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Paragraph 580 Nikomachische Ethik / Chapter 102 1 21 So wäre denn erklärt, was Enthaltsamkeit und Unenthaltsamkeit, was Abgehärtetheit und Weichlichkeit ist, und wie sich diese Eigenschaften zu einander verhalten.
Paragraph 582 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 60 Nun meinen einige Philosophen, keine Lust sei ein Gut, an sich nicht und auch nicht mitfolgend, da Gut und Lust nicht dasselbe sei; andere meinen, gewisse Arten der Lust seien gut…
Paragraph 584 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 6 Ferner, der Mäßige fliehe die Lüste.
Paragraph 585 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 9 Ferner, der Kluge trachte nach Schmerzlosigkeit, nicht nach Ergötzung.
Paragraph 586 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 23 Ferner, die Lustgenüsse behinderten das Denken, und das umsomehr, je intensiver die Lust sei, so beim Geschlechtsgenuß, wobei niemand eines Gedankens fähig sei.
Paragraph 587 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 16 Ferner, es gebe kein Kunst der Belustigung, und doch sei jedes Gute ein Werk der Kunst.
Paragraph 588 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 9 Und endlich: auch Kinder und Tiere suchten die Lust.
Paragraph 589 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 25 Dafür, daß nicht jede Lust gut sei, wird angeführt, daß es auch schändliche, schimpfliche, ja, schädliche Ergötzungen gebe; denn manches Lustbringende habe Krankheiten zur Folge.
Paragraph 590 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 25 Dafür endlich, daß die Lust nicht das höchste Gut sei, führt man an, sie sei nicht Ziel und Ende, sondern ein gewisses Werden und Entstehen.
Paragraph 591 Nikomachische Ethik / Chapter 104 1 9 Das ist es also etwa, was man gemeinhin vorbringt.
Paragraph 592 Nikomachische Ethik / Chapter 105 1 21 Daß sich aber aus diesem mit nichten ergibt, die Lust sei kein Gut oder nicht das höchste Gut, erhellt aus folgendem.
Paragraph 595 Nikomachische Ethik / Chapter 105 1 42 Daß aber keine Lust ein Werk der Kunst ist, hat seinen guten Grund; denn es gibt auch für sonst keine Tätigkeit eine Kunst, sondern nur für ein Vermögen; immerhin hat scheints die…
Paragraph 599 Nikomachische Ethik / Chapter 106 1 26 Auch der Umstand, daß alles, Tier und Mensch, nach der Lust verlangt und strebt, ist ein Zeichen, daß sie in gewissem Sinne das höchste Gut ist.
Paragraph 600 Nikomachische Ethik / Chapter 106 1 21 »Nicht kann völlig ersterben die Kunde, welche die Völker Melden von Munde zu Mund.«Hesiod, Werke und Tage, Vers 763 ff.
Paragraph 615 Nikomachische Ethik / Chapter 109 1 27 Auch bedarf es unter Freunden der Gerechtigkeit nicht, wohl aber unter Gerechten der Freundschaft als einer Ergänzung der Gerechtigkeit, und das höchste Recht wird unter Freunden …
Paragraph 621 Nikomachische Ethik / Chapter 110 1 27 Denjenigen aber, der jemanden in dieser Weise das Gute wünscht, nennt man wohlwollend, wenn nicht seitens des anderen dasselbe geschieht; denn erst gegenseitiges Wohlwollen nennt …
Paragraph 635 Nikomachische Ethik / Chapter 114 1 17 »Oft schon hat die Freundschaft der Mangel an Umgang gelockert.«Man weiß nicht, woher dieser Vers ist.
Paragraph 668 Nikomachische Ethik / Chapter 122 1 8 Analog liegt das Freundschaftsverhältnis unter den sonstigen Verwandten.
Paragraph 670 Nikomachische Ethik / Chapter 123 1 92 Da es, wie im Eingang gesagt worden, drei Arten der Freundschaft gibt, und in jeder die Freunde einander entweder gleich oder überlegen sind – denn es können ebensowohl gleich Gut…
Paragraph 679 Nikomachische Ethik / Chapter 124 1 5 So viel über diese Dinge.
