|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 560
|
14 |
Kerkyon mag nicht weiter leben aus Schmerz darüber, daß seine Tochter verführt worden ist. |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 560
|
14 |
– Xenophantus, vielleicht der bei Seneka und Plutarch erwähnte Musikus im Gefolge Alexanders des Großen. |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 560
|
8 |
Aristoteles spielt auf einen damals bekannten Vorgang an. |
|
Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 560
|
56 |
; wohl aber ist es verwunderlich und unverzeihlich, wenn einer in Dingen, denen sonst jedermann Widerstand zu leisten vermag, unterliegt und nicht zu widerstehen weiß, vorausgeset… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 561
|
32 |
Auch der ausgelassen Lustige ist scheinbar unmäßig; in Wirklichkeit ist er weichlich, da die Lustigkeit als Erholung eine Art der Ausspannung ist und das Zuviel in letzterer eben … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 562
|
7 |
Die Unenthaltsamkeit ist teils Übereilung, teils Schwäche. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 562
|
24 |
Die einen überlegen zwar, beharren aber in folge der Leidenschaft nicht bei ihrem Entschlusse, die anderen werden mangels vorheriger Überlegung von der Leidenschaft fortgerissen. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 562
|
10 |
Wollten sie sich besser beraten, so widerführe ihnen dieses nicht. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 562
|
48 |
Einige nämlich machen es wie die, die sich selbst vorher kitzeln, um keinen Kitzel zu empfinden, sie verstehen sich darauf, im voraus zu merken und zu sehen, und dann sich selbst … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 563
|
13 |
Vorzüglich trifft man die Unenthaltsamkeit aus Übereilung bei den cholerischen und melancholischen Charakteren. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 99 / Paragraph 563
|
28 |
Die einen warten wegen ihrer Raschheit, die anderen wegen ihrer Heftigkeit den Ausspruch der Vernunft nicht ab, weil sie gewohnt sind, sich von ihrer Einbildungskraft leiten zu la… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 564
|
7 |
Der Unmäßige fühlt, wie gesagt, keine Reue. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 564
|
5 |
Er bleibt bei seiner Willensrichtung. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 564
|
7 |
Der Unenthaltsame ist stets der Reue fähig. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 564
|
21 |
Es ist darum nicht so, wie wir zuvor in den Aporien meinten, sondern der eine ist unheilbar, der andere ist heilbar. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 564
|
16 |
Die Bosheit oder Schlechtigkeit gleicht nämlich solchen Krankheiten wie Wassersucht und Schwindsucht, die Unenthaltsamkeit der Epilepsie. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 564
|
9 |
Die eine ist dauernde, die andere nur zeitweilige Verkehrtheit. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 564
|
12 |
Überhaupt aber gehört die Unenthaltsamkeit und die Schlechtigkeit einer verschiedenen Gattung an. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 564
|
11 |
Denn die Schlechtigkeit weiß nicht von sich, die Unenthaltsamkeit aber wohl. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 565
|
29 |
(1151a) Unter den Unenthaltsamen selbst sind wieder die, die sofort aus dem Lot kommen, besser oder nicht so schlimm als die, die überlegen und an ihrem Entschlüsse nicht festhalt… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 565
|
15 |
Denn die Leidenschaft, der letztere unterliegen, ist kleiner und kommt ihnen nicht unversehens wie jenen. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 565
|
27 |
Wer sich aus sittlicher Kraftlosigkeit nicht enthält, gleicht einem Menschen, der rasch, von einem kleinen Quantum Wein und von weniger, als die meisten vertragen können, betrunke… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
15 |
Daß also die Unenthaltsamkeit nicht Schlechtigkeit ist, leuchtet ein, sie möchte es jedoch beziehungsweise sein. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
43 |
Sie ist nämlich unvorsätzlich, während die Schlechtigkeit vorsätzlich ist; auf die Handlungen der Unenthaltsamkeit aber paßt der Ausspruch des Demodokus über die Milesier: »die Mi… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
62 |
Da aber der eine von der Art ist, daß er nicht aus Überzeugung, als ob es so gut wäre, den übermäßigen und der rechten Vernunft zuwiderlaufenden Sinnesgenüssen nachgeht, der ander… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
82 |
