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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 67 / Paragraph 367
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16 |
Die Ausdrücke Verlust (Einbuße, Nachteil) einerseits und Gewinn (Zubuße, Vorteil) anderseits stammen aus dem freiwilligen Verkehr. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 67 / Paragraph 368
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41 |
So ist denn dieses Recht eine Mitte zwischen einem nicht auf freiem Willen beruhenden Gewinn und Verlust, also dies, daß man vor wie nach das Gleiche hatDie kommutative Gerechtigk… |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 369
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13 |
Einige Philosophen vertreten aber auch die Ansicht, die Wiedervergeltung sei das Recht schlechthin. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 370
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27 |
In jedem auf Gegenseitigkeit beruhenden Verkehr freilich begreift die Wiedervergeltung das fragliche Recht in sich, jedoch eine Wiedervergeltung nach Maßgabe der Proportionalität,… |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 371
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16 |
Der Entgelt nach Verhältnis kommt zustande durch eine Verbindung der Daten nach Maßgabe der Diagonale; z. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 372
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26 |
Daher muß alles, was untereinander ausgetauscht wird, gewissermaßen gleich den Zahlen addierbar sein, und dazu ist nun das Geld bestimmt, das sozusagen zu einer Mitte wird. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 373
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32 |
So hat man denn eine wirkliche Wiedervergeltung, wenn eine Gleichung von der Art durchgeführt wird, daß wie der Bauer zum Schuster, so die Leistung des Schusters sich zu der des B… |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 374
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20 |
Gesetzt wir haben Bauer a, einen Schäffel Getreide c, Schuster b, seine nach der Regel des Ausgleichs bemessene Leistung d. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 375
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50 |
Daß aber das Bedürfnis als eine verbindende Einheit die Menschen zusammenhält, erhellt daraus, daß wenn kein Teil des anderen bedarf, oder auch nur der eine des anderen nicht, sie… |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 376
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23 |
Für einen späteren Austausch ist uns, wenn kein augenblickliches Bedürfnis dafür vorliegt, das Geld gleichsam Bürge, daß wir ihn im Bedürfnisfalle vornehmen können. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 377
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16 |
Daher muß alles seinen Preis haben; denn so wird immer Austausch und somit Verkehrsgemeinschaft sein können. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 68 / Paragraph 378
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25 |
a sei ein Haus, b zehn Minen, c ein Bett, a ist nun ½ b, wenn das Haus fünf Minen wert oder ihnen gleich ist. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 69 / Paragraph 379
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12 |
So wäre denn erklärt, was das Unrecht und was das Recht ist. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 69 / Paragraph 380
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84 |
(1134a) Näherhin ist die Gerechtigkeit jene Tugend, kraft deren der Gerechte nach freier Wahl gerecht handelt und bei der Austeilung, handele es sich nun um sein eigenes Verhältni… |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 69 / Paragraph 381
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14 |
Die Ungerechtigkeit ist umgekehrt jenes Laster, das freiwillig ungerecht handeln und ungerecht austeilen macht. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 69 / Paragraph 382
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22 |
So viel sei denn gesagt über die Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit und die Natur beider, und ebenso über Recht und Unrecht im allgemeinen. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 383
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34 |