Paragraph 691 Nikomachische Ethik / Chapter 131 1 35 Die Art, wie man die Liebe zu den Freunden betätigt, (1166a) und die Merkmale, durch die man den Begriff der Freundschaft bestimmt, scheinen aus dem Verhalten hervorgegangen zu se…
Paragraph 709 Nikomachische Ethik / Chapter 137 1 10 »Wer braucht wohl Freunde, wenn der Himmel hold ihm ist?« –
Paragraph 716 Nikomachische Ethik / Chapter 138 1 22 Ferner müßten die vielen Freunde wieder unter einander Freunde sein, wenn alle mit einander leben sollen, was sich schwerlich bei vielen findet.
Paragraph 717 Nikomachische Ethik / Chapter 138 1 32 Endlich ist es schwer, mit vielen Freud und Leid persönlich zu teilen; denn es könnte sich leicht gleichzeitig treffen, daß man mit dem einen froh und mit dem anderen traurig sein…
Paragraph 722 Nikomachische Ethik / Chapter 139 1 52 Deshalb scheint sich die Regel zu empfehlen, daß man die Freunde zur Teilnahme an seinem Glücke bereitwillig und ungesäumt herbeirufe, da es sittlich schön ist, wohltätig zu sein,…
Paragraph 723 Nikomachische Ethik / Chapter 139 1 8 »Genug, daß ich unglücklich bin.«Vielleicht aus Euripides.
Paragraph 725 Nikomachische Ethik / Chapter 139 1 11 Die Gegenwart der Freunde erscheint also in allen Lebenslagen als begehrenswert.
Paragraph 726 Nikomachische Ethik / Chapter 140 1 38 Ist nun nicht, wie verliebten Personen der gegenseitige Anblick am liebsten ist und sie diese Wahrnehmung jeder anderen vorziehen, sofern die sinnliche Liebe wesentlich durch sie …
Paragraph 727 Nikomachische Ethik / Chapter 140 1 5 Freundschaft ist ja doch Gemeinschaft.
Paragraph 734 Nikomachische Ethik / Chapter 142 1 75 Die einen nämlich setzen die Lust dem höchsten Gute gleich, die anderen behaupten umgekehrt, sie sei ganz und gar schlecht, mögen sie das nun wirklich glauben, oder mögen sie es i…
Paragraph 745 Nikomachische Ethik / Chapter 143 1 37 So könnte es also erwiesen scheinen, daß die Lust weder ein Gut, noch jede Lust begehrenswert ist, und daß einige Lüste an sich begehrenswert sind, die sich von den anderen der Ar…
Paragraph 746 Nikomachische Ethik / Chapter 143 1 11 Dies möge bezüglich der über Lust und Unlust bestehenden Meinungen genügen.
Paragraph 778 Nikomachische Ethik / Chapter 149 1 13 An zweiter Stelle ist dasjenige Leben glückselig, das der sonstigen Tugend gemäß ist.
Paragraph 798 Nikomachische Ethik / Chapter 151 1 46 Da also unsere Vorgänger die Theorie der Gesetzgebung unerforscht gelassen haben, so empfiehlt es sich, daß wir selbst die Untersuchung über sie und so denn über die Staatslehre ü…
Paragraph 6 Nikomachische Ethik / Chapter 3 2 69 Da aber der Mensch von Natur in staatlicher Gemeinschaft lebt und seine Bestimmung nur in ihr und durch sie erreicht, so behandelt Aristoteles die Tugendlehre als einen Teil der S…
Paragraph 53 Nikomachische Ethik / Chapter 10 2 32 Jedoch mit der Erklärung, die Glückseligkeit sei das höchste Gut, ist vielleicht nichts weiter gesagt, als was jederman zugibt. Was verlangt wird ist vielmehr, daß noch deutlicher…
Paragraph 59 Nikomachische Ethik / Chapter 12 2 42 Wir müssen dasselbe jedoch nicht nur auf grund der Schlußfolgerung und der begrifflichen Voraussetzungen zu ermitteln suchen, sondern ebenso auf grund der darüber herrschenden Ans…
Paragraph 61 Nikomachische Ethik / Chapter 12 2 31 Auch darum erscheint sie als richtig, weil sie als Endziel gewisse Akte und Tätigkeiten aufstellt. Denn so liegt das Endziel in Gütern der Seele, auch insofern sie den äußeren Güt…
Paragraph 67 Nikomachische Ethik / Chapter 13 2 21 Denn dieses alles kommt den besten Tätigkeiten zugleich zu. In diesen aber oder der besten ihrer liegt nach uns die Glückseligkeit.
