|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 83 / Paragraph 471
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 472
|
20 |
Die Klugheit aber hat es mit den irdischen und menschlichen Dingen zu tun, mit Dingen, die Gegenstand der Überlegung sind. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 472
|
51 |
Bezeichnen wir es doch als den Hauptvorzug eines klugen Mannes, daß er sich seine Sache gut zu überlegen weiß; niemand aber überlegt und beratschlagt über Dinge, die sich nicht an… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 472
|
21 |
Der Mann der guten Überlegung schlechthin aber ist wer durch Nachdenken das größte durch Handeln erreichbare menschliche Gut zu treffen weiß. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 473
|
16 |
Auch geht die Klugheit nicht bloß auf das Allgemeine, sondern auch auf die Erkenntnis des Einzelnen. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 473
|
19 |
Denn sie hat es mit dem Handeln zu tun, das Handeln aber bezieht sich auf das Einzelne und Konkrete. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 473
|
26 |
Daher sind auch manche, die keine Wissenschaft haben, praktischer oder zum Handeln geschickter als andere mit ihrem Wissen; besonders sind dies die Leute mit viel Erfahrung. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 473
|
3 |
Denn wenn z. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 473
|
1 |
B. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 473
|
39 |
jemand wüßte, daß leichtes Fleisch gut verdaulich und gesund ist, ohne aber zu wissen, welches Fleisch leicht ist, so würde er damit keinen gesund machen, wohl aber wird es derjen… |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 473
|
24 |
Die Klugheit ist aber praktisch, und darum muß man beides, Kenntnis des Allgemeinen und des Besondern, haben oder, wenn nur eines, lieber das letztere. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 474
|
16 |
Es gibt aber auch wohl hier, in den irdischen und menschlichen Dingen, ein architektonisches, leitendes Vermögen. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 474
|
24 |
Die Staatskunst und die Klugheit sind nämlich im Grunde ein und derselbe Habitus, jedoch ist ihr Sein oder ihr Begriff nicht ein und derselbe. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 474
|
22 |
Von der auf den Staat gerichteten Klugheit ist aber der leitende und führende Teil diejenige Klugheit, die sich in der Gesetzgebung betätigt. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 474
|
20 |
Diejenige aber, die sich mit dem Einzelnen befaßt, hat den gemeinsamen Namen Staatskunst, und sie ist praktische und überlegende Klugheit. |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 474
|
12 |
Denn die Stimmabgabe ist das Letzte, was es im politischen Handeln gibt. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 474
|
26 |
Darum bezeichnet man nur diejenigen, die es hiermit zu tun haben, als Staatsmänner, da nur sie im Staatsleben eigentlich und unmittelbar nach Art der Handwerker handeln. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 475
|
15 |
Klugheit scheint vorzüglich jene zu sein, die sich auf die eigene und eine Person bezieht. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 475
|
6 |
Sie behält den gemeinsamen Namen Klugheit. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 84 / Paragraph 475
|
38 |
Von jenen ihren Arten aber, die sich auf eine Vielheit von Personen beziehen, ist die eine die Ökonomie oder Haushaltungskunst, die andere die Gesetzgebungskunst und die dritte di… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 476
|
28 |
So ist denn die richtige Auffassung dessen, was der eigenen Person frommt, wohl sicher eine besondere Art (1142a) der Einsicht, aber die Meinungen über sie sind sehr geteilt. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 476
|
43 |
Es hat nämlich einen Schein, als ob der, der sich selbst gut zu beraten weiß und für sein eigenes Beste sorgt, der wirklich kluge Mann wäre, neben ihm aber die politisch Tätigen ü… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 477
|
32 |
»Wie wär' ich klug, der ohne Not und Plackerei, Als einer zählend in der Menge unsres Heers, Das gleiche Teil besitzen konnte?Worte des Odysseus aus dem Prolog des Philoktet von E… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 477
|
10 |
– Denn wer an mehr sich wagt, als seines Amtes ist –« |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 478
|
34 |
Man sucht nämlich für gewöhnlich was für einen selbst gut ist, und vermeint, auf solches seine Tätigkeit richten zu sollen, und dieser Meinung ist dann die Vorstellung entsprungen… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
11 |
Indessen gibt es vielleicht kein eigenes Beste ohne Haushaltungskunst und Staatskunst. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
34 |
Es ist aber auch nicht von vornherein klar und darum von Fall zu Fall zu untersuchen, wie man die eigenen Angelegenheiten besorgen mußMit der Sorge für das eigene liebe Ich ist es… |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
8 |
Die Wohlfahrt des Einzelnen gedeiht nur im Ganzen. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
33 |