Da man ein Unrecht begehen kann, ohne schon ein Ungerechter zu sein, so fragt es sich, durch was für ungerechte Handlungen man nach den einzelnen Arten der Ungerechtigkeit ein Ung… |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 384
|
12 |
Wie nun die Wiedervergeltung sich zum Recht verhält, ist vorhin erklärt worden. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 385
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23 |
Darum lassen wir keinen Menschen, sondern die Vernunft herrschen, weil der Mensch sich in der bezeichneten Weise (1134b) zuteilt und ein Tyrann wird. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 386
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21 |
Das Recht des Herrn über den Sklaven und des Vaters über das Kind ist dem politischen Rechte nicht gleich, sondern ähnlich. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 387
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29 |
Daher gibt es eher ein Recht gegenüber der Frau als gegenüber den Kindern und Sklaven, das ökonomische oder häusliche Recht nämlich, das aber auch von dem politischen verschieden … |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 388
|
21 |
Das politische RechtDas politische Recht, τὸ πολιτικὸν δίκαιον, ist jenes, das im Staate gilt, nicht jenes, das vom Staate kommt. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 389
|
24 |
Einige sind aber der Meinung, alles Recht sei von dieser letzteren Art, weil alles Natürliche unbeweglich ist und überall dieselbe Kraft hat – wie z. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 390
|
14 |
Jede einzelne Bestimmung des Rechtes und Gesetzes verhält sich wie das Allgemeine zum Besonderen. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 391
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16 |
Es ist ein Unterschied zwischen ungerechter Handlung und Unrecht, so wie zwischen gerechter Handlung und Recht. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 392
|
29 |
Welcherlei und wie viele Unter-Arten der beiden Rechte es im einzelnen gibt, und mit was für Gegenständen diese es zu tun haben, werden wir später (in der Politik) betrachten. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 393
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27 |
Da es mit Recht und Unrecht so bestellt ist, so wird eine ungerechte oder eine gerechte Handlung nur dann begangen, wenn man freiwillig recht oder unrecht tut. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 394
|
38 |
Als freiwillig gilt mir, wie schon früher erklärt worden, eine Handlung, die zu verrichten bei ihrem Urheber steht, und die man mit Wissen verrichtet, ohne bezüglich der Person, d… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 395
|
14 |
Ebenso ist es mit der Zufälligkeit, wenn es sich um Recht und Unrecht handelt. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 396
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21 |
Das Freiwillige tun wir teils vorsätzlich, teils unvorsätzlich: vorsätzlich was wir vorher überlegt haben, unvorsätzlich was wir nicht vorher überlegt haben. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 397
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16 |
Hat man zwar wissentlich gehandelt, aber ohne vorherige Überlegung, so ist es eine ungerechte Handlung, z. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 398
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13 |
Handelt man aber mit Vorsatz, so ist man ein ungerechter und böser Mensch. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 399
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33 |
Daher heißt es treffend: »Im Zorn getan, gilt nicht als vorbedacht getan.« Denn der Anfang der Handlung liegt nicht in dem, der im Zorn handelt, sondern in dem, der ihn zornig gem… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 70 / Paragraph 400
|
12 |
(1136a) Wenn man einen aber vorsätzlich schädigt, so begeht man eine Ungerechtigkeit. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 401
|
32 |
Man könnte aber zweifeln, ob die gegebenen Bestimmungen über Unrechtleiden und Unrechttun zutreffend sind, wenn es für's erste einen Fall geben kann, wie den, den EuripidesMan wei… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 402
|
17 |
»Getödtet hab' ich meine Mutter, kurz gesagt, Sie wollt', ich wollte – nein, sie wollt', ich wollte nicht«; |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 403
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24 |