Paragraph 69 Nikomachische Ethik / Chapter 14 2 54 DaherWeil die Ursache der Glückseligkeit anders bestimmt werden muß, je nachdem man diese selbst in die Tugend oder in das äußere Wohlergehen setzt. wirft sich auch die Frage auf,…
Paragraph 75 Nikomachische Ethik / Chapter 15 2 19 Kommen wir indessen auf das erste Bedenken zurück. Denn mit ihm findet gleichzeitig vielleicht auch dieses zweite seine Erledigung.
Paragraph 78 Nikomachische Ethik / Chapter 15 2 113 Da aber vieles von der Laune des Glücks abhängt, Großes und Kleines, so leuchtet ein, daß die kleinen Glücks- wie Unglücksfälle für das Leben keinen Ausschlag geben; große und vie…
Paragraph 83 Nikomachische Ethik / Chapter 16 2 33 Nachdem wir dies festgestellt haben, wollen wir zusehen, ob die Glückseligkeit zu den des Lobes oder vielmehr zu den der Ehre würdigen Dingen gehört. Denn zu den bloßen Vermögen g…
Paragraph 85 Nikomachische Ethik / Chapter 16 2 73 Auch Eudoxus scheint über die Güter sehr richtig zu urteilen, wenn er der Lust den höchsten Preis zuerkennt; denn daß sie, obwohl zu den Gütern gehörig, nicht gelobt werde, das se…
Paragraph 93 Nikomachische Ethik / Chapter 19 2 74 Wenn sonach die Tugend zweifach ist, eine Verstandestugend und eine sittliche Tugend, so entsteht und wächst die erstere hauptsächlich durch Belehrung und bedarf deshalb der Erfah…
Paragraph 97 Nikomachische Ethik / Chapter 20 2 73 Da die gegenwärtige Untersuchung keine bloße Erkenntnis verfolgt, wie es sonst bei den Untersuchungen der Fall ist (denn wir betrachten die Tugend nicht, um zu wissen, was sie ist…
Paragraph 102 Nikomachische Ethik / Chapter 20 2 34 Die Tugenden bewegen sich ferner um das Tun und Leiden. Da aber mit allem, was man tut und leidet, Lust und Unlust verbunden ist, so wird die Tugend sich um Lust und Unlust bewege…
Paragraph 103 Nikomachische Ethik / Chapter 20 2 31 Dies zeigen auch die Strafen an, die darin bestehen, daß Genußbringendes entzogen und Schmerzliches angetan wird. Sie sind gleichsam ein Heilverfahren; die Heilung eines Übels abe…
Paragraph 125 Nikomachische Ethik / Chapter 24 2 86 Es ist mithin die Tugend ein Habitus des Wählens, der (1107a) die nach uns bemessene Mitte hält und durch die Vernunft bestimmt wird und zwar so, wie ein kluger Mann ihn zu bestim…
Paragraph 129 Nikomachische Ethik / Chapter 25 2 63 Bei den Affekten der Furcht und der Zuversicht ist der (1107b) Mut die Mitte. Wer hier durch Übermaß fehlt, hat, wenn es durch Furchtlosigkeit geschieht, keinen besonderen Namen –…
Paragraph 147 Nikomachische Ethik / Chapter 27 2 55 »Dort von dem dampfenden Gischt und dem Wirbel halte das Fahrzeug fern!«Die Worte stehen Odyssee 12, 219 f. und werden von Odysseus im Sinne, nicht der Kalypso, sondern der Zirze …
Paragraph 151 Nikomachische Ethik / Chapter 29 2 60 Da die Tugend es mit Affekten und Handlungen zu tun hat und diese, wenn sie freiwillig sind, Lob und Tadel finden, wenn aber unfreiwillig, Verzeihung, zuweilen auch Mitleid, so ka…
Paragraph 162 Nikomachische Ethik / Chapter 31 2 47 Da unfreiwillig ist was aus Zwang oder Unwissenheit geschieht, so möchte freiwillig sein: wessen Prinzip in dem Handelnden ist und zwar so, daß er auch die einzelnen Umstände der …
Paragraph 165 Nikomachische Ethik / Chapter 31 2 14 Auch scheint das Unfreiwillige schmerzlich zu sein. Was aber aus Begierde geschieht, ist lustbringend.