Aber die Sorge für das eigene Wohl bleibt dabei eine selbstständige Aufgabe, da es sich hier um das Einzelne und Konkrete handelt, das in praktischen Dingen nicht sofort mit dem A… |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
0 |
. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
13 |
Ein Zeichen für die Wahrheit des GesagtenDas Gesagte ist der Inhalt des 2. |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
3 |
Absatzes im vor. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
1 |
K. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
22 |
Die Bemerkung ist aber veranlaßt durch das im letzten Satz über die Besorgung der eigenen Dinge und die Schwierigkeit dieser Aufgabe Gesagte. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
27 |
hat man an der Erfahrungstatsache, daß man in jungen Jahren ein Geometriker und Mathematiker und ein Weiser oder Kundiger in solchen Disciplinen, doch schwerlich klug werden kann. |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 479
|
35 |
Der Grund dafür ist der, daß die Klugheit sich auf das Einzelne bezieht, das man nur durch die Erfahrung kennen lernt, die eben dem jungen Manne fehlt, da sie nur die Frucht lange… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 480
|
20 |
Freilich könnte man auch die Frage aufwerfen, warum eigentlich ein Knabe ein Mathematikus werden kann, aber kein Weiser oder Naturphilosoph. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 480
|
23 |
Doch wohl nur darum, weil das Objekt der Mathematik ein Abstraktum ist, wogegen die Prinzipien der genannten beiden Disziplinen aus der Erfahrung stammen. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 480
|
25 |
Hier bringen es die jungen Leute zu keiner eigenen Überzeugung, sondern nur zu Behauptungen, während sie sich die mathematischen Begriffe wohl klar zu machen wissen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 481
|
29 |
Daß aber die Klugheit in eigenen Dingen auch einen Blick fürs Ganze fordert, ergibt sich auch insofern, als ein Irrtum beim Überlegen entweder das Allgemeine oder das Besondere be… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 481
|
3 |
Man weiß z. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 481
|
1 |
B. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 481
|
15 |
entweder nicht, daß alle schwergehaltigen Wasser schlecht sind, oder daß dieses bestimmte Wasser schwer ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
9 |
Daß die Klugheit aber nicht Wissenschaft ist, ist klar. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
17 |
Sie befaßt sich ja wie gesagt, mit dem Letzten; denn ein solches ist der Gegenstand der Handlung. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
7 |
Sie ist also das Gegenstück zum Verstande. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
54 |
Denn der Verstand hat es mit den Begriffen zu tun, für die es keine Definition gibt, und sie mit dem Letzten, von dem es keine Wissenschaft gibt, sondern Wahrnehmung, nicht jene, … |
|
Sentence 5
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
11 |
Denn auch hier hält man ein und geht man nicht weiter. |
|
Sentence 6
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
31 |
Jenes Vermögen für die eigentümlichen Sinnesqualitäten ist mehr Sinn als Klugheit, das hier gemeinte Vermögen aber ist von anderer ArtDie Klugheit wird hier mit der Wissenschaft u… |
|
Sentence 7
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
4 |
Sie ist nicht Wissenschaft. |
|
Sentence 8
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
10 |
Denn diese geht auf das Allgemeine, sie auf das Einzelne. |
|
Sentence 9
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
15 |
Ihr Verhältnis zum Verstande, νου̃ς, ist teils das der Analogie, teils das des Gegensatzes. |
|
Sentence 10
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
5 |
Sie ist dem Verstande analog. |
|
Sentence 11
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
19 |
Denn er geht auf die letzten Begriffe, die nicht wieder auf andere zurückgeführt und darum nicht definiert werden können. |
|
Sentence 12
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
1 |
Vgl. |
|
Sentence 13
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
1 |
Kap. |
|
Sentence 14
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
2 |
3, Anm. |
|
Sentence 15
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
1 |
148. |
|
Sentence 16
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
17 |
Sie geht auf das Letzte, was unmittelbar zu tun ist und als Einzelnes unter den Sinn fällt. |
|
Sentence 17
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
10 |
Dieser Sinn ist nicht Gesicht oder Gehör, sondern innerer Sinn. |
|
Sentence 18
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
1 |
Vgl. |
|
Sentence 19
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
2 |
II, Kap. |
|
Sentence 20
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
2 |
9, Anm. |
|
Sentence 21
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
1 |
55. |
|
Sentence 22
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
18 |
Er ist mit dem Sinne zu vergleichen, der uns lehrt, daß das letzte Mathematische das Dreieck ist, d. |
|
Sentence 23
