|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 96 / Paragraph 536
|
16 |
Mancher meint nur und hat doch keinen Zweifel, sondern glaubt seiner Sache ganz sicher zu sein. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 96 / Paragraph 536
|
25 |
Was nun die Ansicht betrifft, es sei wahre Meinung, nicht Wissen, was bei der Unenthaltsamkeit verläugnet wird, so ist dieses für unsere Untersuchung ganz gleichgültig. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 95 / Paragraph 535
|
38 |
Der eine nämlich gibt sich mit Vorsatz und aus freier Wahl der Begierde hin und hat dabei die Meinung, daß man immer die Lust des Augenblicks genießen müsse; der andere meint das … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 95 / Paragraph 535
|
50 |
Der schlechthin Unenthaltsame hat es nämlich nicht mit allem zu tun, sondern vielmehr mit eben dem, worauf die Unmäßigkeit sich bezieht, und er ist unenthaltsam, nicht insofern er… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 95 / Paragraph 534
|
23 |
An zweiter Stelle ist die Frage zu beantworten, ob die Unenthaltsamkeit und die Enthaltsamkeit es mit allen Dingen zu tun hat oder nicht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 95 / Paragraph 534
|
59 |
Der erste Ausgangspunkt dieser Erörterung ist die Frage, ob der Unterschied zwischen dem Enthaltsamen und dem Unenthaltsamen in dem Gegenstande oder in dem Wie liegt, das heißt ob… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 95 / Paragraph 533
|
60 |
Zuerst müssen wir sehen, ob der Unenthaltsame wissentlich oder unwissentlich, und inwiefern oder wie unwissentlich handelt, darauf dann, was man als Gegenstand der Unenthaltsamkei… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 95 / Paragraph 532
|
8 |
Denn die Lösung einer Schwierigkeit ist ein Finden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 95 / Paragraph 532
|
17 |
Derart sind etwa die sich erhebenden Schwierigkeiten, die wir nunmehr teils zu lösen, teils zu bestätigen haben. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 531
|
28 |
Ferner, wenn es in allem Unenthaltsamkeit und Enthaltsamkeit gibt, wer ist dann der Unenthaltsame an sich, und doch sagen wir von gewissen Leuten, daß sie schlechthin unenthaltsam… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 530
|
50 |
Dagegen paßt auf den Unenthaltsamen das Sprüchwort, worin wir sagen: »Wenn das Wasser würgt, was soll man drauf trinken?« Denn wenn er von der Verkehrtheit seines Tuns nicht überz… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 530
|
17 |
Denn er ist leichter zu heilen, weil es möglich ist, daß er sich eines besseren belehren läßt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 530
|
30 |
Ferner, wer in gutem Glauben handelt und so das Lustbringende erstrebt und wählt, darf wohl als besser gelten denn jener, der das nicht in gutem Glauben, sondern aus Unenthaltsamk… |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529
|
32 |
Man tut nämlich das Gegenteil von dem vermeintlich Rechten aus Unenthaltsamkeit, meint aber, das Gute sei schlecht und dürfe nicht geschehn, und so wird man denn das Gute, nicht d… |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529
|
18 |
Auch würde es eine Erwägung geben, die zu der Folgerung führte, daß Unverstand gepaart mit Unenthaltsamkeit Tugend wäre. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529
|
60 |
Weil man nämlich etwas Paradoxes zu erweisen sucht, um sich, wenns gerät, einen großen Schein zu geben, so bringt der Schluß, der herauskommt, den Hörer in Verlegenheit; denn das … |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529
|
15 |
Auch muß der sophistische Trugschluß für den, der den gedachten Standpunkt vertritt, eine Schwierigkeit sein. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529
|
22 |
Denn er verdiente Lob, weil er aus Abscheu vor der Lüge nicht bei dem blieb, wozu er von Odysseus überredet werden war. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529
|
2 |
eine war. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529
|
37 |
auch bei einer falschen Meinung beharren läßt; und wenn umgekehrt die Unenthaltsamkeit macht, daß man bei keiner Meinung beharrt, so muß es eine gute Unenthaltsamkeit geben, wie d… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529
|
1 |
B. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 529
|
19 |
Ferner, wenn die Enthaltsamkeit macht, daß man bei jeder Meinung beharrt, so ist sie schlecht, wenn sie einen z. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 528
|
57 |