ob es nämlich in Wahrheit möglich ist, mit Willen Unrecht zu leiden, oder ob nicht vielmehr alles Unrechtleiden unfreiwillig ist, wie alles Unrechttun freiwillig. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 404
|
9 |
Sodann wirft die gleiche Frage sich beim Rechtleiden auf. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 405
|
39 |
Es liegt auch noch insofern Anlaß zu Bedenken vor, als man zweifeln kann, ob jeder, der erlitten hat was Unrecht ist, auch Unrecht leidet, oder ob es sich nicht vielmehr mit dem E… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 406
|
34 |
Und, wenn Unrechttun nichts weiter ist, als freiwillig einen schädigen, und freiwillig schädigen so viel ist, als schädigen mit Erkenntnis der geschädigten Person und des Mittels … |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 407
|
29 |
(1136b) Ferner, man kann sich aus Unenthaltsamkeit freiwillig von einem anderen, der ebenfalls freiwillig handelt, Schaden zufügen lassen, so daß es also möglich wäre, mit Willen … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 408
|
42 |
Oder sollte etwa die gegebene Bestimmung nicht richtig sein, sondern zu der Bedingung, daß die Schädigung mit Erkenntnis der geschädigten Person und des Werkzeugs und des Wie gesc… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 409
|
18 |
»Die goldene Rüstung für Erz; Jene war hundert Ochsen an Wert gleich, diese nur neunen«Ilias VI, 236. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 410
|
28 |
der leidet kein Unrecht; denn es steht bei ihm zu geben, Unrecht zu leiden aber steht nicht bei uns, sondern dazu gehört, daß Einer sei, der Unrecht tut. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 71 / Paragraph 411
|
9 |
So erhellt denn, daß das Unrechtleiden nicht freiwillig ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 72 / Paragraph 412
|
42 |
Noch sind von den Fragen, die wir uns zur Besprechung vorgesetzt haben, zwei zu erledigen, die eine, ob etwa Unrecht tut wer mehr als billig austeilt, oder wer mehr als billig emp… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 72 / Paragraph 413
|
8 |
Bezüglich der ersten Frage erhebt sich folgendes Bedenken. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 72 / Paragraph 414
|
18 |
Es ist aber auch aus positiven Gründen klar, daß immer der zuviel Austeilende, nicht der Empfänger, Unrecht tut. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 72 / Paragraph 415
|
23 |
Nicht der, bei dem sich Ungerechtes vorfindet, sondern der, von dem es wahr ist, daß er dies mit Willen herbeigeführt hat, tut Unrecht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 72 / Paragraph 416
|
11 |
Da ferner das Tun vieldeutig ausgesagt wird, und eine Tödtung z. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 72 / Paragraph 417
|
79 |
Ein Richter endlich, der unwissentlich ein Urteil gefällt hat, begeht kein gesetzliches Unrecht, und sein Urteil ist nicht ungerecht, wenn es auch so gut wie ungerecht ist – denn … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 73 / Paragraph 418
|
20 |
Die Leute meinen nun, es stehe bei ihnen, Unrecht zu tun, und deshalb sei es auch leicht gerecht zu sein. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 73 / Paragraph 419
|
23 |
Desgleichen meint man, Recht und Unrecht zu kennen sei keine besondere Weisheit, da es nicht schwer sei, zu verstehen wovon die Gesetze reden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 73 / Paragraph 420
|
58 |
Eben darum meint man auch, der Gerechte sei ebenso gut im Stande, Unrecht zu tun, weil der Gerechte ebenso gut, ja, noch besser, die einzelnen Handlungen der Ungerechtigkeit ausfü… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 73 / Paragraph 421
|
22 |
Das Recht hat seine Stelle unter Wesen, die an den Gütern schlechthin teilhaben und davon ein Zuviel und ein Zuwenig haben können. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 422
|
26 |
Hiernächst ist von der Billigkeit (Epikie) und dem Billigen zu handeln und zu erklären, wie sich die Billigkeit zur Gerechtigkeit und das Billige zum Recht verhält. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 423
|
14 |
Das ist es so ziemlich, weshalb sich für den Begriff der Billigkeit Schwierigkeiten ergeben. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 74 / Paragraph 424
|
20 |
So ist denn klar, was das Billige ist, und daß es ein Recht ist, und besser als ein gewisses Recht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 425