Paragraph 169 Nikomachische Ethik / Chapter 32 2 56 Die Willenswahl ist etwas freiwilliges, fällt aber nicht mit dem Freiwilligen zusammen, sondern letzteres hat einen weiteren Umfang. Das Freiwillige oder Spontane findet sich auch…
Paragraph 175 Nikomachische Ethik / Chapter 32 2 23 Noch weniger ist die Willenswahl mit Zorn oder Eifer identisch. Denn was im Zorn geschieht, scheint am allerwenigsten auf vorbedachter Wahl zu beruhen.
Paragraph 192 Nikomachische Ethik / Chapter 33 2 46 Da also Gegenstand der Willenswahl etwas von uns Abhängiges ist, das wir mit Überlegung begehren, so ist auch die Willenswahl ein überlegtes Begehren von etwas, was in unserer Mac…
Paragraph 209 Nikomachische Ethik / Chapter 37 2 28 Auch bewährt sich die Mannhaftigkeit unter Umständen, wo eine Abwehr möglich ist, oder das Sterben Ruhm bringt. Bei den angezeigten Todesarten aber ist keines von beiden der Fall.
Paragraph 217 Nikomachische Ethik / Chapter 39 2 54 Wenn man aber stirbt, um der Armut oder einer unglücklichen Liebe oder einem Schmerze zu entgehen, so verrät das nicht den mutigen, sondern den feigen Mann. Es ist Weichlichkeit, …
Paragraph 218 Nikomachische Ethik / Chapter 39 2 24 Der Mut ist also eine Eigenschaft von der angegebenen Art. Man spricht aber noch von weiteren Arten des Mutes, und zwar in fünffacher Weise.
Paragraph 237 Nikomachische Ethik / Chapter 41 2 92 Daß also das Übermaß in betreff der Lust Unmäßigkeit ist und dem Tadel unterliegt, ist klar. Was aber die Unlust angeht, so wird man nicht wie bei dem Mute darum, weil man sie ert…
Paragraph 251 Nikomachische Ethik / Chapter 45 2 24 Liebe aber und Freundschaft gewinnt kaum einer durch eine Tugend sosehr als der Freigebige, da er sich nützlich erweist. Das geschieht aber durch Geben.
Paragraph 253 Nikomachische Ethik / Chapter 46 2 49 Wer gibt wem er nicht soll, oder wer nicht aus einem sittlichen, sondern aus einem anderen Beweggrunde gibt, kann nicht freigebig heißen, sondern muß einen anderen Namen bekommen.…
Paragraph 267 Nikomachische Ethik / Chapter 47 2 31 Der Geiz wird billig als das Gegenteil der Freigebigkeit bezeichnet. Er ist unsittlicher als die Verschwendung, und man fehlt in dieser Beziehung mehr als durch die Verschwendung,…
Paragraph 276 Nikomachische Ethik / Chapter 50 2 57 Der Engherzige und Kleinliche wird es in allem fehlen lassen und bei den größten Aufwendungen durch Knausern im kleinen das Ganze um seine Schönheit bringen. Bei allem, was er aus…
Paragraph 296 Nikomachische Ethik / Chapter 53 2 23 Dem Hochsinn ist der niedere Sinn mehr entgegengesetzt als die Aufgeblasenheit. Denn der niedere Sinn kommt häufiger vor und ist der schlimmere Fehler.
Paragraph 297 Nikomachische Ethik / Chapter 54 2 69 (1125b) Während der Hochsinn es, wie gesagt, mit der Ehre im großen zu tun hat, scheint die Ehre, wie wir schon in den ersten Abschnitten erklärt haben, auch noch Gegenstand einer…
Paragraph 300 Nikomachische Ethik / Chapter 54 2 58 Er erscheint, gegen den Ehrgeiz gehalten, als Mißachtung der Ehre, gegen die Mißachtung der Ehre gehalten, als Ehrgeiz, gegen beides gewissermaßen als beides. Dies scheint auch be…
Paragraph 310 Nikomachische Ethik / Chapter 56 2 74 Was den Umgang, das Zusammenleben und den Verkehr in Worten und Handlungen betrifft, so scheinen die einen gefallsüchtig zu sein, jene nämlich, die alles den Leuten zu liebe loben…
Paragraph 314 Nikomachische Ethik / Chapter 56 2 24 Der Gegensatz scheint hier nur in den Extremen zu liegen, weil die Mitte unbenannt istDer Gegensatz der Extreme zur Mitte bleibt also außer Betracht. .