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
1 |
h. |
|
Sentence 24
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
11 |
daß es keine gradlinige Figur von weniger als drei Seiten gibt. |
|
Sentence 25
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
5 |
Das lehrt uns die Anschauung. |
|
Sentence 26
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
8 |
Zwei Seiten können nie eine geschlossene Figur bilden. |
|
Sentence 27
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
9 |
Das ist also die Analogie zwischen Klugheit und Verstand. |
|
Sentence 28
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
19 |
Der Unterschied zwischen beiden aber wird angegeben im ersten Satze des folgenden Kapitels, der noch zu unserem Kapitel gehört. |
|
Sentence 29
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
23 |
Das Verständnis dieses kleinen Satzes wird einerseits erschwert durch den Ausdruck: τὸ ζητει̃ν διαφέρει, wo ζητειν Akkusativ der Beziehung, nicht Subjektsnominativ ist. |
|
Sentence 30
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
7 |
Das zu ergänzende Subjekt ist vielmehr φρόνησις. |
|
Sentence 31
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
41 |
Anderseits wird das Verständnis dadurch erleichtert und der richtige Sinn dadurch bestätigt, daß vorher, Zeile 25, die Partikel μὲν steht, dem einzig das δὲ unseres Satzes entsp… |
|
Sentence 32
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
15 |
– Der Anfang des hat die Übersetzer, die ihn wohl falsch verstanden haben, in Verlegenheit gebracht. |
|
Sentence 33
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
11 |
Susemihl im Anschluß an Rassow meint, das ursprüngliche Ende des 9. |
|
Sentence 34
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
5 |
und der Anfang des 10. |
|
Sentence 35
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
1 |
K. |
|
Sentence 36
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
12 |
sei in unserem Texte ausgefallen, wie unsere Auslegung ergeben möchte, mit Unrecht. |
|
Sentence 37
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
13 |
– Bezüglich des Satzes: Das Überlegen ein Suchen, verweisen wir noch auf III, 5Abs. |
|
Sentence 38
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
1 |
4. |
|
Sentence 39
|
Nikomachische Ethik / Chapter 85 / Paragraph 482
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 483
|
20 |
Die Klugheit unterscheidet sich aber vom Verstände dadurch, daß sie sucht und überlegt, da ja das Überlegen ein Suchen istS. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 483
|
1 |
Anm. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 483
|
1 |
168. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 484
|
58 |
Wir müssen aber auch ermitteln, was die Wohlberatenheit ist, ob eine Wissenschaft oder Meinung oder richtiger Takt, oder ob sie zu einer anderen Gattung gehörtNach der Erörterung … |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 484
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 485
|
5 |
Wissenschaft ist sie offenbar nicht. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 485
|
22 |
Denn was man weiß, (1142b) danach sucht man nicht; die Wohlberatenheit ist aber eine Art Beratschlagung, und wer beratschlägt, sucht und schließt. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 486
|
6 |
Ebensowenig ist sie ein richtiger Takt. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 486
|
10 |
Denn dieser sucht nicht nach Gründen und bedarf keiner Zeit. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 486
|
27 |
Zum Beraten aber gehört viele Zeit, und es ist ein bekanntes Wort, man müsse was man beraten und beschlossen, unverweilt ausführen, zum Beraten aber sich Zeit gönnen. |
|
Sentence 4
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 486
|
21 |
Auch von der schnellen Auffassung oder Findigkeit ist die Wohlberatenheit verschieden, da doch die Findigkeit eine Art von richtigem Takt ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 487
|
24 |
Die Wohlberatenheit ist endlich auch keinerlei MeinungMeinung, δόξα, ist die Annahme eines bestimmten Satzes als wahr, wenn auch mit der Besorgnis, daß man irre. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 487
|
20 |
Bei der Überlegung aber fehlt auch das Stillestehn bei einem festen Entschluß, und so kann gute Überlegung keinerlei Meinung sein. |
|
Sentence 3
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 487
|
0 |
. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 488
|
31 |
Da vielmehr wer sich übel berät, fehlt, und wer sich wohl berät, sich richtig berät, so ist Wohlberatenheit offenbar eine gewisse Richtigkeit, aber eine Richtigkeit weder des Wiss… |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 488
|
34 |
Denn dem Wissen kommt nicht noch eine besondere Richtigkeit zu, weil es auch keine Verkehrtheit erträgt, bei der Meinung aber ist Richtigkeit gleich Wahrheit; zugleich steht auch … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 489
|
11 |
Aber die Wohlberatenheit entbehrt auch nicht der Gründe und des Denkens. |
|
Sentence 2
|
Nikomachische Ethik / Chapter 86 / Paragraph 489
|
15 |
Mithin bleibt nur übrig, daß sie zum Nachdenken gehört, das ja noch kein Behaupten ist. |