Die Tugend und die Schlechtigkeit nämlich haben das an sich, daß diese das Prinzip verdirbt, jene es heil erhält; bei den Handlungen aber ist der Zweck Prinzip, wie in der Mathema… |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
13 |
3 gesagt ist: »Man darf nicht unterschiedslos überall nach der Ursache fragen.« Vergl. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
5 |
die dazu gehörige Anmerkung 24. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
24 |
Dieselbe können wir jetzt dahin ergänzen, daß nicht blos die Glückseligkeit, sondern vor allem auch die Tugend als letzter Zweck keiner weiteren Rechtfertigung bedarf. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
5 |
Tugend ist Tugend, Sittlichkeit Sittlichkeit. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
15 |
Noch weiter fragen, warum die Tugend Tugend, warum das Gute gut ist, darf man nicht. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
0 |
. |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 566
|
17 |
Wer also so ist, wie ausgeführt worden, ist mäßig, mit wem es umgekehrt steht, der ist unmäßig. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
45 |
Mancher wird auch leidenschaftlich wider die rechte Vernunft erregt, den die Leidenschaft zwar so weit beherrscht, daß er nicht nach der rechten Vernunft handelt, aber nicht auch … |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
14 |
Das ist der Unenthaltsame, besser als der Unmäßige oder Zuchtlose, und nicht einfachhin schlecht. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
9 |
Denn er hat das Beste, das Prinzip, nicht verloren. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
29 |
Ein anderer ist das Gegenteil von ihm: wer fest bei der Vernunft bleibt und sich nicht von seinem Sinne bringen läßt, wenigstens durch den Affekt nichtDas ist der Enthaltsame. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
19 |
Man kann auch durch bessere Einsicht von seinem Sinne gebracht werden, aber es darf nicht durch die Leidenschaft geschehen. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
7 |
Hier kehrt neuerdings wie auch gleich 11. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
1 |
K. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
1 |
2. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
32 |
Absatz die Voraussetzung wieder, daß der Enthaltsame von schlimmen Affekten, Lust und Begierde, behelligt wird, aber, da er ihnen nicht nachgibt, auch die Tugend nicht verläugnet,… |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
34 |
Diese Lehre von der Unfreiwilligkeit und Unzurechenbarkeit der Affekte, so lange sie uns dem Guten nicht abwendig machen, ist von der allergrößten Bedeutung für das ganze Tugendle… |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 567
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 100 / Paragraph 568
|
16 |
So sieht man denn hieraus, daß das eine der gute, das andere der schlechte Habitus ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 569
|
58 |
Ist nun, wie oben in den Aporien gefragt wurde, enthaltsam wer an der wie immer beratenen Vernunft und an jedem wie immer beschaffenen Vorsatz festhält, und hinwieder unenthaltsam… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 569
|
33 |
Oder sollte es nicht vielmehr so sein, daß es mitfolgend zwar jeder beliebige Vorsatz, an sich jedoch nur die wahre Vernunft und der rechte Vorsatz ist, woran der eine festhält, d… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 569
|
31 |
Wenn nämlich jemand diese bestimmte Sache um dieser willen sich vornimmt oder verfolgt, so ist es an (1151b) sich das Zweite, was er verfolgt und sich vorsetzt, aber mitfolgend da… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 569
|
36 |
Für »an sich« sagen wir schlechthin, und so ist es beziehungsweise zwar jede beliebige Meinung, die der eine festhält und der andere verläugnet, schlechthin enthaltsam und unentha… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 570
|
55 |
Es gibt auch einige, die an ihrer Meinung festhalten, die man starrköpfisch nennt, weil sie schwer zu überzeugen und nicht leicht umzustimmen sind; sie haben wohl eine gewisse Ähn… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 570
|
47 |
Jener, der Enthaltsame, läßt sich durch Leidenschaft und Begierde nicht umstimmen, aber ein Enthaltsamer wird gegebenen Falls leicht eines Besseren zu belehren sein; der andere is… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 570
|
59 |
Ein Starrkopf ist der Eigensinnige, der Unbelehrbare und der Ungebildete; der Eigensinnige insbesondere steht unter dem Einflusse von Lust und Unlust: er freut sich durchzudringen… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 571
