seele einteilten, haben wir gesagt, (1139a) sie seien teils sittliche oder Charaktertugenden, teils Verstandestugenden. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 441
|
26 |
Nachdem wir also die sittlichen Tugenden durchgegangen sind, wollen wir die anderen in der Art erklären, daß wir erst einige Bemerkungen über die Seele selbst hersetzen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
14 |
Es wurde weiter oben gesagt, es gebe zwei Seelenteile, einen vernunftbegabten und einen unvernünftigen. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
24 |
Jetzt aber müssen wir den vernunftbegabten wieder ebenso einteilenDer vernunftbegabte und der unvernünftige, aber doch an der Vernunft teilhabende Seelenteil wurden im letzten Kap. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
2 |
des 1. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
4 |
Buches vorletzter Absatz berührt. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
6 |
Die Vermutung Murets in seinem lat. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
18 |
Kommentar, Ingolstadt 1602, hier sei im Text in den Angaben über das früher Gesagte etwas ausgefallen, scheint grundlos. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
17 |
Der unvernünftige Seelenteil, höheres und niederes Strebevermögen, ist Träger der sittlichen Tugenden, der vernünftige Träger der Verstandestugenden. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
0 |
. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
35 |
Setzen wir also voraus, daß der vernunftbegabten Teile zwei sind, einer, mit dem wir jenes Sein betrachten, dessen Prinzipien sich nicht anders verhalten können, und einen, mit de… |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
40 |
Denn wenn die Objekte der Gattung nach verschieden sind, ist auch der für das eine oder das andere Objekt eingerichtete Seelenteil der Gattung nach verschieden, wenn ja doch die E… |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
17 |
Der eine Teil heiße nun der »epistemonische« (scientifische oder wissende), der andere der »logistische« (ratiocinierende oder folgernde). |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
20 |
Überlegen nämlich und Gedanken in bestimmter »Folge« verknüpfen ist dasselbe, nun überlegt aber niemand was sich nicht anders verhalten kann. |
|
Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
20 |
So ist denn ein Teil der vernunftbegabten Seele der ratiocinierendeAristoteles sagt: nach den Objekten sind auch die erkennenden Seelenteile verschieden. |
|
Sentence 14
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
27 |
Das Erkennende ist dem Erkannten ähnlich, oder Gleiches wird durch Gleiches erkannt, insofern der eigentliche und primäre Gegenstand der Erkenntnis mit der Natur des Erkennenden ü… |
|
Sentence 15
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
20 |
So ist der Mensch ein geistig sinnliches Wesen, und demnach ist der eigentliche Gegenstand seiner Erkenntnis das Intelligible im Sinnlichen. |
|
Sentence 16
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
37 |
In unserem Texte handelt es sich um den Gegensatz der spekulativen und der praktischen Vernunft, der keine zwei Potenzen der Intelligenz je nach den Objekten erfordert, sondern nu… |
|
Sentence 17
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
16 |
Die spekulative Vernunft geht nämlich nicht auf das Handeln, sondern auf dessen höchste Ziele und Gesetze. |
|
Sentence 18
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
37 |
Dagegen hat es die praktische Vernunft mit dem Handeln zu tun, und das Handeln mit dem Einzelnen und Konkreten, und dieses wird von dem Sinne erkannt, der also der praktischen Ver… |
|
Sentence 19
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
11 |
Aristoteles nennt die spekulative Vernunft die epistemonische, die praktische die logistische. |
|
Sentence 20
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
36 |
Episteme ist nämlich die Wissenschaft des Allgemeinen und Notwendigen, während das Folgern, λογίζεσΦαι, zwar nicht den graden Gegensatz zu ihr bildet, wohl aber das Eigentümliche … |
|
Sentence 21
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
22 |
Hierin liegt nun grade seine Ähnlichkeit mit der praktischen Vernunft, die nach dem sucht, was in den einzelnen Fällen zu tun ist. |
|
Sentence 22
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 443
|
17 |
Unsere Aufgabe wird es nun sein, zu ermitteln, welches je die beste Verfassung dieser beiden Teile ist. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 443
|
15 |
Denn das ist je ihre Tugend; die Tugend aber richtet sich nach ihrer eigentümlichen Verrichtung. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 444
|
13 |
Dreierlei ist in der Seele, wovon Handlung und Wahrheitserkenntnis abhängt: Sinn, Verstand, Begehren. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 444
|
30 |
Unter diesen dreien kann der Sinn kein Prinzip des Handelns sein, was daraus hervorgeht, daß die Tiere zwar sinnbegabt sind, aber an dem, was man Handlung nennt, keinen Anteil hab… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 444
|
14 |
Was nun beim Denken Bejahung und Verneinung, das ist beim Begehren Streben und Fliehen. |
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Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 444
|
53 |
Darum muß, da die sittliche Tugend ein Habitus der Willenswahl und die Willenswahl ein überlegtes Begehren ist, der Ausspruch der Vernunft wahr und das Begehren des Willens recht … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 445
|
8 |
Das ist nun die praktische Vernunft und Wahrheit. |
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Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 445
|
43 |
Das Gute und Schlechte der theoretischen Vernunft aber, die nicht handelt und nicht hervorbringt, ist Wahrheit und Falschheit, wie das von der Leistung jedes denkenden Vermögens g… |