Paragraph 321 Nikomachische Ethik / Chapter 58 2 75 Da es im Leben auch eine Erholung gibt und bei dieser eine mit heiterem Scherze verbundene Unterhaltung, so (1128a) scheint es auch hier eine angemessene Art des Verkehrs zu geben…
Paragraph 326 Nikomachische Ethik / Chapter 58 2 38 Der Possenreißer hat eine Schwäche fürs Lächerliche. Er schont weder sich noch andere, wenn er nur die Leute zum Lachen bringen kann, und sagt Dinge, dergleichen ein feiner (1128b…
Paragraph 347 Nikomachische Ethik / Chapter 63 2 57 Wie die Tugend und diese Gerechtigkeit sich trotzdem unterscheiden, erhellt aus dem Gesagten. Beide sind dasselbe, ihr Begriff aber ist nicht derselbe, sondern insofern es sich um…
Paragraph 351 Nikomachische Ethik / Chapter 64 2 79 So leuchtet denn ein, daß es außer der allgemeinen Gerechtigkeit noch eine andere, partikuläre gibt, die ihr darum synonym ist, weil in ihrer Begriffsbestimmung dieselbe (1130b) G…
Paragraph 352 Nikomachische Ethik / Chapter 65 2 25 Daß es also mehrere Gerechtigkeiten gibt und noch eine Gerechtigkeit neben der ganzen Tugend, ist klar. Bestimmen wir also, was und welcher Art sie ist.
Paragraph 365 Nikomachische Ethik / Chapter 67 2 44 Die Linien aa, bb, cc seien einander gleich. Von aa werde ae genommen und zu cc als cd hinzugesetzt, so daß die ganze Linie dcc die Linie ea um das Stück cd und ef übertrifft, und…
Paragraph 390 Nikomachische Ethik / Chapter 70 2 36 Jede einzelne Bestimmung des Rechtes und Gesetzes verhält sich wie das Allgemeine zum Besonderen. Der konkreten praktischen Fälle sind ja viele, jene Bestimmungen sind aber je ein…
Paragraph 401 Nikomachische Ethik / Chapter 71 2 37 Man könnte aber zweifeln, ob die gegebenen Bestimmungen über Unrechtleiden und Unrechttun zutreffend sind, wenn es für's erste einen Fall geben kann, wie den, den EuripidesMan wei…
Paragraph 403 Nikomachische Ethik / Chapter 71 2 44 ob es nämlich in Wahrheit möglich ist, mit Willen Unrecht zu leiden, oder ob nicht vielmehr alles Unrechtleiden unfreiwillig ist, wie alles Unrechttun freiwillig. Und ist etwa all…
Paragraph 409 Nikomachische Ethik / Chapter 71 2 18 »Die goldene Rüstung für Erz; Jene war hundert Ochsen an Wert gleich, diese nur neunen«Ilias VI, 236. ,
Paragraph 415 Nikomachische Ethik / Chapter 72 2 48 Nicht der, bei dem sich Ungerechtes vorfindet, sondern der, von dem es wahr ist, daß er dies mit Willen herbeigeführt hat, tut Unrecht. Das ist aber der, in dem der Anfang der Han…
Paragraph 420 Nikomachische Ethik / Chapter 73 2 107 Eben darum meint man auch, der Gerechte sei ebenso gut im Stande, Unrecht zu tun, weil der Gerechte ebenso gut, ja, noch besser, die einzelnen Handlungen der Ungerechtigkeit ausfü…
Paragraph 424 Nikomachische Ethik / Chapter 74 2 77 So ist denn klar, was das Billige ist, und daß es ein Recht ist, und besser als ein gewisses Recht. Hieraus sieht man aber auch, wer der Billige sei: wer solches Recht will, (1138…
Paragraph 429 Nikomachische Ethik / Chapter 75 2 70 Es kann aber auch wer nur Unrecht tut und nicht ganz schlecht ist, in dem, worin er ungerecht ist, sich nicht selbst Unrecht tun – dieses (Ungerechtigkeit nach einer bestimmten Se…
Paragraph 441 Nikomachische Ethik / Chapter 78 2 45 Als wir die Tugenden der Seele einteilten, haben wir gesagt, (1139a) sie seien teils sittliche oder Charaktertugenden, teils Verstandestugenden. Nachdem wir also die sittlichen Tu…