Denn wenn die Begierden gut sind, so ist der Habitus, der uns abhält, ihnen Folge zu geben, schlecht, so daß also nicht jede Enthaltsamkeit gut wäre; wenn sie aber schwach und nic… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 528
|
6 |
Und doch müßte dies so sein. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 528
|
14 |
Denn es ist weder des mäßigen Mannes Art, heftige Begierden zu haben noch schlechte. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 528
|
12 |
, so wird der Mäßige nicht enthaltsam und der Enthaltsame nicht mäßig sein. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 528
|
19 |
Ferner, wenn man darum enthaltsam sein soll, weil man starke und schlechte Begierden hatErgänze: und ihnen doch nicht nachgibt. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 527
|
35 |
Zudem ist vorhin gezeigt worden, daß der Kluge sich im Handeln zeigt; denn er ist ein Mann, der es mit dem Letzten, dem Einzelnen, zu tun hat und außerdem die anderen Tugenden, di… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 527
|
29 |
Aber das ist ungereimt; denn da würde einer klug und unenthaltsam zugleich sein; und doch würde niemand es für des klugen Mannes Art ausgeben, freiwillig das schlechteste zu tun. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 527
|
20 |
So wäre es also die Klugheit, die hier Einspruch erhöbe; denn sie ist im Besitze der sichersten und festesten Meinung. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 526
|
13 |
Nun aber gebührt der Schlechtigkeit wie allem, was sonst Tadel verdient, keine Nachsicht. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 526
|
48 |
– Aber, sollte uns bedünken, wenn es sich um Meinen, nicht um Wissen handelt, und die der Lust ungünstige Annahme nicht auf starken, sondern auf schwachen Füßen steht und (1146a) … |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 526
|
45 |
Sie geben zu, daß nichts stärker sei als die Wissenschaft, daß aber niemand gegen das nach seiner Meinung Bessere handele, geben sie nicht zu, und deshalb behaupten sie, wenn der … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 526
|
13 |
Einige pflichten nun dem sokratischen Standpunkt in einer Hinsicht bei, in anderer nicht. |
|
Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
0 |
. |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
26 |
Wenn die Leidenschaft das Urteil der Vernunft verkehrt, so liegt ja wirklich mit dem verkehrten und irrigen Urteil Unwissenheit, freilich selbst verschuldete und darum zurechenbar… |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
15 |
In dem letzten Satze unseres Absatzes möchte der Ausgleich der aristotelischen und sokratischen Meinung liegen. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
1 |
66. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
2 |
7, Anm. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
2 |
III, Kap. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
22 |
Liegt es doch auf der Hand, daß der Unenthaltsame erst dann meint, das Verbotene tun zu sollen, wenn die Leidenschaft ihn übermanntVgl. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
36 |
Allein diese Vorstellung ist mit den klaren Tatsachen entzweit, und man muß nur sein Augenmerk auf den Affekt, die Leidenschaft, richten und wenn wirklich unwissentlich gefehlt wi… |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
14 |
Niemand sollte ihm zufolge wissentlich gegen das Beste handeln, sondern immer nur aus Unwissenheit. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
13 |
Sokrates nämlich bekämpfte überhaupt den Begriff, wie wenn es Unmäßigkeit gar nicht gäbe. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
26 |
So meinte Sokrates, es sei entsetzlich, wenn Jemanden wirkliches Wissen inne wohnte, und doch etwas anderes stärker wäre und ihn wie einen Sklaven hin- und herzöge. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
17 |
Und daher behaupten Einige, bei Einem, der ein wahres Wissen in einer Sache habe, sei dieses unmöglich. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 94 / Paragraph 525
|
15 |
Man könnte es aber bedenklich finden, daß einer trotz richtiger Ansichten sollte unenthaltsam sein können. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 93 / Paragraph 524
|
6 |
Dies also sind die gangbaren Ansichten. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 93 / Paragraph 524
|
14 |
Endlich spricht man von Unenthaltsamen nach seiten des Zornes, der Ehre und des Gewinnes. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 93 / Paragraph 524
|
25 |