|
15 |
Aus dem Gesagten erhellt nun auch, ob man sich selbst Unrecht tun kann oder nicht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 426
|
16 |
Recht in einem Sinne ist was vom Gesetze in Bezug auf jede einzelne Tugend geboten ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 427
|
20 |
Ferner, wenn man jemanden freiwillig wider das Gesetz schädigt, ohne damit eine erlittene Schädigung zu rächen, so tut man Unrecht. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 428
|
2 |
Aber wem? |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 429
|
39 |
Es kann aber auch wer nur Unrecht tut und nicht ganz schlecht ist, in dem, worin er ungerecht ist, sich nicht selbst Unrecht tun – dieses (Ungerechtigkeit nach einer bestimmten Se… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 430
|
24 |
Denn sonst könnte einem etwas gleichzeitig entzogen worden und zugefallen sein, was unmöglich ist: Recht und Unrecht setzt immer ein Verhältnis von mehreren voraus. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 431
|
12 |
Ferner (ist das Unrechttun) freiwillig und vorsätzlich und früher (als das Unrechtleiden). |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 432
|
6 |
Ferner könnte man freiwillig Unrecht leiden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 433
|
35 |
Überdies tut niemand Unrecht, ohne eine einzelne ungerechte Handlung zu begehen; nun kann aber niemand mit seiner eigenen Frau die Ehe brechen oder in sein eigenes Haus einen Einb… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 434
|
28 |
Die vollständigste Lösung der Frage wegen der Möglichkeit sich selbst Unrecht zu tun, ergibt sich immer vom Gesichtspunkte der früheren Bestimmung, nach der niemand freiwillig Unr… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 435
|
13 |
Es leuchtet auch ein, daß zwar beides, Unrechtleiden und Unrechttun, vom Bösen ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 436
|
57 |
Im übertragenen Sinne aber und im Sinne einer gewissen Ähnlichkeit gibt es allerdings ein Recht nicht der Person gegen sich selbst, aber doch des einen Teils von ihr gegen die and… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 75 / Paragraph 437
|
16 |
So mag denn von der Gerechtigkeit und den anderen sittlichen Tugenden in dieser Weise gehandelt sein. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 438
|
50 |
Da wir früher gesagt haben, man müsse die Mitte wählen, nicht das Übermaß und den Mangel, und da die Mitte durch die rechte Vernunft bestimmt wird, so wollen wir dieses jetzt nähe… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 439
|
53 |
In allen habituellen Beschaffenheiten, die wir bisher behandelt haben, gibt es, wie auch bei den übrigen Fertigkeiten, einen Zielpunkt, auf den hinblickend der Inhaber der rechten… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 77 / Paragraph 440
|
10 |
Diese Bestimmung ist nun zwar richtig, aber noch keineswegs deutlich. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 441
|
19 |
Als wir die Tugenden der Seele einteilten, haben wir gesagt, (1139a) sie seien teils sittliche oder Charaktertugenden, teils Verstandestugenden. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 442
|
14 |
Es wurde weiter oben gesagt, es gebe zwei Seelenteile, einen vernunftbegabten und einen unvernünftigen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 443
|
17 |
Unsere Aufgabe wird es nun sein, zu ermitteln, welches je die beste Verfassung dieser beiden Teile ist. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 444
|
13 |
Dreierlei ist in der Seele, wovon Handlung und Wahrheitserkenntnis abhängt: Sinn, Verstand, Begehren. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 445
|
8 |
Das ist nun die praktische Vernunft und Wahrheit. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 446
|
27 |
Prinzip des Handelns im Sinne des bewegenden, nicht des Zweckprinzips ist die Willenswahl und das der Willenswahl das Begehren und der Begriff oder die Vorstellung des Zweckes. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 447
|
19 |
Das Denken für sich allein aber bewegt nichts, sondern nur das auf einen bestimmten Zweck gerichtete, praktische (1139b) Denken. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 448
|
46 |
Gegenstand der Willenswahl oder des Vorsatzes kann kein Vergangenes sein, wie sich denn niemand zum Vorsatz macht, Ilium zerstört zu haben; man überlegt oder beratschlagt ja auch … |