Paragraph 443 Nikomachische Ethik / Chapter 78 2 32 Unsere Aufgabe wird es nun sein, zu ermitteln, welches je die beste Verfassung dieser beiden Teile ist. Denn das ist je ihre Tugend; die Tugend aber richtet sich nach ihrer eigent…
Paragraph 445 Nikomachische Ethik / Chapter 78 2 51 Das ist nun die praktische Vernunft und Wahrheit. Das Gute und Schlechte der theoretischen Vernunft aber, die nicht handelt und nicht hervorbringt, ist Wahrheit und Falschheit, wi…
Paragraph 450 Nikomachische Ethik / Chapter 78 2 38 So ist denn die Leistung beider vernünftigen Teile die Wahrheitserkenntnis, und in den Beschaffenheiten, vermöge deren sie die Wahrheit am besten erkennen, haben wir jene Tugenden…
Paragraph 452 Nikomachische Ethik / Chapter 79 2 41 Der Dinge, durch die die Seele, bejahend oder verneinend, (immer) die Wahrheit trifft, sollen fünf an der Zahl sein; es sind Kunst, Wissenschaft, Klugheit, Weisheit und Verstand. …
Paragraph 476 Nikomachische Ethik / Chapter 85 2 71 So ist denn die richtige Auffassung dessen, was der eigenen Person frommt, wohl sicher eine besondere Art (1142a) der Einsicht, aber die Meinungen über sie sind sehr geteilt. Es h…
Paragraph 477 Nikomachische Ethik / Chapter 85 2 42 »Wie wär' ich klug, der ohne Not und Plackerei, Als einer zählend in der Menge unsres Heers, Das gleiche Teil besitzen konnte?Worte des Odysseus aus dem Prolog des Philoktet von E…
Paragraph 484 Nikomachische Ethik / Chapter 86 2 58 Wir müssen aber auch ermitteln, was die Wohlberatenheit ist, ob eine Wissenschaft oder Meinung oder richtiger Takt, oder ob sie zu einer anderen Gattung gehörtNach der Erörterung …
Paragraph 485 Nikomachische Ethik / Chapter 86 2 27 Wissenschaft ist sie offenbar nicht. Denn was man weiß, (1142b) danach sucht man nicht; die Wohlberatenheit ist aber eine Art Beratschlagung, und wer beratschlägt, sucht und schli…
Paragraph 488 Nikomachische Ethik / Chapter 86 2 65 Da vielmehr wer sich übel berät, fehlt, und wer sich wohl berät, sich richtig berät, so ist Wohlberatenheit offenbar eine gewisse Richtigkeit, aber eine Richtigkeit weder des Wiss…
Paragraph 493 Nikomachische Ethik / Chapter 86 2 52 Aber auch dieses kann man mittelst eines falschen Schlusses treffen, und so zwar treffen was man tun soll, aber nicht durch den rechten Mittelbegriff, sondern durch einen falschen…
Paragraph 494 Nikomachische Ethik / Chapter 86 2 47 Ferner kann man sich lange Zeit beraten, bis man das Rechte trifft, während ein Anderer schnell damit zustande kommt. So ist denn auch dieses noch keine Wohlberatenheit, sondern d…
Paragraph 495 Nikomachische Ethik / Chapter 86 2 43 Endlich kann man teils schlechthin wohlberaten sein, teils mit Beziehung auf ein einzelnes Geschäft. Mithin ist Wohlberatenheit schlechthin diejenige, die für den Zweck des Lebens…
Paragraph 502 Nikomachische Ethik / Chapter 88 2 28 Daher ist der (praktische) Verstand (von Seite seines Gegenstandes) wie Anfang so auch Ende. Denn seine Schlußfolgerungen gehen vom Letzten und Einzelnen aus und beziehen sich auc…
Paragraph 503 Nikomachische Ethik / Chapter 88 2 36 Deswegen muß man auf die ohne Beweis ausgesprochenen Behauptungen und Meinungen der Erfahrenen, Alten und Klugen nicht weniger achten als auf die Demonstrationen. Denn weil sie ei…
Paragraph 507 Nikomachische Ethik / Chapter 89 2 32 Zudem scheint es ungereimt, wenn sie (die Klugheit), die doch geringer ist als die Weisheit, wichtiger und maßgebender sein soll als sie. Denn die hervorbringende Tugend herrscht …