– Von dem Klugen aber bestreitet man bald, daß er unenthaltsam sein könne, bald behauptet man, daß Einige zwar klug und geschickt, aber doch unenthaltsam sind. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 93 / Paragraph 524
|
22 |
Ebenso gilt den einen der Zuchtlose unterschiedslos für unenthaltsam und der Unenthaltsame für zuchtlos, während die anderen zwischen beiden einen Unterschied machen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 93 / Paragraph 524
|
27 |
Auch sagt man, der Mäßige sei enthaltsam und starkmütig; umgekehrt aber meint man teils, jeder, der die beiden letzten Eigenschaften habe, sei mäßig, teils bestreitet man es. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 93 / Paragraph 523
|
33 |
Endlich weiß der Unenthaltsame, daß das, was er tut, verkehrt ist, und tut es aus Leidenschaft doch; der Enthaltsame aber weiß, daß seine Begierden böse sind, und gibt ihnen aus V… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 93 / Paragraph 523
|
22 |
Ebenso scheint Enthaltsamkeit soviel als Beharren bei dem einmal gefällten Urteil der Vernunft und Unenthaltsamkeit soviel als Abfall von demselben zu sein. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 93 / Paragraph 523
|
25 |
Die Enthaltsamkeit also wie die Abgehärtetheit scheint zu den trefflichen und lobenswerten Dingen, die Unenthaltsamkeit und Weichlichkeit dagegen zu den schlechten und tadelnswert… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 522
|
17 |
Denn wenn die Schwierigkeiten gelöst sind und das Annehmbare übrig bleibt, hat die Untersuchung das Ihrige getan. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 522
|
41 |
Auch hier müssen wir wie sonst die Ansichten, die einen Schein haben, hersetzen und zuerst die Zweifel über sie vortragen, um dann entweder wo möglich alles, was bezüglich der ged… |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
10 |
, noch als von ihnen der Gattung nach verschieden zu denken. |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
1 |
106. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
2 |
15, Anm. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
2 |
IV, Kap. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
20 |
Jede dieser beiden Klassen von Eigenschaften ist nämlich weder als ein und dasselbe mit der Tugend und dem (1145b) LasterVgl. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
16 |
Jetzt wollen wir von der Unenthaltsamkeit, Weichlichkeit und Üppigkeit, sowie von der Enthaltsamkeit und Abgehärtetheit handeln. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
19 |
Indessen werden wir dieser Gemütsbeschaffenheit noch weiter unten kurz gedenken, die Schlechtigkeit dagegen ist schon früher zur Sprache gekommen. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
12 |
Aber auch Menschen von ganz besonderer Lasterhaftigkeit bezeichnen wir mit diesem Schmähwort. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
22 |
Am häufigsten noch kommen solche bestialische Naturen unter den Barbaren vor; einzelne Individuen werden auch infolge von Krankheiten und Verstümmelungen soweit gebracht. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
33 |
Wie aber ein göttlicher Mann – ein Ausdruck, den die Lacedämonier gebrauchen, wenn sie jemanden sehr bewundern; ein seios aner sagen sie – selten vorkommt, so ist auch ein tierisc… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
32 |
Denn wie dem Tiere weder Schlechtigkeit noch Tugend zukommt, so auch Gott nicht, sondern die göttliche Vollkommenheit ist etwas Ehrwürdigeres als Tugend, die tierische Bosheit abe… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 521
|
27 |
Wenn daher, wie man sagt, aus Menschen durch ein Übermaß der Tugend Götter werden, so wäre offenbar der der tierischen Rohheit entgegengesetzte Habitus gleichsam von solcher Art. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 520
|
13 |
»– schien er doch nimmer Wie einem sterblichen Mann, nein, wie einem Gotte entsprossen.« |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
10 |
den Priamus von Hektor wegen seiner hohen Vortrefflichkeit sagen läßt: |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
4 |
Platos Meno 99 D. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
8 |
– Zu dem θει̃ος ανήρ im folgenden vgl. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
37 |
Das Gegenteil der beiden ersten ist klar: das eine nennen wir Tugend, das andere Enthaltsamkeit; das Gegenteil der tierischen Rohheit würde am passendsten eine übermenschliche, ge… |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
0 |
. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
17 |