|
21 |
Einige gibt es auch, die an ihrer Meinung und Absicht nicht festhalten nicht aus Unenthaltsamkeit, wie Neoptolemus im Philoktet des Sophokles. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 571
|
35 |
Gleich wohl war es Lust, weshalb er an seinem Vorhaben nicht festhielt, aber eine sittlich schöne Lust: ihm galt es für schön, die Wahrheit zu sagen, und von Odysseus war er überr… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 101 / Paragraph 571
|
21 |
Denn nicht jeder, der etwas aus Lust tut, ist unmäßig oder schlecht oder unenthaltsam, sondern wer es aus böser Lust tut. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 572
|
36 |
Da es auch Leute gibt, die weniger für die körperliche Lust empfänglich sind, als sie sollten, und als solche der Vernunft nicht treu bleiben, so steht der Enthaltsame in der Mitt… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 572
|
29 |
Der Unenthaltsame bleibt der Vernunft nicht treu wegen eines Zuviel, dieser wegen eines Zuwenig; der Enthaltsame aber bleibt ihr treu und läßt sich durch keines von beiden davon a… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 572
|
60 |
Wenn anders aber die Enthaltsamkeit etwas gutes ist, so müssen die ihr entgegengesetzten Eigenschaften beide schlimm sein, und als solche erscheinen sie denn auch; weil aber die e… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 573
|
24 |
Da aber die Sprache vieles nach der Ähnlichkeit benennt, so kommt es auch von der Ähnlichkeit, daß man von einer Enthaltsamkeit des Mäßigen spricht. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 573
|
66 |
Der Enthaltsame wie der Mäßige ist nämlich ein Mann, der nichts aus sinnlicher Lust der Vernunft zuwider tut, doch mit dem (1152a) Unterschied, daß der eine, der erste, böse Begie… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 573
|
35 |
Auch der Unenthaltsame und der Unmäßige sind sich ähnlich und doch wieder verschieden: beide gehen der sinnlichen Annehmlichkeit nach, jedoch der eine in der Meinung, daß es sich … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 574
|
10 |
Derselbe Mensch kann ferner nicht zugleich klug und unenthaltsam sein. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 574
|
11 |
Wir haben gezeigt, daß der Kluge zugleich auch sittlich gut ist. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 574
|
23 |
Auch ist man nicht schon durch das Wissen klug, sondern erst durch die Fähigkeit und Neigung, entsprechend zu handeln, die dem Unenthaltsamen fehlt. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 574
|
53 |
Dagegen steht nichts im Wege, daß der Geschickte unenthaltsam sei, daher es auch mitunter den Anschein hat, als ob gewisse Leute klug aber unenthaltsam wären, weil sich die Geschi… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 575
|
19 |
Der Unenthaltsame ist auch nicht wie einer, der weiß und denkt, sondern wie einer, der schläft oder betrunken ist. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 575
|
47 |
Und er handelt zwar freiwillig, da er in gewisser Weise weiß, was er tut und weshalb er es tut, ist aber nicht schlecht; sein Vorsatz ist ja gut, und so ist er nur halb schlecht; … |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 575
|
28 |
Denn die eine Klasse der Unenthaltsamen hat die Kraft nicht, ihrem Entschlusse treu zu bleiben, und die andere Klasse, das melancholische Temperament, bringt es überhaupt zu keine… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 575
|
28 |
Und so gleicht denn der Unenthaltsame einer Stadt, die alles Notwendige beschließt und vortreffliche Gesetze hat, dieselben aber nicht in Vollzug bringt, wie AnaxandridesAnaxandri… |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 575
|
1 |
spottete: |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 576
|
9 |
»die Stadt beschloß, die auf Gesetze doch nichts gibt.« |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 577
|
16 |
der Schlechte aber einer Stadt, die ihre Gesetze zwar in Vollzug bringt, aber schlechte Gesetze hat. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 578
|
33 |
In der Unenthaltsamkeit und Enthaltsamkeit liegt ein Hinausgehen über den Habitus der großen Mehrheit: die eine bleibt ihrem Vorsatze mit mehr Entschiedenheit, die andere mit weni… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 578
|
45 |
Die Unenthaltsamkeit, an der die melancholischen Charaktere kranken, ist leichter zu heilen als die Unenthaltsamkeit derer, die sich die Sache zwar überlegen, aber an ihren Entsch… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 578