|
Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 449
|
24 |
»Denn dies allein, sogar der Gottheit bleibts versagt, Ungeschehn zu machen, was einmal geschehen ist«Agathon, tragischer Dichter, jüngerer Zeitgenosse des Sokrates und Euripides. |
|
Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 78 / Paragraph 450
|
38 |
So ist denn die Leistung beider vernünftigen Teile die Wahrheitserkenntnis, und in den Beschaffenheiten, vermöge deren sie die Wahrheit am besten erkennen, haben wir jene Tugenden… |
|
Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 79 / Paragraph 451
|
12 |
Um nun die Erörterung über dieselben durchzuführen, müssen wir etwas weiter ausholen. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 79 / Paragraph 452
|
27 |
Der Dinge, durch die die Seele, bejahend oder verneinend, (immer) die Wahrheit trifft, sollen fünf an der Zahl sein; es sind Kunst, Wissenschaft, Klugheit, Weisheit und Verstand. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 79 / Paragraph 453
|
45 |
Was die Wissenschaft sei, erhellt, wenn, wir die Worte genau nehmen und uns nicht an äußere Ähnlichkeiten in der Redeweise halten wollenMan sagt auch wohl, man wisse etwas, wenn m… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 79 / Paragraph 454
|
11 |
Auch scheint jede Wissenschaft lehrbar und jeder Wissensgegenstand lernbar zu sein. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 79 / Paragraph 455
|
25 |
Die Wissenschaft ist mithin ein Habitus des Demonstrierens, zu welcher Begriffsbestimmung man weiterhin noch alles andere hinzunehmen möge, was wir in der Analytik angegeben haben. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 79 / Paragraph 456
|
8 |
So viel stehe denn hier von der Wissenschaft. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 80 / Paragraph 457
|
15 |
Was sich anders verhalten kann, ist teils Gegenstand des (1140a) Hervorbringens, teils Gegenstand des Handelns. |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 80 / Paragraph 458
|
61 |
Da aber zum Beispiel das Vermögen zu bauen eine Kunst und ein mit Vernunft verbundener Habitus des Hervorbringens ist, und da ferner keine Kunst zu finden ist, die kein mit Vernun… |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 80 / Paragraph 459
|
33 |
Vorwurf jeder Kunst ist das Entstehen, das regelrechte Herstellen und die Überlegung, wie etwas, was sowohl sein als nicht sein kann und dessen Prinzip im Hervorbringenden, nicht … |
|
Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 80 / Paragraph 460
|
10 |
»Die Kunst den Zufall liebt, der Zufall liebt die Kunst.« |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 80 / Paragraph 461
|
46 |
Die Kunst ist also, wie gesagt, ein Habitus, etwas mit wahrer Vernunft hervorzubringen, das Widerspiel der Kunst dagegen ein Habitus, etwas mit falscher Vernunft hervorzubringen, … |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 81 / Paragraph 462
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17 |
Was ferner die Klugheit sei, können wir daraus lernen, daß wir zusehen, welche Menschen wir klug nennen. |
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Sentence 1
|
Nikomachische Ethik / Chapter 81 / Paragraph 463
|
19 |
Nun stellt niemand Überlegungen an in Dingen, die sich unmöglich anders verhalten können oder deren Ausführung ihm versagt ist. |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 81 / Paragraph 464
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68 |
Daher halten wir einen Perikles und seines Gleichen für klug, weil sie nämlich für das, was ihnen und anderen gut ist, einen richtigen Blick haben, und schreiben diese Tugend den … |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 81 / Paragraph 465
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31 |
Aber wenn sich die Kunst die Tugend äußerlich zugesellen kann, so läßt die Klugheit solches durchaus nicht zuAristoteles sagt wörtlich: »es gibt eine Tugend der Kunst, aber keine … |
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Sentence 1
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Nikomachische Ethik / Chapter 82 / Paragraph 466
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50 |
Da die Wissenschaft Erfassung und Beurteilung des Allgemeinen und Notwendigen ist, und es Prinzipien oder oberste und letzte Gründe jedes Beweisbaren und jedes Wissens gibt – denn… |