Geht endlich die Verkehrung von Vernunft und Begehren über menschliches Maß hinaus, so haben wir die Vertiertheit. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
34 |
Wird aber auch die Vernunft verdorben, so daß diese sich das Schlechte, als wäre es gut, zum Ziele setzt, so haben wir die Schlechtigkeit oder Lasterhaftigkeit, die κακία, als Geg… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
39 |
Werden diese verkehrt, so tritt, wenn es nur das Begehren ist, während die Vernunft die rechte bleibt, die Unenthaltsamkeit als Folge ein, die nämlich darin besteht, daß man zwar … |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
14 |
Zum sittlichen Handeln gehört nach VI, 2 die rechte Vernunft und das rechte Begehren. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 92 / Paragraph 519
|
40 |
Hiernach haben wir einen anderen Ausgangspunkt zu nehmen und zu sagen, daß es drei Arten dessen gibt, was man auf dem sittlichen Gebiete meiden muß: Schlechtigkeit, Unenthaltsamke… |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
0 |
. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
33 |
Aristoteles muß übrigens auch aus dem Grunde konsequenter Weise die Weisheit und die Philosophie über die Politik stellen, weil diese die Eudämonie der Gesamtheit anstrebt, die Eu… |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
34 |
So wenig die Staatskunst darum über der Gottheit steht, weil sie Kultusvorschriften gibt, nämlich im heidnischen Staate, so wenig steht sie darum über der Weisheit, weil sie über … |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
49 |
Auch die Staatskunst, die hier freilich nur zufällig erwähnt wird, aber doch ein Teil der Klugheit ist, dient diesem Ziele, teils dadurch, daß sie soziale und ökonomische Verhältn… |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
13 |
Die letztere ist das menschliche Endziel und nimmt also die höchste Stelle ein. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
33 |
Auch könnte man eben sogut sagen, die Staatskunst herrsche über die Götter, weil sie für alles im Staate (mit Einschluß des Kultus) ihre Anordnungen trifftDie Klugheit soll uns he… |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
9 |
Sie gibt also ihre Vorschriften nicht ihr, sondern ihretwegen. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
12 |
Denn sie bedient sich derselben nicht, sondern ist darauf bedacht sie herzustellen. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
9 |
Die Heilkunde steht ja auch nicht über der Gesundheit. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 518
|
15 |
Dennoch steht die Klugheit nicht über der Weisheit, noch ist sie Eigenschaft eines höheren Vermögens. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 517
|
11 |
Diese läßt uns das Ziel bestimmen, jene die Mittel dazu gebrauchen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 517
|
34 |
Aber auch wenn die Klugheit zum Handeln nichts beitrüge, bedürfte man ihrer offenbar doch, weil sie die Vollkommenheit eines Seelenvermögens ist, und weil die Willenswahl ohne Klu… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 516
|
33 |
Dies ist nämlich zwar in Ansehung der natürlichen Tugenden möglich, aber nicht in Ansehung derjenigen Tugenden, auf grund deren man schlechthin tugendhaft heißt: diese werden mit … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 516
|
51 |
Hiermit ist auch der Grund widerlegt, auf den hin man die Tugenden für getrennt von einander erklären könnte, da nicht eine und dieselbe Person von Natur zu allen Tugenden die gle… |
|
Sentence 14
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 515
|
23 |
So erhellt denn aus dem Gesagten, daß man nicht im eigentlichen Sinne tugendhaft sein kann ohne Klugheit, noch klug ohne die sittliche Tugend. |
|
Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 515
|
26 |
Sokrates meinte also, die Tugenden seien je besondere Äußerungen der Vernunft – sie sollten ja insgesamt Wissenschaften sein –, wir dagegen sagen, sie seien mit der Vernunft verbu… |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 515
|
10 |
Rechte Vernunft aber ist eben die Klugheit in diesen Dingen. |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 515
|
12 |
, ist Tugend, sondern der mit der rechten Vernunft verbundene Habitus ist es. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 515
|
28 |
Nicht der Habitus, der blos der rechten Vernunft gemäß istSonst könnte man die fehlende Klugheit, wie ein Einwand wollte, dadurch wett machen, daß man sich kluger Leitung unterste… |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 89 / Paragraph 515
|
9 |
Man muß aber noch einen kleinen Schritt weiter gehen. |