|
10 |
Die Gewohnheit ist nämlich leichter zu ändern als die Natur. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 578
|
20 |
Denn nur darum wird auch die Gewohnheit so schwer geändert, weil sie der Natur gleicht, wie EuenusEuenus, Spruchdichter aus Paros. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 578
|
1 |
spricht: |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 579
|
21 |
»Lange, glaube mir, Freund, muß dauern die Übung; sie wird dann Sich als die zweite Natur der Menschen am Ende erweisen.« |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 102 / Paragraph 580
|
21 |
So wäre denn erklärt, was Enthaltsamkeit und Unenthaltsamkeit, was Abgehärtetheit und Weichlichkeit ist, und wie sich diese Eigenschaften zu einander verhalten. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 581
|
16 |
Die Betrachtung über Lust und Unlust aber ist Sache (1152b) dessen, der über die Staatskunst philosophiert. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 581
|
24 |
Denn er ist der Architekt, der maßgebende Lehrer des Zieles, auf das wir hinblicken, wenn wir nur irgend etwas schlechthin gut oder böse nennen. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 581
|
6 |
Diese Untersuchung ist aber auch notwendig. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 581
|
42 |
Haben wir doch im obigen die sittliche Tugend und Schlechtigkeit auf Lust und Unlust bezogen, und sagt man doch von der Glückseligkeit ziemlich allgemein, sie sei mit Lust verbund… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 582
|
60 |
Nun meinen einige Philosophen, keine Lust sei ein Gut, an sich nicht und auch nicht mitfolgend, da Gut und Lust nicht dasselbe sei; andere meinen, gewisse Arten der Lust seien gut… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 583
|
37 |
Sie soll überhaupt kein Gut sein, weil jede Lusterregung ein Vorgang ist, durch den etwas in fühlbarer Weise zur Natur wird oder in sie eintritt, kein Werden aber mit den Zwecken … |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 583
|
1 |
B. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 583
|
5 |
kein Bauen mit dem Gebäude. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 584
|
6 |
Ferner, der Mäßige fliehe die Lüste. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 585
|
9 |
Ferner, der Kluge trachte nach Schmerzlosigkeit, nicht nach Ergötzung. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 586
|
23 |
Ferner, die Lustgenüsse behinderten das Denken, und das umsomehr, je intensiver die Lust sei, so beim Geschlechtsgenuß, wobei niemand eines Gedankens fähig sei. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 587
|
16 |
Ferner, es gebe kein Kunst der Belustigung, und doch sei jedes Gute ein Werk der Kunst. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 588
|
9 |
Und endlich: auch Kinder und Tiere suchten die Lust. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 589
|
25 |
Dafür, daß nicht jede Lust gut sei, wird angeführt, daß es auch schändliche, schimpfliche, ja, schädliche Ergötzungen gebe; denn manches Lustbringende habe Krankheiten zur Folge. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 590
|
25 |
Dafür endlich, daß die Lust nicht das höchste Gut sei, führt man an, sie sei nicht Ziel und Ende, sondern ein gewisses Werden und Entstehen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 104 / Paragraph 591
|
9 |
Das ist es also etwa, was man gemeinhin vorbringt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 592
|
21 |
Daß sich aber aus diesem mit nichten ergibt, die Lust sei kein Gut oder nicht das höchste Gut, erhellt aus folgendem. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 593
|
120 |
Fürs erste, es gibt ein zweifaches Gutes, eines schlechthin und eines beziehungsweise oder für den oder jenen, und hiernach werden sich also die Naturen und die habituellen Bescha… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 593
|
27 |
Sodann, das Gute ist teils Tätigkeit teils Habitus, und demnach sind die Arten von Bewegung und Werden, die den Menschen in den naturgemäßen Habitus versetzen, mitfolgend lustbrin… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 593
|
40 |
Die Tätigkeit vollzieht sich da unter den Begehrungen eines Habitus und einer Natur, denen es (1153a) irgend wie mangelt, während es auch Ergötzungen, wie die Tätigkeiten des Denk… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 105 / Paragraph 593
|
50 |
Ein Zeichen dessen ist, daß man sich nicht an demselben Lustbringenden ergötzt, wenn und während die Natur sich erst vollendet, und wenn sie ihren vollkommenen Stand erreicht hat,… |